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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel
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07. November 2016

NSCLC

„Boehringer Ingelheim-Onkologie-Pipeline ist gut gefüllt“

Interview mit Dr. Jörg Barth, Ingelheim am Rhein.

Mit Afatinib und Nintedanib sind mittlerweile zwei Präparate aus der Onkologie-Pipeline von Boehringer Ingelheim für Patienten mit bestimmten Subtypen des nicht-kleinzelligen Lungenkarzinoms (NSCLC) in der Erst- bzw. Zweitlinientherapie zugelassen. Dr. Jörg Barth, Corporate Senior Vice President, Therapy Area Head Oncology, Boehringer Ingelheim, Ingelheim am Rhein, erläutert, an welchen weiteren Projekten derzeit geforscht wird.
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Dr. Jörg Barth
JOURNAL ONKOLOGIE: Herr Dr. Barth, Boehringer Ingelheim erforscht und entwickelt seit einiger Zeit neue Medikamente für die Krebs- und insbesondere für die Lungenkrebstherapie. Welche Gründe hat Ihr Unternehmen für dieses starke Engagement?

Barth:
Das Engagement in der Krebsforschung ergibt sich aus dem Leitbild unseres Unternehmens: „Werte schaffen durch Innovation“. Ziel von Boehringer Ingelheim ist es, innovative Arzneimittel zu erforschen und bis zur Marktreife zu entwickeln. Dabei suchen wir nach neuen Wirkstoffen für Erkrankungen, die nicht oder nur schlecht behandelt werden können, oder deren bisherige Therapien viele Nebenwirkungen haben. Dies trifft auf Lungenkrebs und seine Therapien nach wie vor zu. Wir sind daher sehr stolz auf die Erfolge, die wir in relativ kurzer Zeit mit den Medikamenten Afatinib (Giotrif®) und Nintedanib (Vargatef®) im Hinblick auf die Prognose von NSCLC-Patienten erreichen konnten.


JOURNAL ONKOLOGIE: Welche Produkte für die Krebstherapie befinden sich zurzeit in der Pipeline?

Barth:
Die Onkologie-Pipeline von Boehringer Ingelheim ist mit einer breiten Palette an Wirkstoffen sowohl zur Behandlung solider Tumoren als auch von malignen hämatologischen Erkrankungen gut gefüllt. Derzeit befinden sich über 10 Substanzen in der klinischen Prüfung, wobei es einen starken Fokus auf Therapieoptionen für Patienten mit Lungenkrebs gibt. Wir verfolgen einerseits immunonkologische Therapieansätze, andererseits aber auch zielgerichtete Ansätze, die neu identifizierte Targets adressieren. Bei diesen Forschungsbemühungen leitet uns die Überzeugung, dass das Feld der oral verfügbaren zielgerichteten Therapien, die sich zudem bislang durch ein handhabbares Toxizitätsprofil auszeichnen, noch lange nicht ausgeschöpft ist.


JOURNAL ONKOLOGIE: Auf dem Jahreskongress der European Society for Medical Oncology (ESMO) wurden Daten zu Afatinib aus der Studie LUX-Lung 7 vorgestellt. Wie bewerten Sie diese Daten?

Barth:
Für Afatinib konnte in dieser Studie bestätigt werden, dass der irreversible ErbB-Familiy-Blocker das progressionsfreie Überleben von Patienten mit fortgeschrittenem NSCLC und häufigen EGFR-Mutationen gegenüber Gefitinib signifikant verbessert. Unter Afatinib wurden zudem eine höhere Gesamtansprechrate und eine längere Zeit bis zum Therapieversagen beobachtet. Ergänzend konnte belegt werden, dass dieser Behandlungserfolg im Vergleich zu Gefitinib bei vergleichbarer Lebensqualität und gleich niedriger Therapieabbruchrate erreicht wurde. Der Erhalt der Lebensqualität bei gleichzeitig guter Symptomreduktion ist für Lungenkrebspatienten ausgesprochen wichtig. Wir sind sehr froh, dass mit Afatinib eine Substanz zugelassen ist, mit der dieses Ziel erreicht werden kann. Darüber hinaus hat sich in der LUX-Lung 7-Studie unter Afatinib im Vergleich zu Gefitinib ein statistisch nicht signifikanter Trend zur Verlängerung des Gesamtüberlebens um 3,4 Monate gezeigt. Dieser Trend war unabhängig vom Mutationstyp bei häufigen EGFR-Mutationen konsistent, aber auch unabhängig vom Geschlecht, Alter, Performance-Status und der geografischen Herkunft der Patienten, dem Vorliegen von Hirnmetastasen sowie dem Raucherstatus.


JOURNAL ONKOLOGIE: Wie könnten sich die Überlebenszeiten für Patienten mit Adenokarzinomen der Lunge in den nächsten 5-10 Jahren Ihrer Ansicht nach verändern?

Barth:
Für einzelne Untergruppen dürften sich deutliche Verbesserungen der Prognose ergeben, insbesondere für Patienten, deren Tumoren EGFR-Mutationen aufweisen. Vermutlich sind in 5-10 Jahren auch die ersten Therapien für Mutationen auf dem Markt, die heute noch gar nicht adressiert werden können. Einen deutlichen Nutzen im Hinblick auf das langfristige Überleben könnte vor allem durch neue Kombinationstherapien mit zielgerichteten Wirkstoffen sowie zielgerichtete Therapien und Immuntherapien erreicht werden.


Vielen Dank für das Gespräch!


Mit freundlicher Unterstützung der Boehringer Ingelheim AG


Das Interview führte Dr. Silke Wedekind
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