Montag, 23. April 2018
Benutzername
Passwort
Registrieren
Passwort vergessen?

Home
e-journal
Der Aktuelle Fall
CME online
News
Gesundheitspolitik
Therapiealgorithmen
Videos
Veranstaltungen
Broschüren
Zentren
Kasuistiken


Suche
Archiv
Buchbestellung
Newsletter
Probe-Abo
Impressum


journalmed.de


Anzeige:
 
 
Anzeige:
 
 

JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel
Zurück
Zurück
E-Mail
Email
Drucken
Drucken
Zum Bewerten bitte anmelden!
24. Juli 2012

ASCO 2012 – Periphere Neuropathie

Chemotherapie-induzierte Neuropathie: Duloxetin wirksam

Das Antidepressivum Duloxetin verringerte in einer Phase-III-Studie der CALGB signifikant die durch Taxane und Platin-Derivate hervorgerufene periphere Neuropathie. Damit ist Duloxetin das erste Medikament mit klinisch nachgewiesener Wirkung gegen Chemotherapie-induzierte periphere Neuropathie, bemerkte Ellen M. L. Smith, Ann Arbor, USA, während einer ASCO-Pressekonferenz.

Eingeschlossen waren in diese randomisierte, doppelblinde Studie 220 Patienten, die meisten davon mit Brustkrebs und Kolonkarzinom, mit peripherer Neuropathie induziert durch Paclitaxel oder Oxaliplatin. Patienten im Arm A erhielten den Serotonin-Noradrenalin-Wiederaufnahme-Hemmer Duloxetin (zunächst 30 mg 1 Woche lang, dann über 4 weitere Wochen 60 mg) gefolgt von Placebo, Patienten in Arm B erhielten erst Placebo, dann Duloxetin in der gleichen Dosierung.

Die Mehrzahl der Patienten erfuhr durch die Duloxetin-Behandlung eine Schmerzreduktion (59% vs. 38% mit Placebo). Eine Abnahme im Schmerz-Score von mehr als 30% berichteten 33% unter Duloxetin versus 17% im Placebo-Arm, eine mehr als 50%ige Reduktion der Schmerzen gaben 21% der Patienten im Duloxetin- und 9% im Placebo-Arm an. Eine Zunahme des Schmerzes berichteten 11% im Duloxetin- und 28% im Placebo-Arm. Bei ca. einem Drittel der Patienten in beiden Studienarmen kam es zu keiner Veränderung.

Die häufigste Nebenwirkung von Duloxetin war Fatigue mit 7%. Selten waren Somnolenz, Schwindel, Nausea und Schlafstörungen. Im Vergleich zu Gabapentin, das häufig bei peripheren Neuropathien trotz fehlendem klinischen Wirksamkeitsnachweis eingesetzt wird, weist Duloxetin ein günstigeres Nebenwirkungsprofil auf, insbesondere ist Somnolenz seltener.

Eine Herausforderung der Zukunft wird es sein, die Responder zu identifizieren, so Smith abschließend.

Literaturhinweis:
(1) Smith EML, et al. ASCO 2012; Abstract CRA9013.
 

Zurück
Zurück
E-Mail
Email
Drucken
Drucken
Zum Bewerten bitte anmelden!
STICHWÖRTER:
Anzeige:
 
 
Anzeige:
 
 
 
 
Themen
NET
CML
Nutzen Sie auch die Inhalte von journalmed.de, um sich zu Informieren.
Mediadaten
Fachgesellschaften
Hilfe
Copyright © 2014 rs media GmbH. All rights reserved.
Kontakt
Datenschutz
AGB
Fakten über Krebs