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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel
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21. November 2011

Bevacizumab plus Interferon: Effektive und verträgliche Firstline-Therapie beim fortgeschrittenen RCC

Die Kombination aus Bevacizumab (Avastin®) und Interferon--2a (IFN) hat sich aufgrund guter Verträglichkeit und hoher Wirksamkeit als Erstlinientherapie von Patienten mit fortgeschrittenem klarzelligen Nierenzellkarzinom (RCC) bei niedrigem bis intermediärem Risiko bewährt. Etwa 70% aller Patienten in dieser Indikation benötigen eine oder mehrere Folgetherapien. Um das aktuell verfügbare therapeutische Potential maximal ausnutzen zu können, sollte die weitere Therapieabfolge bereits bei der Wahl der Erstlinientherapie bedacht werden. „Der Behandlungsbeginn mit Bevacizumab/IFN erlaubt den anschließenden Einsatz aller Substanzklassen, so dass bei einer Sequenztherapie über mehrere Linien alle Optionen ausgeschöpft werden können“, erläuterte Prof. Dr. Christian Doehn, Lübeck, auf einer Veranstaltung* im Rahmen des 63. Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Urologie (DGU).
Derzeit sind drei Behandlungsoptionen für die Erstlinientherapie beim fortgeschrittenen RCC bei niedrigem und mittlerem Risiko zugelassen: Neben den Tyrosinkinase-Inhibitoren (TKI) Pazopanib und Sunitinib erwies sich die Kombination aus Bevacizumab und IFN als hochwirksam und verträglich. Die Zulassung von Bevacizumab/IFN in der Firstline basiert auf der Plazebo-kontrollierten, randomisierten Phase-III-Studie AVOREN [1]. In dieser Studie verlängerte die Zugabe von Bevacizumab (10 mg/kg KG alle 2 Wochen) zur alleinigen IFN-Gabe (9 Mio. IE) das mediane progressionsfreie Überleben (PFS) signifikant von 5,5 Monaten auf 10,4 Monate (p<0,0001) [1, 2]. Die Gesamtansprechrate stieg von 13% auf 31% (p=0,0001).

Verbesserte Verträglichkeit bei konstanter Wirkung

Das Nebenwirkungsprofil von Bevacizumab/IFN erwies sich in klinischen Studien als gut kontrollierbar. Die wesentlichen Nebenwirkungen der Therapie, wie Fatigue, Asthenie und Neutropenie, waren überwiegend auf die IFN-Gabe zurückzuführen. Eine retrospektive Subgruppenanalyse der AVOREN-Studie [3, 4] ergab, dass eine Reduktion der IFN-Dosis von 9 Mio. IE auf 6 Mio. IE oder 3 Mio. IE 3x wöchentlich bei konstanter Bevacizumab-Dosis die IFN-bedingten Toxizitäten deutlich vermindern konnte (Abb. 1). Die Wirksamkeit der Therapie blieb dabei vollständig erhalten. Auf dem ASCO 2011 wurde eine erste Zwischenanalyse der einarmigen Phase-II-Studie BEVLiN vorgestellt, die die Effektivität (PFS im BEVLiN-Kollektiv 14,8 Monate) und die verbesserte Verträglichkeit einer Kombinationstherapie aus Bevacizumab und niedrig dosiertem IFN prospektiv belegte [5].

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Abb.1: Retrospektive Subgruppenanalyse der AVOREN-Daten: IFN-bedingte Nebenwirkungen (Grad 3/4) [nach 4].

Patientenindividuelle Therapiewahl

Alle drei in der Erstlinie bei gutem bis mittlerem Risiko zugelassenen Substanzen zeigten in Studien mit einem PFS über 10 Monate eine vergleichbare Wirksamkeit. Daher sollte bei der Therapiewahl neben der Effektivität auch auf patientenindividuelle Faktoren sowie die Nebenwirkungsprofile der einzelnen Substanzen geachtet werden. So erklärte Prof. Doehn, dass der Einsatz von Bevacizumab/IFN vor allem bei Patienten mit pulmonalen Metastasen, oder auch bei Patienten, bei denen eine lange Therapiedauer über mehrere Therapielinien angezeigt ist, vorteilhaft sei. Denn durch einen Sequenzbeginn mit Bevacizumab/IFN ist der nachfolgende Einsatz aller Substanzklassen möglich. „Ein Verzicht auf den Firstline-Einsatz von Bevacizumab/IFN bedeutet dagegen auf Grund der aktuellen Zulassungssituation den Verzicht auf eine wirksame Therapieoption“, so Prof. Doehn. Des Weiteren kann das Ausschlussprinzip bei der Therapiewahl herangezogen werden: Da die TKI die Auswurfleistung des Herzens einschränken können, sollten Patienten mit Herzinsuffizienz bevorzugt mit Bevacizumab/IFN behandelt werden. Gleiches gilt auch für Patienten, die auf eine Gehhilfe angewiesen sind, da ein TKI-bedingtes Hand-Fuß-Syndrom bei diesem Kollektiv zu Immobilität führen kann.

sr

Literatur:
1. Escudier B et al. Lancet 2007; 370: 2103-2111
2. Escudier B et al. J Clin Oncol 2009; 27 (Suppl): #5020
3. Escudier B et al. J Clin Oncol 2010; 28: 2144-2150
4. Melichar B et al. Ann Oncol 2008; 8: 1470-1476
5. Melichar B et al. J Clin Oncol 2011; 29 (Suppl): Abstract 4546

*Meet-the-Expert Avastin RCC anlässlich des 63. Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Urologie, am 15.09.2011, Hamburg.

Mit freundlicher Unterstützung der Roche Pharma AG
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