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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel
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09. Februar 2017

CML: Verträglichkeit der TKI-Therapie durch Dosisreduktion optimieren

Aus der britischen DESTINY-Studie gibt es Hinweise darauf, dass ein Großteil der Patienten mit chronischer myeloischer Leukämie (CML) die Dosis ihres Tyrosinkinase-Inhibitors (TKI) zu Gunsten einer besseren Verträglichkeit reduzieren kann, ohne dass dadurch ein Rezidiv zu befürchten ist.
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In Studien ist bereits belegt, dass CML-Patienten, die auf einen modernen TKI dauerhaft mit einer tiefen molekularen Remission mit Reduktion des BCR-ABL-Werts um 4 Logstufen (MR4; BCR-ABL < 0,01%) ansprechen, die Therapie beenden können, erinnerte Mhairi Copland, Glasgow. Unklar ist jedoch bislang, ob dies auch für Patienten mit einer MR3 gilt und ob in dieser Gruppe zumindest eine Reduktion der TKI-Dosis möglich ist, um Nebenwirkungen der Therapie zu minimieren. In der DESTINY(De-Escalation and Stopping Treatment of Imantinib, Nilotinib or sprYcel)-Studie wurde daher geprüft, inwieweit auch Patienten mit MR3 ihre TKI-Dosis ohne Rückfallgefahr halbieren können (1). Die Studie umfasste 174 Patienten in stabiler MR4 oder MR3, bei denen Imatinib auf 200 mg, Nilotinib auf 2x 200 mg und Dasatinib auf 50 mg täglich reduziert wurde.


Rezidive sind auch bei MR3-Patienten selten

Bei 93% der Teilnehmer rezidivierte die Leukämie innerhalb des ersten Studienjahres nicht, betonte Copland. Zudem berichteten zahlreiche Patienten in den ersten 3 Monaten über eine deutliche Abnahme TKI-bedingter Nebenwirkungen wie Diarrhoe, Rash, Übelkeit und Ödeme. Insgesamt traten zwischen dem 2. und 12. Monat der Deeskalation 12 molekulare Rezidive (Verlust der MR3 bei 2 konsekutiven Messungen) auf. Nicht unerwartet waren diese Rückfälle in der Gruppe von Patienten in initialer MR4 seltener als bei Patienten, die bei Studienbeginn in MR3 waren (2,4% vs. 18,4%; p<0,001). Bis zum Rückfall verstrichen in der ersten Gruppe median 8,7 Monate, in der MR3-Gruppe median 4,4 Monate.

Copland wies darauf hin, dass durch die Verdopplung der TKI-Dosis bei den 12 rezidivierten Patienten nach 4-monatiger Therapie erneut eine MR3 induziert werden konnte. Sie wertete die Deeskalation der TKI-Therapie bei Patienten in anhaltender MR3 daher als sicher und für Patienten wegen der besseren Verträglichkeit als angenehm. Zudem konnten die Medikamentenkosten dank dieser Strategie nahezu halbiert werden. Zur Verifizierung der DESTINY-Daten seien jetzt weitere Deeskalierungs-Studien erforderlich.
(ka)
Literatur:
(1) Clark RE et al. #938, presented at ASH 2016.
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