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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel
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13. Oktober 2015

Chronische myeloische Leukämie: Tiefe molekulare Remission entscheidet Therapiefreiheit

Nach 3 Monaten ist bei CML-Patienten ein schnelles und tiefes molekulares Ansprechen (MR) ein entscheidender Faktor für den Therapieerfolg (1, 2). Denn bei stabiler MR4* oder MR4,5** kann eine Tyrosinkinase-Inhibitor(TKI)-Therapie im Rahmen kontrollierter Studien abgesetzt werden.

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Für das Monitoring des MR und damit auch für die Teilnahme an Absetzstudien ist eine Standardisierung der Labordiagnostik von entscheidender Bedeutung. Darüber waren sich die Experten eines Laborworkshops in Leipzig einig.

Hintergrund für die zunehmende Relevanz einer Standardisierung sind die Fortschritte in der CML-Therapie. So zeigten sich bei der Erstlinientherapie TKI der zweiten Generation wie Nilotinib (Tasigna®) den TKI der ersten Generation wie Imatinib bei Remissionstiefe, klinischer Wirksamkeit und Verträglichkeit deutlich überlegen (3-5).

Da inzwischen bei immer mehr Patienten hohe MR-Raten erreichbar sind, könne jetzt die behandlungsfreie Remission als potenzielles Therapieziel angesehen werden, erläuterte Prof. Thoralf Lange, Leipzig und Weißenfels.

Um Prognose und Therapieansprechen überprüfen zu können, aber auch um Rezidiv oder Therapieresistenz zeitnah zu erkennen, sind aber frühe und regelmäßige molekulare Verlaufskontrollen unerlässlich.

Eine frühe und möglichst tiefe MR als Nachweis für das Ansprechen auf eine TKI-Therapie ist bei CML prognostisch relevant. Dies erfordert sensitive und zuverlässige Methoden zur molekularen Diagnostik und Verlaufskontrolle, so Dr. Georg-Nikolaus Franke, Leipzig. Als derzeit sensitivste diagnostische Methode bezeichnete Franke die Identifizierung und quantitative Bestimmung der BCR-ABL-Fusionstranskripte mittels quantitativer Realtime-Polymerase-Kettenreaktion (qRT-PCR). Sie macht eine Untersuchung in Messbereichen weit unterhalb des kompletten hämatologischen und zytogenetischen Ansprechens möglich.

Für die Beurteilung des Therapieverlaufs in der CML-Therapie ist die Harmonisierung von Nachweismethoden und Laborberichten sowie die Standardisierung der molekularen Verlaufskontrolle wichtig, um Quantifizierungsanalysen und Befunde verschiedener Labore vergleichbar zu machen. Nach Franke sollten solche Messungen deshalb immer in validierten Laboren erfolgen.

Das molekularbiologische Labor der Abteilung für Hämatologie und Internistische Onkologie am Universitätsklinikum Leipzig (Leitung Prof. Dietger Niederwieser) ist auf die Diagnosestellung und Verlaufsbeurteilung der CML und weiterer Leukämien mit genetischen Variationen spezialisiert.


* Molecular Response ≤ 0,01% BCR-ABL (International Scale IS).
** Molecular Response ≤ 0,0032% BCR-ABL (International Scale IS).

 

Jürgen W. Setton
Laborworkshop zur chronischen myeloischen Leukämie (CML), 10.09.2015, Universitätsklinikum Leipzig; Veranstalter: Novartis Oncology
Literatur:

(1) Marin D et al. J Clin Oncol 2012; 30:232-238.
(2) Baccarani M et al. Blood 2013; 122:872-884.
(3) Saglio G et al. Blood 2013; 122: Abstract 92.
(4) Hughes TP et al. Blood 2014; 123:1353-1360.
(5) Hanfstein B et al. Leukemia 2014; 28:1988-1992.

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