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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel
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25. März 2015

ASH 2014: Therapie der Myelofibrose

Gutes Wirksamkeits- und Sicherheitsprofil von Ruxolitinib auch in der täglichen Praxis

Myelofibrose ist gekennzeichnet durch das Auftreten von Zytopenien bzw. Myeloproliferation, extramedulläre Hämatopoese, eine komplexe Symptomatik und ein erhöhtes Risiko für eine Transformation in eine akute myeloische Leukämie (AML). Zur Therapie ist seit über zwei Jahren der JAK1/2-Inhibitor Ruxolitinib (Jakavi®) zugelassen - auf Grundlage der beiden internationalen Phase-III-Studien COMFORT I und II, in denen er gegenüber Placebo bzw. "Best Supportive Care" (BAT) Symptome ebenso wie Überlebenschancen der Patienten verbessern konnte (1, 2). Im Rahmen der 56. Jahrestagung der American Society of Hematology (ASH) im Dezember in San Francisco bestätigten aktuelle Resultate erneut den Vorteil der Behandlung mit Ruxolitinib (3, 4).

Dass nicht nur randomisierte, kontrollierte Studien wichtige Erkenntnisse über die Anwendung von Medikamenten bringen, zeigt die Auswertung der nicht-interventionellen Expanded-Access-Studie JUMP, der bisher größten klinischen Studie zur Behandlung der Myelofibrose mit Ruxolitinib: Die in einer Interimsanalyse beim EHA-Kongress gezeigten Ergebnisse für 520 Patienten (3) konnten durch die in San Francisco präsentierte Analyse von 1.144 Patienten bestätigt werden (4): Wie in den Zulassungsstudien ergab sich eine deutliche, klinisch relevante Reduktion der Milzgröße und ein Rückgang der Symptome: Bei 69% der Patienten schrumpfte die Länge der Milz um mindestens 50% (nach median 5,1 Wochen unter Ruxolitinib), bei 23% war sie überhaupt nicht mehr zu tasten, so Bruno Martino, Reggio Calabria (Abb. 1). Die klinischen Symptome zeigten bei vielen Patienten bereits vier Wochen nach Beginn der Therapie eine Besserung, die bei vielen Patienten mehr als 48 Wochen lang anhielt. Ebenso wie die Wirksamkeit war auch das Sicherheitsprofil in der JUMP-Studie vergleichbar mit den Ergebnissen der kontrollierten Zulassungsstudien: Häufigste Nebenwirkungen sind Anämie und Thrombozytopenie, die nur selten zum Abbruch der Behandlung führen.
 

Abb. 1: Reduktion der Milzlänge unter Ruxolitinib in der JUMP-Studie (nach (4)).
 

Niedrige Thrombozytenzahlen - keine Kontraindikation

Da es unter Ruxolitinib zu einem Abfall der Thrombozytenzahlen kommen kann, wird für Patienten mit Myelofibrose, die bereits vor Therapie niedrige Plättchenzahlen aufweisen, eine Behandlung mit einer reduzierten Dosis von Ruxolitinib empfohlen. In einer Subgruppenanalyse wurden nur diese Patienten analysiert (5). Ihr Nebenwirkungsprofil war vergleichbar mit dem des gesamten JUMP-Kollektivs. Jeweils 38,2% dieser Patienten zeigten nach 24 Wochen eine Reduktion der tastbaren Milzlänge um 25-50% bzw. um mehr als 50%. Nach vier Wochen war bei ihnen eine klinisch bedeutsame Symptomverbesserung, bestimmt mit dem FACT-Lymphoma-Gesamtscore, um im Mittel 8,2 Punkte zu registrieren, nach zwölf Wochen waren es 9,6 und nach 24 Wochen noch 4,7 Punkte. Verglichen mit den Patienten, die von Beginn an höhere Ruxolitinib-Dosen erhalten hatten (höhere Thrombozytenzahl bei Studienbeginn), war die Symptombesserung geringer. Es erreichten weniger Patienten nach 24 Wochen eine Verminderung des Milzvolumens ≥ 50%. Milzansprechen und Symptomverbesserung lagen jedoch in einem Bereich, wie er anhand der COMFORT-Daten (1, 2) zu erwarten war.

Fazit

Diese Analysen der Beobachtungsstudie JUMP bestätigen die Ergebnisse der Interimsanalyse: Ruxolitinib kann bei Patienten mit Myelofibrose auch in der täglichen Praxis - wie hier widergespiegelt - die Milzgröße verringern und die Symptomatik verbessern. Das gilt prinzipiell auch für Patienten mit niedrigen Thrombozyten-Werten zu Therapiebeginn.

Josef Gulden

ASH, 6.-9.12.2014, San Francisco

Literaturhinweise:
(1) Verstovsek S et al. N Engl J Med 2012; 366: 799-807.
(2) Harrison C et al. N Engl J Med 2012; 366: 787-798.
(3) Al-Ali HK et al. Haematologica 2014; 99(s1): 529-30 (EHA 2014, Abstract #S1358).
(4) Martino B et al. ASH 2014, Abstract #3197.
(5) Griesshammer M et al. ASH 2014, Abstract #1859.

Mit freundlicher Unterstützung der Novartis Pharma GmbH

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