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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel
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07. Februar 2013

ASH 2012 - Leukämie

APL erstmals ohne Chemotherapie heilbar

Die akute Promyelozyten-Leukämie (APL) ist eine der aggressivsten, aber auch eine der am besten behandelbaren akuten Leukämien. Eine italienisch-deutsche Studie hat nun gezeigt, dass man die Chemotherapie ganz weglassen und die APL in der Erstlinie nur mit All-trans-Retinsäure (ATRA) und Arsentrioxid (ATO) behandeln kann, ohne dadurch die Heilungschancen zu beeinträchtigen.

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Seit Einführung der Retinsäure wird die APL mit Standardrisiko (ca. drei Viertel aller Patienten) mit dieser in Kombination mit Idarubicin behandelt (sog. AIDA-Regime). Damit lassen sich 90-95% Komplettremissionen bei einer Rezidivrate von weniger als 10% erzielen; Probleme stellen jedoch die Myelosuppression und ein Anteil von 5-10% Todesfällen in kompletter Remission dar. ATO, das bisher zur Rezidivtherapie zugelassen ist und sich auch als Konsolidierungtherapie nach der Erstlinienbehandlung mit ATRA bewährt hat, hat in präklinischen und klinischen Studien eine synergistische Wirkung mit dem Vitamin-Derivat gezeigt. Die italienische GIMEMA-Gruppe hat deshalb zusammen mit den deutschen AML-Studiengruppen SAL und AMLSG die Chemotherapie-freie ATRA/ATO-Kombination bei 154 Patienten mit neu diagnostizierter APL mit Standardrisiko randomisiert mit der klassischen AIDA-Therapie verglichen.

Nach der Induktionstherapie waren sämtliche Patienten der ATRA-ATO-Gruppe in kompletter Remission, in der AIDA-Gruppe 95%, so Francesco Lo-Coco, Rom. Dort waren 4 Patienten während der Induktion verstorben. Hämatologische Grad-3/4-Toxizitäten in Form von Thrombozytopenien und Neutropenien waren unter ATRA-ATO v.a. in der Konsolidierungsphase um ein Vielfaches seltener als unter AIDA. Häufiger waren unter der Chemotherapie-freien Behandlung lediglich QTc-Verlängerungen und hepatische Toxizitäten, die auf vorübergehendes Absetzen bzw. Dosismodifikation des Arsens ansprechen, sowie eine Leukozytose, die sich mit Hydroxyurea beherrschen lässt. Signifikant überlegen war ATRA-ATO nach 4 Jahren nicht nur beim primären Endpunkt ereignisfreies Überleben (97,1% vs. 85,6%; p=0,02), sondern auch beim Gesamtüberleben (98,7% vs. 91,1%; p=0,02).

ATRA/ATO ist damit dem konventionellen AIDA-Regime zumindest nicht unterlegen, so Lo-Coco - bei deutlich reduzierter Hämatotoxizität und erhöhter, aber beherrschbarer Lebertoxizität und QTc-Verlängerung. Es ist deshalb zu erwarten, dass sich dieses Regime als neuer Standard für die Erstlinientherapie der APL mit niedrigem oder intermediärem Risiko etablieren wird.

jg

Literaturhinweis:
Lo-Coco F, et al. ASH 2012, Abstr. 6

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