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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel
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20. April 2011

Cabazitaxel (Jevtana®) in der EU zur Zweitlinientherapie des metastasierten hormonrefraktären Prostatakarzinoms zugelassen

Sanofi Aventis hat am 20.03.2011 in der EU die Zulassung für Jevtana® (Cabazitaxel) in Kombination mit Prednison/Prednisolon für die Therapie von Patienten mit metastasiertem hormonrefraktärem Prostatakarzinom (mHRPC), die zuvor mit einem Doxetaxel-haltigen Regime behandelt worden sind, erhalten. Damit ist Jevtana® die erste zugelassene Substanz, die das Gesamtüberleben von Patienten mit mHRPC, die unter Docetaxel progredient sind, signifikant verlängert.
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In der zulassungsrelevanten, multizentrischen, randomisierten Phase-III-Studie TROPIC kam es unter Cabazitaxel (Jevtana®) zu einer statistisch signifikanten und klinisch relevanten Verlängerung des primären Endpunktes, dem Gesamtüberleben, im Vergleich zu Mitoxantron. Das mediane Gesamtüberleben lag im Cabazitaxel-Arm bei 15,1 Monaten im Vergleich zu 12,7 Monaten im Mitoxantron-Arm (HR 0,70; 95% CI: 0,59-0,83, p<00001). Dies entspricht einer 30%igen Reduktion des Mortalitätsrisikos. Außerdem war eine signifikante Verlängerung des progressionsfreien Überlebens (PFS; sekundärer Endpunkt) unter Cabazitaxel zu beobachten (2,8 Monate vs. 1,4 Monate im Mitoxantron-Arm; HR 0,74; CI: 0,64-0,86; p<0,00001). Eine Krankheitskontrolle (CR + PR + SD) wurde bei 61,7% in der Cabazitaxel-Gruppe im Vergleich zu 47,5% in der Mitoxantron-Gruppe erzielt.

In die TROPIC-Studie waren 755 Patienten aus 146 Zentren und 26 Ländern eingeschlossen, die zuvor mit einem Docetaxel-haltigen Regime behandelt worden waren. Es handelte sich um stark vorbehandelte Patienten mit weit fortgeschrittener Erkrankung. Einschlusskriterien waren eine Krankheitsprogression nach RECIST bei Patienten mit messbarer Erkrankung (mindestens eine viszerale oder eine Weichteilmetastase) oder ein Anstieg des PSA-Wertes unter Docetaxel-Therapie bei Patienten ohne messbare Erkrankung oder das Auftreten einer neuen Läsion. Bei etwa 30% der Patienten war eine Krankheitsprogression während der letzten Docetaxel-Therapie aufgetreten, bei mehr als 40% innerhalb von 3 Monaten nach der letzten Behandlung mit Docetaxel. Etwa die Hälfte der Patienten wiesen Metastasen auf, von ihnen hatten ca. 25% viszerale Metastasen und damit eine besonders schlechte Prognose.

Alle Patienten erhielten täglich 10 mg Prednison oral und randomisiert 12 mg/m2 Mitoxantron i.v. oder 25 mg/m2 Cabazitaxel i.v. alle 3 Wochen. Die häufigsten relevanten Therapie-assoziierten Nebenwirkungen mit Cabazitaxel waren hämatologischer Art (Grad 3/4: Neutropenie (81,7%); febrile Neutropenie (7,5%); Anämie (10,5%)). Dies erfordere ein proaktives Nebenwirkungsmanagement, sagte Prof. S. Oudard, Paris, auf einer Pressekonferenz während des EAU-Kongresses in Wien. Die häufigsten unerwünschten nicht-hämatologischen Ereignisse von Grad 3/4 waren Durchfall (6,2%), Übelkeit (1,9%) und Erbrechen (1,9%). Oudard wies darauf hin, dass hingegen eine periphere Neuropathie, wie sie unter Docetaxel häufig vorkommt, unter Cabazitaxel mit 14% selten beobachtet wurde.

Obwohl die Nebenwirkungsrate unter Cabazitaxel höher war, erhielten mehr Patienten in der Cabazitaxel-Gruppe die geplante Dosis als Patienten in der Mitoxantron-Gruppe (90% vs. 81%). Im Median konnten auch mehr Zyklen Cabazitaxel als Mitoxantron verabreicht werden (6 vs. 4). Die häufigste Ursache für einen Therapieabbruch war in beiden Gruppen die Krankheitsprogression.

Während der Studie waren 74,1% (n=275) im Mito-xantron-Arm und 61,2% (n=227) der Patienten im Cabazitaxel-Arm gestorben, davon aufgrund von Nebenwirkungen 1,9% (n=7) im Mitoxantron- und 4,9% (n=18) im Cabacitaxel-Arm. Kein weiterer Todesfall aufgrund einer Neutropenie war aufgetreten nachdem ein striktes Befolgen des Protokolls bezüglich Dosisreduktion und -modifikation sowie die Behandlung der Neutropenie nach den ASCO-Guidelines empfohlen wurde.

Prof. J. de Bono betonte während eines Symposiums im Rahmen des EAU-Kongresses, dass Cabazitaxel insgesamt ein gut kontrollierbares Sicherheitsprofil hat, die Therapie mit Cabzitaxel aber in die Hände erfahrener Onkologen oder Urologen gehört und die aktuellen Guidelines beachtet werden müssen. Dazu gehören die prophylaktische Gabe von Wachstumsfaktoren und die Behandlung der Diarrhoe.

Prof. A. Heidenreich fasste zusammen: „Die Therapie des Prostatakarzinoms muss ein multidisziplinärer Ansatz sein, in dem der Patient im Mittelpunkt steht. Patienten mit einem hohen Risiko sollten früh eine Erstlinienchemotherapie erhalten. Cabazitaxel bietet einen klinisch bedeutenden Überlebensvorteil für Patienten mit metastasiertem hormonrefraktärem Prostatakarzinom, die vorher mit Docetaxel behandelt worden sind.“


sanofi-aventis Pressekonferenz im Rahmen des EAU-Kongresses: „Could a multidisciplinary approach to treating advanced prostate cancer offer more time for thousands of men across Europe?“

Satellitensymposium: Cabazitaxel: „The evolving therapeutic landscape in multidisciplinary prostate cancer care“

26th Annual EAU (European Association of Urology) Congress Vienna 2011, Wien, 20.3.2011
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