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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel
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26. April 2017 Seite 1/2

Aktuelle Trends der Diagnostik und Therapie des Prostatakarzinoms vom Genitourinary Cancers Symposium (ASCO-GU) 2017 in Orlando

P. Hammerer1, D. Tetzlaff2, 1 Arbeitsgemeinschaft Urologische Onkologie (AUO) in der Deutschen Krebsgesellschaft e.V. (DKG), Kuno-Fischer-Str. 8, 14057 Berlin 2 Klinik für Urologie und Uroonkologie, Städtisches Klinikum Braunschweig

Prof. Dr. Peter Hammerer ist Pressesprecher der Arbeitsgemeinschaft Urologische Onkologie (AUO) in der Deutschen Krebsgesellschaft e.V. (DKG).
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Das diesjährige Genitourinary Cancers Symposium der American Society of Clinical Oncology (ASCO-GU) fand in Orlando, Florida, vom 16.-18. Februar 2017 mit über 3.200 Teilnehmern statt. Über die Hälfte der angenommen Abstracts beschäftigte sich mit dem Pros-tatakarzinom (PCa).

Bei der Diagnostik des PCas nehmen inzwischen die neuen bildgebenden Verfahren wie PSMA-PET und mpMRT sowie genetische Analysen einen festen Platz im klinischen Alltag ein.

Eine Umfrage des National Cancer Institute an über 7.000 Urologen in den USA zeigte, dass 60% der Befragten eine targeted MRI/Ultraschall(MR/US)-geführte Biopsie nutzen, 81% glauben, dass es angemessen ist, MR/US-geführte Biopsien für die Diagnostik von PCa-Erkrankungen zu verwenden.

Eine interessante Arbeit beschäftigte sich mit der Lernkurve der multiparametrischen MR/US-geführten Fusionsbiopsien. Aus einer prospektiv geführten Datenbank mit Einschluss von 1.528 Patienten von 2007 bis 2016 konnte gezeigt werden, dass im Zeitraum 7/2007−12/2010 kein Unterschied in der Erkennungsrate klinisch signifikanter PCas zwischen der ultraschallgestützten und der MR/US-geführten Fusionsbiopsie vorlag. Dieser Zeitraum entsprach der Lernkurve der MR/US-Fusion.

Bei der Auswertung der Zeiträume 1/2011-5/2013 und ab 5/2013 fanden sich höhere Detektionsraten klinisch signifikanter Karzinome (definiert als Gleason Score ≥ 7) durch eine Fusionsbiopsie nach mpMRT im Vergleich zur systematischen Biopsie: 31,5% vs. 25,3%; p=0,01 und 36,5% vs. 30,2%; p<0,001 (1).

Ausführlich diskutiert wurde die bereits auf dem ASCO 2016 präsentierte und erst kürzlich in Lancet publizierte PROMIS-Studie (Prostate MRI Imaging Study) aus England, nach der eine mpMRT die Rate an unnötigen Biopsien um 27%, eine Überdiagnose klinisch insignifikanter PCas um 5% senkt und die Detektionsrate von klinisch signifikanten Karzinomen durch die Ergebnisse der mpMRT gezielten TRUS-Biopsien um 18% verbessern könnte.

Obwohl in den USA die Routine-PSMA-PET-Bildgebung nicht verfügbar ist, wurden die Möglichkeiten der PSMA-Bildgebung ausführlich diskutiert; die australische CHAPP-Studie untersuchte hierbei den Einfluss der PSMA-Bildgebung auf Veränderungen des Behandlungswegs. Anhand einer retrospektiven Auswertung von Patienten ohne Metastasennachweis in der Standardbildgebung konnte gezeigt werden, dass das PSMA-PET-CT durch die zusätzliche Information in 25% zu einer Änderung des Behandlungsregimes führte.

In der Plenarsitzung wurde die Rolle der aktiven Überwachung bei der Behandlung des lokalisierten PCas vorgestellt und die Ergebnisse der ProtecT-Studie diskutiert (2).

In dieser Studie mit Evidenzlevel 1 wurde der Langzeit-Einfluss von radikaler Prostatektomie, Radiatio und Active Surveillance auf Outcome und Lebensqualität bei mehr als 1.600 Patienten mit einem Low- oder Intermediate-Risk-PCa mit einem Follow-up von 10 Jahren verglichen.

Das primäre Ergebnis war die Prostatakrebs-spezifische Mortalität; Sekundäre Endpunkte waren die Rate der Krankheitsprogression, Metastasen und Gesamt-Todesfälle. Es zeigte sich kein statistisch signifikanter Unterschied bei der Prostatakrebs-spezifischen Mortalität oder der Gesamtmortalität unter den drei Gruppen. Bemerkenswerterweise waren die Todesfälle von Prostatakrebs in allen drei Gruppen niedrig.

Die Ergebnisse bestätigen die Langzeitsicherheit der Active Surveillance und bekräftigen die Praxis, Patienten mit einem Low-risk-PCa eine derartige Behandlung anzubieten. Patienten der Active-Surveillance-Gruppe hatten jedoch ein mehr als doppelt so hohes Risiko für einen Krankheitsprogress und die Entwicklung von Metastasen.
 
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