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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel
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07. Mai 2013

Brustkrebspatientinnen mit schlechter Prognose profitieren von nab-Paclitaxel

Auch Brustkrebspatientinnen mit einer schlechten Prognose können mit nab-Paclitaxel erfolgreich behandelt werden. Das zeigt eine retrospektive Analyse der zulassungsrelevanten internationalen Phase-III-Studie CA012 (Gradishar et al. 2005) und der vierarmigen randomisierten Phase-II-Studie CA024 (Gradishar et al. 2009), die auf dem SABCS 2012 vorgestellt wurde (1).

In die Phase-III-Studie CA012 wurden 454 Patientinnen mit metastasiertem Brustkrebs eingeschlossen, die randomisiert nab-Paclitaxel (260 mg/m2 alle drei Wochen) oder konventionelles Paclitaxel (in einer Dosis von 175 mg/m2 alle drei Wochen) überwiegend (> 80%) in der ersten oder zweiten Therapielinie erhalten hatten. Hier war unter nab-Paclitaxel die Gesamtansprechrate signifikant höher als unter konventionellem Paclitaxel (33% vs. 19%; p=0,001) und auch die Zeit bis zur Tumorprogression wurde signifikant verlängert (TTP: 23,0 vs. 16,9 Wochen; p=0,006).

In der Phase-II-Studie wurden Patientinnen in 2 Studienarmen mit nab-Paclitaxel in einer wöchentlichen Dosierung von 100 mg/m2 bzw. 150 mg/m2 (Tage 1, 8, 15 eines 28 Tage-Zyklus = qw 3/4) behandelt, Patientinnen der beiden anderen Arme erhielten alle drei Wochen 300 mg/m2 (qw 3) nab-Paclitaxel oder 100 mg/m2 (qw 3) Docetaxel.

Verlängertes Überleben unter nab-Paclitaxel

Das progressionsfreie Überleben (PFS) gegenüber Docetaxel war signifikant zu Gunsten von nab-Paclitaxel in der höheren wöchentlichen Dosierung verlängert (14,6 vs. 7,8 Monate; p=0,012). Es bestand außerdem ein sich fortsetzender Trend für ein längeres medianes Gesamtüberleben unter 150 mg/m2 qw 3/4 nab-Paclitaxel im Vergleich zum Docetaxel-Arm (33,8 vs. 26,6 Monate; HR=0,69); im Vergleich zur Gruppe mit der wöchentlichen Dosierung von 100 mg/m2 qw 3/4 war der Unterschied im Gesamtüberleben ebenfalls signifikant (22,2 Monate; p=0,008). Auch gegenüber der Gruppe, die 300 mg/m2 nab-Paclitaxel q3w erhielt (27,7 Monate), war das Gesamtüberleben unter nab-Paclitaxel 150 mg/m2 qw 3/4 signifikant verlängert.

In der in San Antonio vorgestellten Analyse waren Patientinnen aus beiden Studien mit vorrangig viszeralen Metastasen oder kurzem krankheitsfreien Überleben eingeschlossen, die in der Erstlinie behandelt wurden. Viszerale Metastasen und eine kurzes krankheitsfreies Intervall sind prädiktiv für eine schlechte Prognose von Patientinnen mit metastasiertem Brustkrebs.

Vorteil auch für Patientinnen mit ungünstiger Prognose

Auch für diese Patientinnen mit schlechter Prognose konnte für nab-Paclitaxel ein Behandlungsvorteil gezeigt werden: Die Gesamtansprechraten waren unter nab-Paclitaxel höher als unter konventionellem Paclitaxel und Docetaxel (Abb. 1). In der Phase-III-Studie war bei Patientinnen mit schlechter Prognose auch das PFS tendenziell verbessert (Patientinnen mit vorrangig viszeralen Metastasen: 5,6 Monate in der nab-Paclitaxel-Gruppe vs. 3,8 Monate; p=0,094; bzw. 5,0 vs. 3,5 Monate in der Gruppe mit kurzem krankheitsfreien Intervall; p=0,220).
 

Abb. 1: Gesamtansprechraten (ORR) bei Patienten mit negativen Prognose-Faktoren. Bei Patienten mit viszeral dominierten Metastasen oder kurzem krankheitsfreien Intervall (DFI) lagen die ORR höher unter nab-Paclitaxel gegenüber Paclitaxel oder Docetaxel; in der viszeral dominierten Subgruppe wurde in manchen Vergleichen statistische Signifikanz erreicht.
 

Außerdem war in der Phase-II-Studie das PFS der prognostisch ungünstigen Patientengruppe mit vorrangig viszeralen Metastasen unter nab-Paclitaxel 150 mg/m2 qw 3/4 signifikant im Vergleich zu Docetaxel verlängert (13,1 vs. 7,7 Monate; p=0,019).

Rückgang viszeraler Metastasen zeigt gutes Ansprechen

Des Weiteren konnte unter nab-Paclitaxel bei Patientinnen mit viszeraler Metastasierung eine größere Abnahme der mittleren maximalen Tumorlast im Vergleich zu konventionellem Paclitaxel und Docetaxel nachgewiesen werden (Abb. 2), was für die besondere Qualität des Ansprechens unter nab-Paclitaxel spricht.
 

Abb. 2: Durchschnittliche Tumorreduktion (in Prozent).
 

nab-Paclitaxel in höherer Dosierung schneidet am besten ab

Das Gesamtüberleben war tendenziell länger unter nab-Paclitaxel. Dabei wies diejenige Patientengruppe das längste Gesamtüberleben auf, die mit nab-Paclitaxel in der wöchentlichen Dosierung von 150 mg/m2 qw 3/4 behandelt wurde.

Damit konnte bei Patientinnen mit vorrangig viszeralen Metastasen und/oder einem kurzen krankheitsfreien Intervall ein klinisch relevanter Vorteil für nab-Paclitaxel nachgewiesen werden, so die Schlussfolgerung der Autoren.

as

Literaturhinweis:

(1) O’Shaughnessy J, et al. SABCS 2012, Poster P1-12-07

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