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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel
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15. Juli 2010

ASCO 2010

Brustkrebs: Rezeptorstatus der Metastasen stimmt nicht immer mit dem des Primärtumors überein

Die Therapieentscheidung beim Mammakarzinom orientiert sich nach dem Hormonrezeptor- und dem HER2-Status. Die retrospektive Studie von Locatelli et al. weist nun darauf hin, dass sich bei Frauen mit metastasiertem Brustkrebs in mehr als 12% die Tumorbiologie des Primärtumors von jener der Metastasen unterscheidet.
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Verglichen wurde der Progesteron-, Östrogen- und HER2-Status von Primärtumor und Lebermetastasen an Gewebeproben von 255 Brustkrebspatientinnen. Die mediane Zeit zwischen Erstdiagnose und Lebermetastasenbiopsie betrug 3,4 Jahre.

Eine Änderung im Östrogenrezeptor-Status wurde bei 41 von 255 Patientinnen gefunden (16%), im Progesteron-Status bei 76 von 255 Patientinnen (29,8%). Der HER2-Status änderte sich bei 22 von 167 Patientinnen (13,1%). Die Änderung des Rezeptor-Status führte bei 48 von 255 Patientinnen (18,8%) zu einem Wechsel in der Therapie. Falls machbar, sollte daher eine Biopsie der Metastasen vorgenommen werden, sagte die Ko-Autor der Studie Giuseppe Curigliano vom European Institute of Oncology in Mailand.

Abstract: CRA 1008. Locatelli M.A. et al. Should liver metastases of breast cancer be biopsied to improve treatment choice?


0 Dr. med. Stefan Buchholz, Gynäkologisches Krebszentrum der Frauenklinik der Universität Regensburg

Herr Dr. Buchholz, wie stufen Sie dieses Ergebnis ein nach klinischer und therapeutischer Relevanz?

Die Daten von Locatelli zeigen an einem retrospektiven Kollektiv von 255 Patientinnen mit metastasierten Mammakarziniom, dass es in etwa 15% der Fälle zu Änderungen in Bezug auf den Östrogen- als auch den HER2neu Rezeptor in der Lebermetastase kommt. In dieser Studie zeigte sich eine Änderung der Therapiestrategie in ca. 19% der Fälle. In der Schlussfolgerung des Vortrages von Frau Locatelli sollte eine Biopsie der Leber bei einem langen krankheitsfreien Intervall bei leicht zugänglich gelegener Lebermetastase durchgeführt werden. Dennoch zeigt diese Studie Limitationen mitunter bedingt durch die retrospektive Analyse. Auch die Analyse präsentiert von Eva Karlsson zeigen eine Rezeptordiskordanz der Östrogenrezeptoren zwischen Primärtumor und Metastase. Insgesamt zeigen einige Studien, meistens jedoch retrospektiv und mit kleinen Fallzahlen, eine signifikante Diskordanz. Die Diskordanzraten liegen zwischen 15 und 55%. In den aktuellen Empfehlungen der AGO Mamma 2010 sollte, sofern möglich, eine histologische Sicherung der Metastase durchgeführt werden.

Bei Patientinnen mit Lebermetastasen sollte bei jeder Patientin eine Biopsie der Metastase durchgeführt werden sofern dies technisch unkompliziert durchführbar ist. Knochenmetastasen können ebenfalls punktiert werden.

Die derzeitigen Daten und das Verständnis der Tumorbiologie veranlassen den Arzt gerade in der Subpopulation von Patientinnen, die ein langes krankheitsfreies Intervall oder aber eine lange Therapie mit zum Beispiel Herceptin hatten, die Metastase histologisch in Bezug auf ihre Rezeptor diskordanz zu untersuchen.
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