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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel
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03. August 2015

Cetuximab für erfolgreiche Therapiestrategie bei Kopf-Hals-Tumoren immer wichtiger

Zur Behandlung von Plattenepithelkarzinomen des Kopf-Hals-Bereichs stehen verschiedene Therapieoptionen zur Verfügung. Diese umfassen die chirurgische Resektion, Radiotherapie, Chemotherapie sowie eine zielgerichtete Therapie mit Cetuximab (Erbitux®), wobei v.a. bei fortgeschrittenen Tumorstadien häufig auch Kombinationen dieser Behandlungsmöglichkeiten zum Einsatz kommen. Die Wahl der jeweiligen Therapie ist vom Stadium und der Lokalisation des Tumors, sowie vom Allgemeinzustand des Patienten abhängig, erklärte Prof. Oliver Kölbl, Regensburg, im Rahmen eines Symposiums auf der 21. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Radioonkologie (DEGRO) in Hamburg.

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„Bei Kopf-Hals-Tumoren ist eine primäre Radiochemotherapie normalerweise immer die erste Wahl“, sagte Prof. Jürgen Dunst, Kiel. Unter dieser aggressiven Behandlung kommt es z.T. zu erheblichen Nebenwirkungen (z.B. Grad-3/4-Mukositis). Eine schonendere Alternative zur Radiochemotherapie ist die Kombination der Bestrahlung mit dem Anti-EGFR-Antikörper Cetuximab. „Die Wirksamkeit ist mit der von Cisplatin vergleichbar, doch die Therapie ist für den Patienten verträglicher“, so Dunst. Es konnte u.a. gezeigt werden, dass die langfristige Schluckfunktion unter Radiatio plus Cetuximab weniger beeinflusst wird als unter einer Radiochemotherapie. „Die Bedeutung von Cetuximab in der multimodalen Therapie der Kopf-Hals-Tumore wird noch zunehmen“, sagte Dunst. So gebe es bereits vielversprechende Daten zu einer Re-Radiatio plus Cetuximab im Rezidiv/Progress.

Auch in der palliativen Therapie von Kopf-Hals-Tumoren wird Cetuximab eingesetzt, wie Dr. Dennis Hahn, Stuttgart, ausführte. In Kombination mit einer Platin-haltigen Chemotherapie konnte es in der EXTREME-Studie Ansprechrate und medianes Gesamtüberleben signifikant verbessern (1). Momentan wird in einer nicht-interventionellen Studie (SOCCER) die Lebensqualität unter einer Cetuximab-Erhaltungstherapie untersucht.

Die bedeutendste Nebenwirkung unter einer Anti-EGFR-Therapie sind Hauttoxizitäten, erklärte Dr. Karin Potthoff, Heidelberg. So entwickeln etwa 90% der Patienten ein akneiformes Exanthem. Im späteren Verlauf treten oft Xerosis cutis, Pruritus, Paronychien und Fissuren bzw. Rhagaden auf. Diese Nebenwirkungen sind teils psychisch, teils wegen der Schmerzen so belastend, dass sie in der Vergangenheit oft zu Therapieunterbrechungen oder gar -abbrüchen geführt haben. Mittlerweile könne man diese Nebenwirkungen aber gut handhaben, so Potthoff. Beispielsweise führe eine orale Antibiose zum raschen Rückgang der Hautreaktionen. In vielen Fällen könne deren Gabe auch bereits prophylaktisch erfolgen und auf diese Weise das Auftreten der Nebenwirkung verhindern oder die Erscheinungsform abmildern. Des Weiteren habe sich die prophylaktische Verwendung von Vitamin-K-Creme als wirksam erwiesen, erklärte Potthoff. Darunter traten keine Grad-3/4-Exantheme auf. Bei Fissuren/Rhagaden könne man einen Gewebekleber verwenden, der gerade in einer Studie evaluiert wird. Ihr Resümee: Ein erfolgreiches Nebenwirkungs-Management kutaner unerwünschter Ereignisse unter Anti-EGFR-Therapie ist enorm wichtig für den Erfolg der Therapie.

(sk)
Satellitensymposium „Kopf-Hals-Tumore: Behandlungsrealitäten und Herausforderungen“, DEGRO 2015, 26.06.2015, Hamburg; Veranstalter: Merck Serono
Literatur:

(1) Vermorken JB et al. N Engl J Med 2008; 359: 1116-27.

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