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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel
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05. April 2012

DKK 2012

Cabazitaxel im klinischen Alltag beim Prostatakarzinom erfolgreich

Laut einer aktuellen Schätzung des Robert Koch-Instituts wird für das Jahr 2012 beim Prostatakarzinom mit knapp 490.000 Neuerkrankungen gerechnet; das Prostatakarzinom ist nach wie vor die häufigste Krebserkrankung bei Männern und die dritthäufigste Krebstodesursache nach Lungen- und Darmkrebs. Cabazitaxel ist ein neuartiges Taxan, das auch auf Docetaxel-resistente Zelllinien wirkt. Damit steht eine wichtige Therapieoption für Patienten mit metastasiertem kastrationsresistenten Prostatakarzinom (mCRPC) nach Docetaxel-Versagen zur Verfügung. Cabacitaxel führt zu einem signifikanten Überlebensvorteil (1) und lässt sich in der klinischen Anwendung hinsichtlich der Nebenwirkungen gut anwenden, so Dr. Bernhard Heinrich, Augsburg.
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„Wir haben in unserer Praxis mittlerweile elf Patienten mit metastasiertem kastrationsresistenten Prostatakarzinom mit Cabazitaxel behandelt und gute Erfahrungen mit der Substanz gemacht“, so Heinrich. Fast alle Patienten sind über 70 Jahre alt und wurden bereits u.a. mit Docetaxel vorbehandelt. Alle elf Patienten profitierten von der Behandlung mit Cabazitaxel. Weder das Alter noch die intensive Vorbehandlung sprechen laut Heinrich gegen den Einsatz von Cabazitaxel, auch eine eingeschränkte Nierenfunktion ist keine Kontraindikation. „Wir haben alle unsere Patienten mit der vollen Cabazitaxel-Dosis plus Prämedikation behandelt.“ Als sinnvolle prophylaktische Maßnahme nannte er die Gabe von G-CSF bei Patienten mit zwei oder mehr Vortherapien. „Wir geben den Patienten fünf Injektionen im ersten Zyklus jeden zweiten Tag.“ Darüber hinaus empfiehlt Heinrich, den Patienten prophylaktisch ein Rezept für Loperamid und Ciprofloxacin mitzugeben, weil in seltenen Fällen Diarrhoen auftreten können.

„Mit diesem proaktiven Nebenwirkungsmanagement kommen unsere Patienten gut zurecht“, betonte Heinrich. „Wir überblicken jetzt 61 Therapiezyklen und haben lediglich in zwei Zyklen eine febrile Neutropenie beobachtet; in beiden Fällen hatten die Patienten die G-CSF-Injektion vergessen.“ Insgesamt haben alle elf Patienten die Behandlung mit Cabazitaxel gut vertragen. Sechs der elf Patienten sind nach 3-10 Monaten Therapie noch am Leben, bei allen konnte ein PSA-Ansprechen unter Cabazitaxel beobachtet werden. Bei sieben Patienten kam es zu einer deutlichen Schmerzreduktion. Die eigenen Erfahrungen, so Heinrich, stimmen mit den Daten aus dem „Compassionate Use Programm“ (CUP) überein, die letztes Jahr erstmals vorgestellt wurden (2). Auch im Rahmen des CUP lag die Nebenwirkungsrate und speziell die Neutropenierate deutlich niedriger als in der Zulassungsstudie TROPIC (3).

„Wir haben gelernt, mit Cabazitaxel im klinischen Alltag umzugehen“, sagte Heinrich. Dies sei wichtig, um den Patienten den vollen Nutzen der Behandlung zukommen zu lassen. „Die neuen Medikamente Cabazitaxel und Abirateron kommen bei der gleichen Patientenpoulation zum Einsatz, sprich beim mCRPC nach Docetaxel-Versagen“, so Heinrich abschließend, doch lässt sich eine grundlegende Entscheidungshilfe für den klinischen Alltag formulieren: Patienten, die ein schnelles Therapieansprechen benötigen sowie solche, die auf die Vortherapie mit Docetaxel gut angesprochen haben, profitieren von Cabazitaxel und sollten laut Heinrich mit Cabazitaxel behandelt werden.

ab

Literaturhinweise:
(1) de Bono et al. Lancet 2010, 376: 1147-54
(2) Heidenreich A et al. ECCO/ESMO 2011, #7044
(3) de Bono et al. J Clin Oncol (Meeting Abstracts) May 2010 vol. 28 no. 15_suppl 4508

Satellitensymposium „Moderne Chemotherapie des metastasierten Prostatakarzinoms – Anspruch und Realität“, 24.02.2012, DKK 2012, Berlin, Veranstalter: Sanofi aventis
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