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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel
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07. Dezember 2017

Brentuximab Vedotin

Chance auf Heilung für erwachsene Patienten mit rezidiviertem/refraktärem Hodgkin-Lymphom

Brentuximab Vedotin (Adcetris®) hat sich inzwischen zum Therapiestandard beim rezidivierten und refraktären Hodgkin-Lymphom (r/r HL) entwickelt. Als konsolidierende Therapie nach autologer Stammzelltransplantation (autoSCT) senkte das Antikörper-Wirkstoff-Konjugat in der AETHERA-Studie (1) das Progressionsrisiko bei erwachsenen Hochrisiko-Patienten und bietet somit ein längeres Überleben ohne Rezidiv. Langzeitdaten der Zulassungsstudie (2) deuten sogar darauf hin, dass Brentuximab Vedotin für einige erwachsene Patienten mit Rezidiv nach autoSCT eine Chance auf eine über 5 Jahre anhaltende rezidivfreie Überlebenszeit und Heilung bieten kann.
Die Prognose von Patienten, die an einem Hodgkin-Lymphom erkranken, ist insgesamt gesehen sehr gut. Nach intensiver Chemo- und Radiotherapie liegt die Heilungsrate bei über 90%. Ganz anders stellt sich die Situation für jene Patienten dar, die ein Rezidiv erfahren oder refraktär sind. Für sie besteht ein hoher Bedarf an weiteren Behandlungsstrategien, sagte PD Dr. Boris Böll, Köln. Standard im ersten Rezidiv ist die Hochdosischemotherapie mit anschließender autoSCT. Nach autoSCT liegt die ereignisfreie 3-Jahres-Überlebensrate der Patienten bei etwa 50-60%, doch etwa jeder 5. Patient ist aufgrund seines reduzierten Allgemeinzustandes gar nicht transplantierbar (3-5). Das mediane Überleben von Patienten ab einem Alter von 60 Jahren, die nicht mit Hochdosistherapie behandelt werden können, liegt nur bei etwa 12 Monaten (6). Allgemein haben Patienten mit Frührezidiven (3-12 Monate) nach autoSCT eine schlechtere Prognose als Patienten mit Spätrezidiven (> 12 Montate) (7). Die Wahrscheinlichkeit für ein Rezidiv steigt mit der Zahl entsprechender Risikofaktoren (8), berichtete Böll.


AETHERA-Studie

Den Nutzen einer konsolidierenden Therapie mit Brentuximab Vedotin bei Hochrisiko-Patienten nach autoSCT konnte inzwischen die Placebo-kontrollierte Phase-III-Studie AETHERA nachweisen (1). Eingeschlossen waren 329 Patienten nach autoSCT mit mind. 2 Risikofaktoren für ein erneutes Rezidiv. Sie erhielten entweder alle 21 Tage 1,8 mg/kg Brentuximab Vedotin, über bis zu 16 Zyklen, oder Placebo. Mit  Brentuximab Vedotin sank das Risiko eines Rezidivs oder Progresses um 43%, das mediane progressionsfreie Überleben (PFS) wurde um 18,8 Monate verlängert. Die 2-Jahres-PFS-Rate lag nach Beurteilung durch das unabhängige Review-Board bei 63% unter Brentuximab Vedotin vs. 51% im Placebo-Arm. „Das bedeutet einen großen Benefit für die Patienten, da die meisten Rezidive innerhalb des ersten Jahres auftreten“, erinnerte Böll.


Lange Remissionen im Langzeit-Follow-up

Daten zum Langzeit-Follow-up der publizierten Phase-II-Zulassungsstudie (9) mit Brentuximab-Vedotin-Monotherapie bei Patienten mit r/r HL im Rezidiv nach autoSCT (n=102) publizierten Chen et al. 2016 (2). Fast alle Patienten (94%) mit r/r HL zeigten unter der Therapie mit Brentuximab Vedotin eine Reduktion der Tumormasse, etwa ein Drittel von ihnen mit kompletter Remission (CR) (9).

Die 5-Jahres-OS-Rate (2) der gesamten Patientenpopulation lag bei 41% (95%-KI: 31-51%), die 5-Jahres-PFS-Rate bei 22% (95%-KI: 13-31%).Von den 34 Patienten mit einer CR blieben 13 mehr als 5 Jahre in Remission – 9 von ihnen ohne jede weitere Behandlung; diese 13 CR-Patienten können als geheilt betrachtet werden (2). „Ein erfreuliches Ergebnis angesichts der historischen Daten“, so das Fazit von Böll.


Mit freundlicher Unterstützung von Takeda Pharma Vertrieb GmbH & Co. KG


Das Factsheet finden Sie unter www.takeda-onkologie.de.
(as)
Satelliten-Symposium „Die Bedeutung von Langzeitdaten in der Ära neuer Therapiemöglichkeiten beim Hodgkin Lymphom“, DGHO, 30.09.2017, Stuttgart; Veranstalter: Takeda Oncology
Literatur:

(1) Moskowitz CH et al. Lancet 2015;385:1853-62.
(2) Chen R et al. Blood 2016;128(12):1562-66.
(3) Linch DC et al. Lancet; 1993;341(8852): 1051-54.
(4) Schmitz N et al. Lancet; 2002;359(9323): 2065-71.
(5) Josting A et al. J Clin Oncol. 2010;28(34): 5074-80.
(6) Böll B et al. J Clin Oncol 2013;31:4431-37.
(7) Arai S et al. Leuk Lymphoma 2013:54:2531-33.
(8) Broeckelmann PJ et al. Ann Oncol 2017;28:1352-58.
(9) Younes A et al. J Clin Oncol 2012;30:2183-89.
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