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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel
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19. Dezember 2011

DGHO 2011

Bendamustin bei indolenten Lymphomen wirksam und gut verträglich

Aktuelle Studienergebnisse belegen eine gute Wirksamkeit und Verträglichkeit von Bendamustin bei indolenten Lymphomen, chronisch lymphatischer Leukämie und Multiplem Myelom. Diese Daten wurden auf einem Satellitensymposium anlässlich des DGHO im Oktober dieses Jahres vorgestellt.
Prof. Johannes Drach, Wien, berichtete von aktuellen Daten, denen zufolge Bendamustin beim rezidivierten/refraktären Multiplen Myelom (MM) in verschiedenen Kombinationen (Dexamethason, Bortezomib, Lenalidomid) effektiv und gut verträglich ist. Auch bei indolenten Lymphomen, wie dem Follikulären Lymphom (FL), konnte die Wirksamkeit von Bendamustin nachgewiesen werden. Die Kombination von Bendamustin und Rituximab (B-R) erwies sich hier gegenüber dem R-CHOP-Schema in einer Phase-III-Studie in vielen Parametern als vorteilhaft. Die Gesamtansprechrate betrug in beiden Armen 93%, im B-R-Arm wurde jedoch eine höhere Rate an kompletten Remissionen erzielt (40 vs. 31%, p=0,0323). Dies führte auch zu einem verlängerten progressionsfreien Überleben (PFS) (54,9 vs. 34,8 Monate, p=0,00012). Gleichzeitig wurden im Vergleich zu R-CHOP deutlich niedrigere Raten an hämatologischen Toxizitäten dokumentiert. Bei Rituximab-resistenten Patienten konnten hohe Raten bezüglich der Gesamtansprechrate (77 vs. 74%) erzielt werden.

Drach ging auch auf die finalen Ergebnisse der StiL-Studiengruppe ein: In der Phase-III-Studie wurden Patienten mit indolenten Lymphomen und Mantelzell-Lymphom (MCL) randomisiert zu Bendamustin plus Rituximab (B-R) vs. Fludarabin plus Rituximab (F-R). Nach einer Anpassung des Protokolls war auch eine 2-jährige Rituximab-Erhaltungstherapie möglich. Das Gesamtansprechen unter B-R war 82 vs. 49% unter F-R (p<0,0001), zu einer kompletten Response kam es bei 39 vs. 16% (p=0,0004), zu einer partiellen Response bei 43 vs. 33% und zu einer stabilen Erkrankung bei 6 vs. 16%. Eine Progression trat bei 7 vs. 30% (p<0,0001) auf [1]. Das mediane PFS unter B-R betrug 30,4 vs. 11,2 Monate unter F-R (HR=0,50; p<0,0001). Das mediane Gesamtüberleben war unter B-R 63,6 vs. 49,2 Monate unter F-R (HR=0,76; p=0,1932). Das Toxizitätsprofil beinhaltete Leukozytopenie, Neutropenie, Thrombozytopenie und Anämie, die jeweils in etwa gleich häufig auftraten. Nur infektiöse Komplikationen waren im B-R-Arm häufiger, aber nicht signifikant.

Zur chronisch lymphatischen Leukämie (CLL) stellte Prof. Wolfgang Knauf, Frankfurt, eine europäische Multicenterstudie vor, in der Bendamustin randomisiert gegen Chlorambucil bei 319 CLL-Patienten im Binet-Stadium B bzw. C verglichen wurde [2]. Die Gesamtremissionsrate unterschied sich mit 68% im Bendamustin-Arm und 31% im Chlorambucil-Arm signifikant (p<0,0001). Das Knochenmark-histologisch verifizierte komplette Ansprechen betrug unter Bendamustin 31%, unter Chlormabucil dagegen nur 2%. Gegenüber Chlorambucil konnte Bendamustin deutlich höhere Remissionsraten und ein verlängertes PFS (8,3 vs. 21,6 Monate; p<0,0001) erreichen.

Aufgrund dieser Ergebnisse wurde Bendamustin in die aktuellen Leitlinien der DGHO aufgenommen: In Kombination mit Rituximab wird Bendamustin bei aktiver Hämolyse sowie für Patienten mit Niereninsuffizienz als Alternative zu FC-R empfohlen.

sr

Literatur:
1. Rummel M, et al. ASH 2010, Abstract #856
2. Knauf WU, et al. J Clin Oncol 2009: 27 (26):4378-4384

Satellitensymposium „Die Eckpfeiler der Therapie niedrig maligner Lymphome“, 02.10.2011, DGHO, Basel; Veranstalter: Mundipharma
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