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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel
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16. Februar 2011

ASH 2010 – Transplantation

DKMS: Kein erhöhtes Risiko hämatologischer Malignome nach Stammzellspende

Die Knochenmarks- oder Stammzellspende für eine allogene Transplantation ist eine rein altruistische Aktivität vollkommen gesunder Menschen, und die Sicherheit der Spender hat deshalb einen besonders hohen Stellenwert. Obwohl die Stammzellspende allgemein als eine sehr sichere Prozedur angesehen wird, wird dem Langzeit-Follow-up heute in allen Spender-Datenbanken große Bedeutung beigemessen, um etwaige doch vorhandene Risiken weiter minimieren zu können. Allerdings sind gerade die gesunden Spender nicht ohne Weiteres zu motivieren, über viele Jahre regelmäßig Fragebögen auszufüllen und zurückzusenden. Die Deutsche Knochenmarkspenderdatei (DKMS) hatte deshalb die Idee, so Dr. Alexander Schmidt, Tübingen, an alle Spender, die bereits irgendwann einmal Stammzellen gespendet hatten, einen einzigen, einfach auszufüllenden Fragebogen mit lediglich vier Fragen zu versenden [1]. Diese bezogen sich auf den allgemeinen Gesundheitszustand, eine stationäre oder eine langfristige medizinische Behandlung im Zeitraum seit der Spende, die Verschreibung von Medikamenten und die Bereitschaft, abermals zu spenden.
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Die DKMS ist mit etwa 2,3 Millionen registrierten Spendern die größte Datei weltweit und vermittelte zwischen 1997 und 2008 30% aller peripheren Stammzell- und rund 10% aller Knochenmarkspenden. Die Rücksendequote war mit 81,3% bemerkenswert hoch, so Schmidt: Von 12.559 Patienten, von denen etwas mehr als zwei Drittel periphere Stammzellen gespendet hatten, konnten Informationen zu mehr als 55.000 Personen-Beobachtungsjahren gesammelt werden, davon über 30.000 von Spendern peripherer Stammzellen.

Die Auswertung zeigte einen generell guten Gesundheitszustand. Besonderes Augenmerk wurde auf ein mögliches Auftreten hämatologischer Malignome bei Patienten nach peripherer Stammzellspende gelegt, weil vor einigen Jahren Bedenken geäußert worden waren, dass die dabei verabreichte Behandlung mit Granulozyten-Wachstums-stimulierenden Faktoren solche Komplikationen verursachen könnten. Dafür waren aber keinerlei Anzeichen zu entdecken: Die 85 malignen Erkrankungen, die in dem gesamten Kollektiv aufgetreten waren, verteilten sich gleichmäßig über Stammzell- und Knochenmarkspender, und die Häufigkeit stimmte mit der in der Allgemeinbevölkerung überein. Zumindest eine Steigerung des Leukämie-Risikos um den Faktor 3 oder höher bei Stammzellspendern kann durch diese Daten ausgeschlossen werden, so Schmidt.

Josef Gulden

Literatur:
1. Schmidt AH et al., ASH 2010, Abstract #365
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