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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel
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11. Dezember 2013

Fortgeschrittenes Ovarialkarzinom

Bevacizumab first-line verlängert das Platin-freie Intervall

Bevacizumab (Avastin®) ist seit Dezember 2011 für die first-line-Therapie des fortgeschrittenen Ovarialkarzinoms zugelassen. Patientinnen, die Bevacizumab in Kombination mit Carboplatin/Paclitaxel und anschließend kontinuierlich als Monotherapie erhalten, leben im Median 6,2 Monate länger ohne Tumorprogression (1). Zusätzlich profitieren die Patientinnen von einem nahezu verdoppelten Platin-freien Intervall - ein wichtiger Vorteil für die Prognose der betroffenen Frauen (2).

Der VEGF-Antikörper Bevacizumab ist die erste und bislang einzige zielgerichtete Substanz, die für die first-line-Therapie des fortgeschrittenen epithelialen Ovarialkarzinoms in den FIGO-Stadien IIIB-IV zugelassen ist. Bevacizumab (15 mg/kg KG) wird alle drei Wochen initial zur Chemotherapie aus Carboplatin und Paclitaxel sowie anschließend als Monotherapie über insgesamt 15 Monate verabreicht (3). In der zulassungsrelevanten Phase-III-Studie GOG-0218 war das first-line-Therapie-Regime mit Bevacizumab der alleinigen Chemotherapie signifikant überlegen: Die frühe und kontinuierliche first-line-Therapie mit Bevacizumab verlängerte das progressionsfreie Überleben der Patientinnen signifikant um 6,2 Monate von 12,0 auf 18,2 Monate. Das entspricht einer Reduktion des Risikos für ein Fortschreiten der Erkrankung um über 35% (HR: 0,644; p<0,0001) (1). Bevacizumab erwies sich zudem als sicher und gut verträglich: Das Sicherheitsprofil entsprach insgesamt dem vorausgegangener zulassungsrelevanter Studien mit Bevacizumab (3, 4).
 

Prof. Dr. Uwe Wagner, Leiter des Zentrums für Gynäkologische Onkologie (ZgynO), Universitätsklinikum Gießen und Marburg.

Bevacizumab first-line keiner Patientin vorenthalten

Bevacizumab in Kombination mit Carboplatin und Paclitaxel ist eine wichtige neue Standardoption für die first-line-Therapie von Frauen mit fortgeschrittenem Ovarialkarzinom ab FIGO-Stadium IIIB. Mit der zusätzlichen Gabe von Bevacizumab zur Chemotherapie ist es nicht nur gelungen, die progressionsfreie Überlebenszeit, sondern auch das prognostisch wichtige Platin-freie Intervall signifikant zu verlängern - und das bei einer insgesamt guten Verträglichkeit. Diese Vorteile sollten wir allen Patientinnen zugutekommen lassen, die unter die Zulassung fallen und bei denen keine Kontraindikationen vorliegen. In der Onkologie gilt es, die wirksamste Therapie nicht für den Ernstfall aufzuheben, sondern initial einzusetzen. Wir empfehlen daher - wenn immer möglich - Bevacizumab im Rahmen der Primärbehandlung einzusetzen.


Signifikant mehr Patientinnen ohne Tumorprogression

Eine zusätzliche Auswertung der GOG-0218 belegt, dass der Einsatz von Bevacizumab in der first-line-Therapie den Patientinnen zudem die Chance auf ein verlängertes Platin-freies Intervall (PFI) bietet. Im Vergleich zur alleinigen Chemotherapie war die Zeitspanne zwischen der letzten Carboplatin-Gabe und der Tumorprogression unter dem Bevacizumab-Regime im Median um 6,7 Monate verlängert (14,3 vs. 7,6 Monate; HR: 0,61; 95%-CI: 0,51-0,74). Gleichzeitig war der Anteil der Patientinnen, die 6 oder 12 Monate nach Abschluss der platinhaltigen Chemotherapie noch progressionsfrei waren, unter der first-line-Therapie mit Bevacizumab deutlich höher (Abb. 1) (2). Für den Krankheitsverlauf der betroffenen Frauen ist das ein wichtiger Vorteil: Patientinnen ab einem PFI von 6 Monaten gelten als Platin-sensibel, so dass - im Falle eines Rezidivs - mehr Therapie-optionen möglich sind. Darüber hinaus verweist ein langes PFI auf ein gutes Ansprechen auf die Primärbehandlung und gilt daher als Prädiktor für eine bessere Prognose (5).

 

Abb. 1: Die frühe und kontinuierliche Behandlung mit Bevacizumab über 15 Monate erhöht den Anteil der Patientinnen, die 6 oder 12 Monate nach Abschluss der Chemotherapie noch progressionsfrei waren.


Literaturhinweise:
(1) Burger RA et al. J Clin Oncol 2011; 29(Suppl): 337s, Abstract #5023.
(2) Randall L et al. Gynecol Oncol 2013; 130(1): Abstract #287.
(3) Burger RA et al. N Engl J Med 2011; 365: 2473-83.
(4) Fachinformation Avastin®, Stand: September 2013.
(5) Pujade-Lauraine E et al. Proc Am Soc Clin Oncol 2002; 21: Abstract #829.


Mit freundlicher Unterstützung von Roche Pharma

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