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26. April 2017

Atezolizumab als Immuntherapie-Option bei verschiedenen Indikationen

Mit dem Anti-PD-L1-Antikörper Atezolizumab steht eine neue Generation von Checkpoint-Inhibitoren zur Immuntherapie von Krebserkrankungen vor der Zulassung. Am weitesten fortgeschritten sind die klinischen Studien bei Patienten mit Blasenkrebs und nicht-kleinzelligem Bronchialkarzinom (NSCLC). In den USA ist der Antikörper zur Therapie beider Erkrankungen, jeweils in fortgeschrittenem Stadium, bereits seit 2016 zugelassen.
Der humanisierte monoklonale Antikörper Atezolizumab richtet sich gezielt gegen das Protein PD-L1 (Programmed Death Ligand 1), durch dessen Expression sich mehrere Krebsarten der Immunabwehr entziehen. Denn PD-L1 reagiert mit 2 unterschiedlichen Rezeptoren an der Oberfläche von T-Zellen, wodurch diese ausgeschaltet werden. Atezolizumab ist der einzige Checkpoint-Inhibitor, der mit beiden Rezeptoren reagiert und so auch beide Signalwege blockieren kann. Mit den Checkpoint-Inhibitoren sei die Krebs-Immuntherapie „in der Begeisterungsphase gelandet“, freute sich Prof. Dr. Elfriede Nößner, München.

Da Atezolizumab für alle Krebsarten, die das Immunsystem über den PD-L1-Signalweg hemmen, eine potenzielle Therapieoption darstellt, wird es derzeit in einem umfassenden Studienprogramm untersucht. Mehr als 10 Phase-III-Studien bei Lungen-, Nieren-, Brust-, Darm-, Haut- und Blasenkrebs sowie bei Lymphomen sind bereits angelaufen oder in Planung.

Beim fortgeschrittenen nicht-kleinzelligen Bronchialkarzinom wird Atezolizumab in der Phase-III-Studie OAK gegen Docetaxel geprüft; eingeschlossen wurden 1.225 Patienten. Dr. Achim Rittmeyer, Immenhausen, stellte die Ergebnisse für die ersten 850 Patienten vor. Primäre Endpunkte sind das Gesamtüberleben in der Studienpopulation sowie das Überleben der Patienten mit einem PD-L1-Expressionslevel > 1%. Nach 18 Monaten lebten noch 40% aus der Atezolizumab-Gruppe vs. 27% aus der Docetaxel-Gruppe (medianes Überleben 13,8 Monate vs. 9,6 Monate). „Dieses Ergebnis ist beeindruckend für Lungenkrebs“, befand Rittmeyer, zumal auch noch die Verträglichkeit im Vergleich zu Docetaxel deutlich besser war.

Auch bei fortgeschrittenem Blasenkrebs ist Atezolizumab eine Bereicherung, sagte PD Dr. Carsten Grüllich, Heidelberg. Hier wird es auch in der Erstlinie eingesetzt, da die meist alten, schwerkranken Patienten mit schlechter Nierenfunktion die Standardtherapie mit Cisplatin nicht vertragen.
Dr. Barbara Voll-Peters
„Immuno-Update: Neue Perspektiven in der Krebsimmuntherapie“, 09.02.2017, Hamburg; Veranstalter: Roche Pharma AG
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