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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel
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06. Februar 2012

ASH, 9.-13. Dezember 2011

Diffus-großzelliges B-Zelllymphom: Längeres Überleben mit Pharmakokinetik-basierter Gabe von Rituximab

Beim diffus-großzelligen B-Zelllymphom (DLBCL) des älteren Patienten ist R-CHOP die Standardtherapie. Die Verkürzung der Intervalle von drei auf zwei Wochen (CHOP-14 anstelle von CHOP-21) hat zwar in der reinen Chemotherapie-Ära, nicht aber bei Zugabe von Rituximab die Ergebnisse verbessert, so Michael Pfreundschuh, Homburg/Saar: Mit der häufigeren Applikation lassen sich zwar höhere Serumtiter des Antikörpers erreichen, aber diese klingen auch früher wieder ab [1].
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Anhand eines pharmakokinetischen Modells entwarf die Deutsche Studiengruppe für hochmaligne Non-Hodgkin-Lymphome (DSHNHL) deshalb ein Schema für eine intelligentere Dosierung von Rituximab: Die sechs Zyklen CHOP werden im Abstand von je zwei Wochen gegeben, aber die acht Dosen von je 375 mg/m2 Rituximab zunächst in kürzeren und gegen Ende in immer längeren Intervallen (an den Tagen -4, -1, 10, 29, 57, 99, 155 und 239 relativ zur Chemotherapie). In der Phase-II-Studie SMARTE-R-CHOP-14 wurde dieses Protokoll an 190 Patienten im Alter von über 60 Jahren mit neu diagnostiziertem DLBCL überprüft: Mit diesem Regime ließen sich schneller hohe Rituximab-Serumtiter erreichen, die viel länger anhalten als mit der herkömmlichen Gabe. Obwohl die SMARTE-R-Patienten durchschnittlich häufiger höhere IPI-Scores, also eine schlechtere Prognose aufwiesen als eine Kohorte von 306 Patienten aus der RICOVER-60-Studie, die das konventionelle R-CHOP-Regime erhalten hatte, waren Ansprechen, ereignisfreies und progressionsfreies Überleben sowie Gesamtüberleben nach median drei Jahren zumindest nicht schlechter, für Patienten mit einem IPI von > 2 sogar signifikant besser als in der RICOVER-60-Studie: 81% von ihnen erreichten eine komplette Remission (vs. 68% in RICOVER-60; p=0,035), ereignisfrei hatten nach drei Jahren 67% überlebt (vs. 54%; p=0,030) und sogar die Gesamtüberlebensrate nach drei Jahren war mit 80% signifikant höher (vs. 67%; p=0,034).

Für Patienten mit guter Prognose (IPI 1-2) ist das bisherige R-CHOP-14-Regime aus der RICOVER-60-Studie also adäquat. Bei schlechterer Prognose scheint die Pharmakokinetik-basierte Dosierung der acht Rituximab-Dosen wirksamer bis hin zu einem verbesserten Gesamtüberleben zu sein. Tatsächlich, so Pfreundschuh, sind dies die besten Ergebnisse, die bei solchen Patienten bislang überhaupt erzielt wurden, aber sie müssen nun natürlich prospektiv und randomisiert überprüft werden: Das wird in der Phase-III-Studie OPTIMAL > 60 geschehen.

Literatur:
1. Pfreundschuh M et al., ASH 2011, Abstract #592
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