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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel
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25. Juli 2012

Aktuelle Studienplattform mit nabTM-Paclitaxel beim Mammakarzinom

Die aktuell laufenden, zum Teil sehr komplexen Studien beim Mammakarzinom versuchen spezielle Fragestellungen in Subgruppen zu evaluieren. Das Rückgrat bildet immer eine Chemotherapie unter Einschluss eines Taxans. Ein Anliegen der Studien ist daher die Optimierung der Taxan-haltigen Chemotherapie, wie sie durch den Einsatz von nab-Paclitaxel möglich ist. In diesem kurzen Überblick stellen wir die laufenden Studien vor, die als Taxan nab-Paclitaxel enthalten.

ICE II

Nur die Hälfte der älteren Patientinnen erhält eine adäquate Therapie, bemängelte PD Dr. Sibylle Loibl, Frankfurt. Diese randomisierte Phase-II-(III)-Studie untersucht die Wirkung von EC oder CMF mit nab-Paclitaxel/Capecitabin als adjuvante Chemotherapie bei fitten älteren Patienten mit erhöhtem Rezidivrisiko, beurteilt nach klinisch-pathologischen und biologischen Kriterien. Vergleichsarm: 4x EC oder 6x CMF nach Wahl des Prüfarztes; experimenteller Arm: 100 mg/m2 nab-Paclitaxel wöchentl., d 1, 8, 15, q22, 1 Woche Pause alle 6 Wochen plus Capecitabin 2.000 mg/m2 d1-14, q22. Primäres Studienziel in der Phase II ist der Vergleich von Compliance und Toxizitäten, in der Phase III der Vergleich des krankheitsfreien Überlebens. Eingeschlossen werden auch Männer mit Mammakarzinom. Auch translationale Fragestellungen werden erforscht. Derzeit sind 250 Patienten von geplanten 1.458 rekrutiert.
www.germanbreastgroup.de

GEPARSEPTO

Die effektivste neoadjuvante Chemotherapie beinhaltet ein Anthrazyklin und ein Taxan. Bisher wurde das Anthrazyklin zuerst eingesetzt, erklärte Prof. Michael Untch, Berlin. Zwei Phase-II-Studien haben gezeigt, dass die Umkehrung der Sequenz die Effektivität steigerte. Diese Hypothese soll nun in dieser Phase-III-Studie überprüft werden, die in den nächsten 2,5 Jahren 2.500 Patientinnen einschließen wird. In der GeparSepto-Studie wird statt konventionellem Paclitaxel wöchentliches nab-Paclitaxel kontinuierlich über 12 Wochen gegeben (Abb. 6). Ziel ist der Vergleich der Rate an pathologisch kompletten Remissionen (pCR-Rate) nach neoadjuvanter Behandlung, und ob sich bei gleicher Aktivität die Neurotoxizität besser handhaben lässt. Eine weitere Fragestellung ist, ob die pCR-Rate bei den HER2-positiven Patientinnen durch die duale Blockade aus Trastuzumab und Pertuzumab noch gesteigert werden kann, wie es in der NEOSPHERE- und TRYPHENA-Studie bereits gezeigt wurde.
www.germanbreastgroup.de

Abb. 6: Design der GeparSepto-Studie.

 

MICHELANGELO

Diese neoadjuvante Phase-III-Studie stellte Prof. Wolfgang Eiermann, München, vor. Das Konzept sieht nach neoadjuvanter Therapie die Testung/Identifikation von Biomarkern vor, die mit Ansprechen/Resistenz und klinischen/pathologischen Endpunkten im neoadjuvanten Setting assoziiert sind. Nach Marker-Identifikation erfolgt die Marker-gesteuerte Adjuvanz. Ausgewählt wurden Patientinnen mit Hochrisiko-Luminal-B-Karzinomen und triple-negativen Tumoren. Die geplanten 631 Patientinnen erhalten 8 Zyklen (4+4) einer sequenziellen Chemotherapie mit 125 mg/m2 nab-Paclitaxel wöchentlich, gefolgt von AC oder EC vs. 80 mg/m2 Paclitaxel wöchentlich, ebenfalls gefolgt von AC oder EC. Primäres Studienziel ist der Vergleich der pCR-Rate, stratifiziert nach Subgruppen. Sekundäre Studienziele: separater Vergleich der pCR-Rate in 2 Haupt-Subgruppen, Vergleich von nab-Paclitaxel und Paclitaxel bzgl. ereignisfreies und fernmetastasenfreies Überleben, Gesamtüberleben, Toxizität, molekulare und klinische Analyse zur Identifikation potentieller prädiktiver Marker für das Ansprechen.
www.fondazionemichelangelo.org

TIFFANY

Diese multizentrische, nicht-randomisierte Phase-II-Studie, die von PD Dr. Marcus Schmidt, Mainz, geleitet wird, untersucht nab-Paclitaxel bei Patientinnen mit metastasiertem Mammakarzinom, die bereits (neo-)adjuvant mit einem konventionellen Lösungsvermittler-haltigen Taxan behandelt worden sind. Primäres Studienziel: Ansprechrate, sekundäre Ziele: progressionsfreies Überleben, Gesamtüberleben, Bestimmung von Biomarkern. Die Studie sollte anfangs Patientinnen mit einem Rezidiv innerhalb von 12 Monaten aufnehmen, dieses Intervall wurde inzwischen auf 2 Jahre verlängert. Die Patientinnen erhalten 125 mg/m2 nab-Paclitaxel wöchentlich i.v. mit 1 Woche Pause nach 5 Gaben. HER2-positive Patientinnen erhalten zusätzlich Trastuzumab. Die Behandlung wird bis zum Fortschreiten der Erkrankung oder bis zum Auftreten schwerwiegender, unzumutbarer Toxizitäten durchgeführt. Beim Auftreten von nab-Paclitaxel-assoziierten Nebenwirkungen erfolgt die schrittweise Dosisreduktion zuerst auf Dosisstufe -1 (100 mg/m2), auf der die Patientin 10-14 Tage beobachtet wird. Tritt keine Besserung ein, wird die Dosierung auf Dosisstufe -2 (80 mg/m2) verringert. Nach Dosisreduktion erfolgt keine erneute Dosiserhöhung. Es sollen 66 Patientinnen eingeschlossen werden.
www.germanbreastgroup.de

GAIN II

Prof. Volker Möbus, Frankfurt, stellte diese in Planung befindliche adjuvante Phase-III-Studie zum Vergleich einer intensivierten dosisdichten adjuvanten Therapie mit EnPC zu einer dosisdichten, adaptierten Therapie mit dtEC-dtD bei Patienten mit einem frühen Hochrisiko-Brustkrebs vor. Eingeschlossen werden Hochrisiko-Mammakarzinompatientinnen mit HER2-positiven oder triple-negativen Tumoren unabhängig vom Nodalstatus oder Luminal-B-like-Tumoren (ER- und/oder PgR-positiv, HER2-negativ, Ki-67 > 20 mit befallenen Lymphknoten). Primäres Studienziel ist das invasiv-krankheitsfreie Überleben (IDFS), sekundäre Studienziele sind das Überleben ohne lokales, regionäres oder Fernrezidiv, das Gesamt- und das hirnmetastasenfreie Überleben, Compliance und Sicherheit.
www.germanbreastgroup.de

ADAPT

Die Studie ADAPT (Adjuvant Dynamic marker-Adjusted Personalized Therapy trial risk assessment and therapy response prediction in early breast cancer) will durch optimale Diagnostik das persönliche Risiko der Patientinnen mit frühem Mammakarzinom bestimmen und die Therapie entsprechend des ermittelten Recurrence-Scores auswählen (Abb. 7). Ein Ziel der Studie ist es, Über- und Untertherapien zu vermeiden, wie Prof. Ulrike Nitz, Mönchengladbach, und Co-Chair der ADAPT-Studie (gemeinsam mit Prof. Nadia Harbeck, München) darlegte. Im HR+-Teil wird das persönliche Risiko auf der Grundlage von 2 Gewebeproben bestimmt, die bei Diagnosestellung bzw. nach 3-wöchiger endokriner Therapie entnommen werden. Von den Gewebeproben wird jeweils der sog. „Recurrence Score“ sowie der Marker Ki-67 bestimmt. Ein geringes Rückfallrisiko besteht bei pathologisch bestimmtem N0 oder 1 und G1 oder G2. Der im OncotypeDX® ermittelte Recurrence Score muss < 11 sein. Bei Patientinnen mit mittlerem Rückfall-Risiko (Recurrence Score 12-25) wird in der ADAPT-Studie postuliert, dass die Chemotherapie überflüssig ist, wenn der Tumor gut auf die Antihormontherapie anspricht. Kommt es unter der 3-wöchigen Induktionstherapie zu keinem Abfall der Zellteilung im Tumor (Ki-67 < 10% oder bei Ausgangswert von < 15% Reduktion um mehr als 30%), erfolgt eine Chemotherapie mit nab-Paclitaxel (100 oder 150 mg/m2 wöchentlich über 12 Wochen) und im Anschluss eine Anthrazyklin-haltige Chemotherapie (EC). Bei N2, G3 oder einem Recurrence Score von > 25 erhalten die Patientinnen immer eine Chemotherapie (s.o.). Alle HR+-Patientinnen erhalten im Anschluss eine endokrine Therapie.
www.wsg-online.com

 

Abb. 7: Design der ADAPT-Studie.
CT=Chemotherapie, pCR=pathologische Komplettremission, TN=triple-negativ, RS=Recurrence Score.
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