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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel
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06. Februar 2012

ASH, 9.-13. Dezember 2011

Beim fortgeschrittenen Hodgkin-Lymphom weniger aggressiv behandeln

Ein fortgeschrittenes Hodgkin-Lymphom wurde nach den Empfehlungen der Deutschen Hodgkin-Studiengruppe (GHSG) bisher mit acht dreiwöchigen Zyklen BEACOPP eskaliert behandelt, die in der HD9-Studie gegenüber ABVD/COPP die Mortalität um 11% und die Fälle von Therapieversagen um 18% reduziert hatten. Wegen der beträchtlichen Toxizität wurden in der HD15-Studie die acht Zyklen (Arm 1) mit nur sechs Zyklen BEACOPP eskaliert (Arm 2) verglichen, so Andreas Engert, Köln [1]; in einem dritten Arm erhielten die Patienten acht Zyklen eines normalen, aber in 14-tägigem Abstand gegebenen BEACOPP-Regimes. Außerdem wurden Patienten mit Resttumoren von ≥ 2,5 cm, wenn sie PET-positiv waren, mit 30 Gy bestrahlt.
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Von insgesamt 2.182 eingeschlossenen Patienten waren 2.043 auswertbar, darunter 728 mit ebenfalls auswertbarem PET. Hämatologische Toxizitäten waren am häufigsten in Arm 1, am seltensten in Arm 3. Die acht eskalierten Zyklen BEACOPP waren auch mit der höchsten Mortalität assoziiert (7,5%, vor allem wegen der akuten Toxizität der Therapie), unter den sechs Zyklen eskaliert war sie mit 4,6% etwas niedriger als mit der BEACOPP-14-Strategie mit 5,2%. Auch bezüglich sekundärer Tumoren schnitt Arm 2 am günstigsten ab (Tabelle 1).

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Tab. 1: Sekundäre Tumoren in der HD15-Studie. Nach Engert et al. [1].

Komplettremissionen erzielten in Arm 1 90,1%, in Arm 2 94,2% und in Arm 3 92,4% der Patienten (p=0,01 für die Überlegenheit von Arm 2), beim primären Endpunkt Freiheit von Therapieversagen lagen nach fünf Jahren die Werte in Arm 1 bei 84,4%, in Arm 2 bei 89,3% und in Arm 3 bei 85,4%. Arm 2 zeigte sich dem bisherigen Standard (Arm 1) signifikant überlegen, ähnlich waren die Resultate beim progressionsfreien Überleben sowie beim Gesamtüberleben nach fünf Jahren. Damit, so Engert, erweisen sich sechs Zyklen BEACOPP eskaliert als das Protokoll, das gegenüber den acht Zyklen eskaliert wie auch den acht Zyklen der dosisintensiveren Therapie sowohl überlegen als auch deutlich weniger toxisch ist und damit den künftigen Standard der GHSG beim fortgeschrittenen Hodgkin-Lymphom darstellt.

Von den 728 Patienten mit partieller Remission war das PET-Resultat bei 540 (74%) negativ; sie mussten deshalb nicht bestrahlt werden und waren nach vier Jahren genauso häufig progressionsfrei am Leben wie die Patienten mit kompletter Remission nach Chemotherapie (92,1% vs. 92,6%). Nur 24% der Patienten mit Resttumoren und lediglich 11% aller Studienteilnehmer mussten damit überhaupt noch bestrahlt werden; in der HD9-Studie waren es noch 71% gewesen.

Literatur:
1. Engert A et al., ASH 2011, Abstract #589
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