Dienstag, 25. Juli 2017
Benutzername
Passwort
Registrieren
Passwort vergessen?

Home
e-journal
Der Aktuelle Fall
CME online
News
Gesundheitspolitik
Fachgesellschaften
Therapiealgorithmen
Videos
Veranstaltungen
Broschüren


Suche
Archiv
Buchbestellung
Newsletter
Probe-Abo
Impressum


journalmed.de


Anzeige:
 
 
Anzeige:
 
 

JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel
Zurück
Zurück
E-Mail
Email
Drucken
Drucken
Zum Bewerten bitte anmelden!
06. Dezember 2016

CLL: Venetoclax induziert hohe Ansprechraten bei Hochrisiko-Patienten

Patienten mit Chronischer Lymphatischer Leukämie (CLL) und einem hohen Progressionsrisiko standen bisher nur unzureichend Therapieoptionen zur Verfügung. Bei einem Satellitensymposium von AbbVie im Rahmen des DGHO in Leipzig führten Experten die Fülle der neuen Optionen in der Behandlung der Hochrisiko-CLL auf.
Anzeige:
 
 
Molekulargenetisch sind ein komplexer Karyotyp, eine Deletion 17p13 und die Mutation im TP53-Gen mit einem schlechteren Outcome vergesellschaftet. Laut CLL-IPI-Kriterien werden Patienten entsprechend des TP53-Status, des IGHV-Mutationsstatus, der β2-Mikroglobulin-Konzentration, dem klinischen Stadium und dem Alter in prognostische Gruppen eingeteilt (1).

Die aktualisierten Leitlinien der DGHO empfehlen in der Erst- und Zweitlinienbehandlung bei Patienten mit del(17p13) oder TP53-Mutation bzw. fehlendem Ansprechen auf die Erstlinientherapie oder frühem Rezidiv die Therapie mit Ibrutinib oder Idelalisib plus Rituximab (2). In einer internationalen Phase-II-Studie (NCT01889186) wurde mit der selektiven BCL-2-Rezeptor-Blockade durch Venetoclax ein Ansprechen bei 79,4% von 107 rezidivierten Patienten laut Prüfärzten bzw. 73,8% laut unabhängigem Bewertungsgremium induziert (3). 10,3% der Patienten erreichten ein tiefes Ansprechen, darunter 7,5% mit kompletter Remission (CR) oder CR mit unvollständiger Erholung des Knochenmarks (CRi).

Das Ansprechen erfolgte schnell mit einer medianen Zeit bis zum ersten Ansprechen von 0,8 Monaten und einer medianen Zeit bis zur kompletten Remission von 8,2 Monaten. Von 45 daraufhin getesteten Patienten wiesen 18 Patienten (40%) MRD-Negativität im peripheren Blut auf. Auch bei Patienten, die refraktär gegenüber Ibrutinib und Idelalisib waren, zeigte sich Venetoclax in der Phase-II-Studie M14-032 als effektiv. Ein Ansprechen erreichten laut unabhängiger Bewertung 70% bzw. 48% der refraktären Patienten (4).

Da im Laufe der Erkrankung eine Zunahme von TP53 und del(17p) zu erwarten ist, empfiehlt die European Research Initiative on CLL (ERIC) vor jeder neuen Therapielinie die Abklärung des TP53-Status (5).
Dr. Ine Schmale (is)
Satellitensymposium „Hohes Risiko und hohe Erwartungen: Was bringt die zukünftige Therapie für CLL-Patienten mit Deletion von 17p?“, DGHO-Kongress, 14.10.2016, Leipzig; Veranstalter: AbbVie
Literatur:
(1) The International CLL-IPI working group. Lancet Oncol 2016; 17: 779-790.
(2) Wendtner CM et al. DGHO Leitlinien CLL, Update 2016, www.onkopedia.de
(3) Stilgenbauer S et al. Lancet Oncol 2016;17: 768-778.
(4) Coutre S et al. EHA 2016, Poster P599.
(5) Pospisilova S et al. Leukemia 2012;26:1458-61.
Zurück
Zurück
E-Mail
Email
Drucken
Drucken
Zum Bewerten bitte anmelden!
Anzeige:
 
 
Anzeige:
Zur Fachinformation
 
 
 
Themen
CML
CUP
NET
Nutzen Sie auch die Inhalte von journalmed.de, um sich zu Informieren.
Mediadaten
Hilfe
Copyright © 2014 rs media GmbH. All rights reserved.
Kontakt
Datenschutz
AGB
Fakten über Krebs
 
ASCO 2017