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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel
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05. September 2014

Fortgeschrittenes NSCLC mit häufigen EGFR-Mutationen (Del19/L858R):

Daten zum Gesamtüberleben bestätigen Wirksamkeit von Afatinib

Beim diesjährigen ASCO-Kongress wurden aktuelle Ergebnisse zum Gesamtüberleben (OS) unter Therapie mit Afatinib (GIOTRIF®) vorgestellt. Die kombinierte Post-hoc-Analyse der Phase-III-Studien LUX-Lung 3 und 6 (LL3, LL6) zeigte gegenüber Chemotherapie eine signifikante Verlängerung des Gesamtüberlebens um drei Monate bei Patienten mit fortgeschrittenem nicht-kleinzelligen Lungenkarzinom (NSCLC) und häufiger EGFR-Mutation (Del19/L858R, EGFR-M+) (1). Damit wurden die bereits bekannten Daten zur Wirksamkeit von Afatinib bezüglich progressionsfreien Überlebens (PFS, jeweils primärer Endpunkt, wurde in LL3 und LL6 erreicht), Symptomkontrolle und Lebensqualität auch hinsichtlich des OS (sekundärer Endpunkt in LL3 und LL6) bestätigt (2, 3).

PFS und Gesamtüberleben signifikant verlängert

Afatinib ist ein irreversibler ErbB-Family-Blocker, der kovalent an alle von den Mitgliedern der ErbB-Family gebildeten Homo- und Heterodimere bindet und irreversibel die Signalweiterleitung über diese Rezeptoren blockiert. Die Wirksamkeit konnte in zwei großen Phase-III-Studien bei Patienten mit fortgeschrittenem Adenokarzinom der Lunge und EGFR-M+ gezeigt werden (2, 4). In LUX-Lung 3 wurde bei Patienten in der Subgruppe mit häufigen EGFR-M+ (Del19/L858R = 89% der Gesamtpopulation) beim primären Endpunkt PFS unter Afatinib im Vergleich zu Cisplatin/Pemetrexed nahezu eine Verdopplung erreicht (13,6 vs. 6,9 Monate; p<0,001). Auch im Gesamtkollektiv war der signifikante PFS-Vorteil nachweisbar (11,1 vs. 6,9 Monate) (2).

Die kombinierte Post-hoc-Analyse von LUX-Lung 3 und 6 ergab beim sekundären Endpunkt OS bei Patienten mit häufigen EGFR-Mutationen (Del19/L858R) mit 24,3 vs. 27,3 Monaten eine signifikante Verlängerung unter Afatinib im Vergleich zur Standardchemotherapie (LL3: Cis/Pem; LL6: Cis/Gem; p=0,037). Das Mortalitätsrisiko konnte um 19% gesenkt werden. In der präspezifizierten Subgruppenanalyse der LUX-Lung 3-Studie wurde einer Verlängerung des medianen OS bei Patienten mit Del19 von 21,1 Monaten unter Cisplatin/Pemetrexed auf 33,3 Monate unter Afatinib (HR=0,54; p=0,0015) (Abb. 1 u. 2) gezeigt (1). Die gute Wirksamkeit von Afatinib war zugleich mit einer effektiveren Symptomkontrolle und Lebensqualität im Vergleich zu Cis/Pem bzw. Cis/Gem verbunden (3, 5).

 

Abb. 1: LUX-Lung 3 und 6: Wahrscheinlichkeit des OS und OS bei häufigen EGFR-Mutationen (Del19/L858R - Anteil an Patienten: 89%) (1).

 

Abb. 2: LUX-Lung 3: Wahrscheinlichkeit des OS und OS in der präspezifizierten Subgruppe mit Del19 (1).

Therapiemanagement unterstützt Anwendung in der Praxis

Die Anwendung von Afatinib in der Praxis basiert damit auf einer robusten und umfassenden Datenbasis. Die bisher vorliegenden klinischen Erfahrungen zeigen, dass sich ein proaktives Therapiemanagement positiv auf Compliance und Therapieerfolg auswirken kann. Afatinib zeigte in den klinischen Studien Nebenwirkungen, die für EGFR-TKI typisch sind. Zu den häufigsten Nebenwirkungen von ≥ Grad 3 zählten in den klinischen Studien Rash, Diarrhoe, Stomatitis und Paronychien (2, 4). Wichtig ist eine gute Aufklärung der Patienten vor Therapiebeginn über mögliche Nebenwirkungen und geeignete Maßnahmen. Beispielsweise kann eine vorbeugende Hautpflege, z.B. mit hypoallergenen Feuchtigkeitscremes und pH-neutralen Seifen/Lotionen hilfreich sein. In Hinblick auf Diarrhoe bietet es sich an, den Patienten prophylaktisch ein Rezept über Loperamid mitzugeben.

Anne Krampe-Scheidler

Mit freundlicher Unterstützung der Boehringer Ingelheim Pharma GmbH & Co. KG


Literaturhinweise:
(1) Yang JC et al. J Clin Oncol 32:5s, 2014 (suppl; abstr 8004^).
(2) Sequist LV et al. JCO 2013; 31(27):3327-3334.
(3) Yang JC et al. JCO 2013; 31(27):3342-3350.
(4) Wu YL et al. J Clin Oncol 31, 2013 (suppl; abstr 8016).
(5) Geater SL et al. ASCO 2013; abstr. 8061 (Poster).

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