Donnerstag, 20. Juli 2017
Benutzername
Passwort
Registrieren
Passwort vergessen?

Home
e-journal
Der Aktuelle Fall
CME online
News
Gesundheitspolitik
Fachgesellschaften
Therapiealgorithmen
Videos
Veranstaltungen
Broschüren


Suche
Archiv
Buchbestellung
Newsletter
Probe-Abo
Impressum


journalmed.de


Anzeige:
 
 
Anzeige:
 
 

JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel
Zurück
Zurück
E-Mail
Email
Drucken
Drucken
Zum Bewerten bitte anmelden!
18. Oktober 2016

Aktuelle Strategien und Perspektiven für Melanom-Patienten mit Hirnmetastasen

Mit einem dermato-onkologischen Update knüpft der diesjährige Deutsche Hautkrebskongress der Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Onkologie (ADO) an die letzten erfolgreichen Hautkrebskongresse an. Tagungsschwerpunkte waren neue Strategien in der Behandlung des Melanoms und Perspektiven für Melanom-Patienten mit Hirnmetastasen.
Zunächst gab Prof. Dr. Dirk Schadendorf, Essen, eine Überblick der Geschichte der vor 25 Jahren gegründeten ADO. Die Fachgesellschaft, mit knapp 600 Mitgliedern, sei auch im Vorstand der Deutschen Krebsgesellschaft vertreten und somit „ein aktiver Spieler im interdisziplinären Konzert der Krebsbehandlung“, so Schadendorf.

„Die Immunonkologie blickt in der dermatologischen Onkologie auf eine lange Geschichte zurück und hat sich in den letzten Jahren vor allem in der Behandlung des malignen Melanoms im fortgeschrittenen Stadium stark weiterentwickelt“, erklärte Prof. Dr. Stefan Beissert, Dresden. Der Immuncheckpoint-Inhibitor Ipilimumab erreichte als erstes Medikament eine deutliche Verlängerung des Gesamtüberlebens von Patienten mit metastasiertem Melanom und führte bei mehr als 20% der Patienten zu einem Langzeitüberleben. Obwohl das Ansprechen unter einer Immuntherapie, im Gegensatz zu gezielten Therapien, oftmals verzögert eintritt, ist sie eine bedeutende Therapie in der Onkologie. Beispielsweise sind die 3-Jahres-Überlebensraten mit 50% unter einer Kombinationstherapie mit BRAF- und MEK-Inhibitoren sehr beeindruckend, erläuterte Schadendorf. „Dies sind sehr gute Nachrichten für unsere Patienten“, so Schadendorf weiter. Die unter Immuntherapien häufig auftretenden Autoimmun-Nebenwirkungen sind in den meisten Fällen gut kontrollierbar, so Beissert. Derzeit gilt es unter anderem herauszufinden, welche Patienten besonders gut auf Immuntherapien ansprechen, ob das Alter eine Rolle spielt und welche Faktoren einen Progress verursachen.

Hirnmetastasen stellen ein zunehmendes Problem in der Onkologie dar, postulierte Prof. Dr. Friedegund Meier, Dresden. Bleiben sie unbehandelt, ist die Prognose mit 2-8 Monaten Überleben sehr ungünstig. Hirnmetastasen sind bislang die häufigste Todesursache bei Patienten mit metastasiertem Melanom, erklärte Meier. Mögliche Behandlungsoptionen sind eine operative Entfernung oder eine Therapie mit Immun-Checkpoint-Inhibitoren. Diese erreichten bislang ein medianes Überleben von 6-9 Monaten und eine Ansprechrate von 20-40%. Dies sei gut, aber nicht zufriedenstellend, so Meier. Derzeit würden die neuen Immuntherapien in Kombination mit einer Radiotherapie in prospektiven Studien untersucht. „Eine verbesserte Kontrolle von Hirnmetastasen und ein verbessertes Überleben sind zu erwarten“, schloss Meier.
ma
Kongress-Pressekonferenz im Rahmen des 26. Deutschen Hautkrebskongresses, 22.09.2016, Dresden; Veranstalter: ADO
Zurück
Zurück
E-Mail
Email
Drucken
Drucken
Zum Bewerten bitte anmelden!
Anzeige:
 
 
Anzeige:
Zur Fachinformation
 
 
 
Themen
NET
CML
CUP
Nutzen Sie auch die Inhalte von journalmed.de, um sich zu Informieren.
Mediadaten
Hilfe
Copyright © 2014 rs media GmbH. All rights reserved.
Kontakt
Datenschutz
AGB
Fakten über Krebs
 
ASCO 2017