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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel
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17. März 2011

ASCO GI 2011 – Ösophaguskarzinom

Adenokarzinome des ösophagogastralen Überganges: Metabolische Non-Responder auf neoadjuvante Chemotherapie haben schlechte Prognose

Nach dem Ergebnis der MUNICON-Studie [1] ist ein frühes metabolisches Ansprechen von Adenokarzinomen des ösophagogastralen Überganges (AEG) auf eine neoadjuvante Chemotherapie, dargestellt mittels FDG-PET*, prädiktiv für histopathologische Tumorregressionen, höhere R0-Resektionsraten, sowie ein längeres ereignisfreies und Gesamtüberleben. Die Prognose der metabolischen Non-Responder ist ungünstig und lässt sich auch durch eine Radiochemotherapie offensichtlich nicht wesentlich verbessern nach den Ergebnissen der MUNICON-II-Studie [2], die PD Dr. Florian Lordick, Braunschweig, auf dem ASCO GI in San Francisco im Januar dieses Jahres vorstellte.
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In der MUNICON-II-Studie wurde der Stellenwert der neoadjuvanten Radiochemotherapie bei Patienten ohne ein frühes PET-Ansprechen auf eine neoadjuvante Chemotherapie evaluiert. 56 Patienten mit lokal fortgeschrittenen AEG vom Typ I oder II (cT3/4 Nx M0) wurden in die Studie aufgenommen. Die Glukoseaufnahme des Tumors wurde mittels FDG-PET vor und 14 Tage nach dem Beginn der Chemotherapie bestimmt. Die 23 Patienten, die nicht innerhalb von 2 Wochen auf die Chemotherapie ansprachen, erhielten eine präoperative Salvage-Radiochemotherapie, bestehend aus einer externen Bestrahlung mit 32 Gy und täglich 6 mg/m2 Cisplatin, um dann der Operation zugeführt zu werden. Die 33 Patienten mit einem frühen metabolischen Ansprechen bekamen die Platin/5-FU-basierte Chemotherapie für weitere 3 Monate. Eine chirurgische Resektion wurde bei 54 Patienten durchgeführt. Ein R0-Zustand wurde bei 27 (82%) der Patienten mit frühem Ansprechen erreicht sowie bei 16 Patienten (70%) ohne Ansprechen (p=0,51). Eine sogenannte „major histologic remission“ (< 10% Resttumor) konnte bei 12 (36%) Patienten mit frühem metabolischen Ansprechen erzielt werden und bei 6 (26%) Patienten ohne Ansprechen.

Nach einem medianen Follow-Up von 38 Monaten waren das mediane ereignisfreie Überleben (EFS) und das Gesamtüberleben (OS) bei den Patienten mit frühem Ansprechen noch nicht erreicht, während es bei den Patienten ohne frühes Ansprechen bei 15,4 Monaten (EFS) und 18,3 Monaten (OS) lag.

Somit bestätigt diese Studie den prädiktiven Wert eines frühen metabolischen Ansprechens auf eine neoadjuvante Chemotherapie. Ein histologisches Ansprechen wurde auch nach Salvage-Radiochemotherapie bei metabolischen Non-Respondern beobachtet, aber die klinische Prognose der Patienten, die nicht gleich auf die neoadjuvante Chemotherapie ansprachen, blieb ungünstig.

sr

*Fluorodeoxyglucose-Positronenemissionstomographie

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Literatur:
1. Lordick F, et al. PET to assess early metabolic response and to guide treatment of adenocarcinoma of the oesophagogastric junction: the MUNICON phase II trial. Lancet Oncol 8:797-805, 2007
2. Lordick F, et al., ASCO GI 2011, Abstract #3
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