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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel
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08. Juli 2011

Erlotinib beim Platin-vorbehandelten NSCLC (Stadium IIIB/IV)

EGFR-Inhibitor für große Patientenkollektive

Patienten mit nicht-kleinzelligem Lungenkarzinom (NSCLC) im Stadium IIIB/IV, die als First-Line-Therapie eine Platin-haltige Chemotherapie erhalten, profitieren anschließend häufig von einer Erhaltungstherapie oder Second-Line-Therapie mit Erlotinib (Tarceva®). Die Wirksamkeit des EGFR (Epidermal Growth Factor Receptor)-Inhibitors ist hier nicht nur auf die Gruppe mit aktivierenden EGFR-Mutationen begrenzt, sondern auch für große Kollektive mit nicht mutiertem EGFR und unabhängig von der Tumorhistologie belegt.
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Für die große Mehrheit der chemotherapeutisch vorbehandelten Patienten mit lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem NSCLC zählt Erlotinib heute zu den unverzichtbaren Therapieoptionen. Wichtige Gründe hierfür sind das breite Indikationsspektrum, das neben der Second-Line-Therapie inzwischen auch die Erhaltungstherapie bei Patienten mit unverändertem Krankheitszustand nach Platin-haltiger First-Line-Chemotherapie umfasst, sowie die unabhängig vom EGFR-Mutationsstatus und der Tumorhistologie gezeigten Vorteile.

Erlotinib-Erhaltung verbessert Gesamtüberleben

Valide Daten zur Wirksamkeit von Erlotinib bei Patienten mit nicht mutiertem EGFR und unterschiedlichen Tumorhistologien lieferte u.a. die SATURN-Studie. In der randomisierten Phase-III-Studie wurden Patienten mit fortgeschrittenem NSCLC, die unter einer First-Line-Therapie mit 4 Zyklen einer Platin-haltigen Dublette nicht progredient waren, direkt anschließend mit Erlotinib (n=438) oder Placebo (n=451) behandelt [1].

Mit einer signifikanten Abnahme des Progressionsrisikos um 29% im Gesamtkollektiv (Hazard Ratio [HR] 0,71; 95%-KI 0,62-0,82; p<0,0001) erreichte die SATURN-Studie den primären Endpunkt [1]. Den größten Benefit von Erlotinib hatten Patienten, deren Krankheitszustand nach der First-Line-Therapie unverändert war (SD-Patienten). In dieser Gruppe reduzierte der EGFR-Inhibitor das Progressionsrisiko um 32% (HR 0,68; 95%-KI 0,56-0,83; p<0,0001) und das Mortalitätsrisiko um 28% (HR 0,72; 95%-KI 0,59-0,89; p=0,0019) [2]. Das mediane Gesamtüberleben war 2,3 Monate länger als im Kontrollarm (11,9 Monate vs. 9,6 Monate). Einen Überlebensvorteil von der Erhaltungstherapie hatten auch SD-Patienten mit nicht mutiertem EGFR (12,4 Monate vs. 8,7 Monate) (Abb. 1).

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Abb. 1: SATURN-Studie: Gesamtüberleben bei SD-Patienten mit nicht mutiertem EGFR (modifiziert nach [2]).

SD-Patienten mit Plattenepithelkarzinom hatten zwar erwartungsgemäß eine ungünstigere Prognose als solche mit nicht-squamösem NSCLC; der Vorteil im medianen Gesamtüberleben (Plattenepithelkarzinom: 11,3 vs. 8,3 Monate; Nicht-Plattenepithelkarzinom: 13,7 vs. 10,6 Monate) war aber ähnlich groß [2].

Erlotinib vergleichbar gut wirksam wie Chemotherapie

Bestätigt wurde die gute Wirksamkeit von Erlotinib bei chemotherapeutisch vorbehandelten Patienten durch die TITAN-Studie. In dieser Phase-III-Studie erhielten Patienten mit Progression unter der Platin-haltigen First-Line-Therapie randomisiert Erlotinib (n=203) oder eine Standardchemotherapie mit Docetaxel (n=116) oder Pemetrexed (n=105). Primärer Studienendpunkt war das Gesamtüberleben [3].

Erlotinib zeigte in diesem Patientenkollektiv mit ungünstiger Prognose eine vergleichbar gute Wirksamkeit wie die ebenfalls zur Second-Line-Therapie zugelassenen konventionellen Zytostatika. Neben dem medianen Gesamtüberleben (Erlotinib: 5,3 Monate; Chemotherapie: 5,5 Monate) war auch das Sterberisiko nicht signifikant unterschiedlich (HR 0,96; 95%-KI 0,78-1,19; p=0,7299). Auch in allen analysierten Subgruppen war Erlotinib vergleichbar gut wirksam wie Docetaxel bzw. Pemetrexed. NSCLC-Patienten mit nicht mutiertem EGF-Rezeptor profitierten mit einem medianen Gesamtüberleben von 6,6 Monaten mindestens ebenso stark von dem EGFR-Inhibitor wie das Gesamtkollektiv.

Günstigeres Verträglichkeitsprofil

Die Second-Line-Therapie mit Erlotinib war mit weniger schwerwiegenden unerwünschten Ereignissen (UAW) und weniger schwerwiegenden Therapie-assoziierten UAW assoziiert. Schwerwiegende hämatologische Nebenwirkungen, von denen im Chemotherapie-Arm 3,8% der Patienten betroffen waren, wurden im Erlotinib-Arm nicht beobachtet. Die Inzidenz von überwiegend leicht oder moderat verlaufendem Rash und Diarrhoe war unter dem oral applizierbaren EGFR-Inhibitor erwartungsgemäß erhöht.

Dr. Barbara Bornkessel, Bremen

1. Cappuzzo F, Ciuleanu T, Stelmakh L, et al. Lancet Oncol 2010;11:521-9
2. Coudert B, Ciuleanu T, Park K, et al. Ann Oncol 2011, May 24 [Epub ahead of print]
3. Ciuleanu T, Stelmakh L, Cicenas S, et al. J Thorac Oncol 2010;5 (Suppl 7) Abstr. #LBOA5

Mit freundlicher Unterstützung der Roche Pharma AG
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