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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel
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31. Juli 2017 Seite 1/4

Kann die 8. Auflage der TNM-Klassifikation für Bronchialkarzinome das chirurgische Vorgehen beeinflussen?

R. Neu, M. Ried, H. S. Hofmann, Abteilung für Thoraxchirurgie, Universitätsklinikum Regensburg.

Seit Januar 2017 ist die 8. Auflage der TNM-Klassifikation gültig. Es wurden zahlreiche Änderungen bei den T-, N- und M-Deskriptoren vorgenommen. Auch bei der Stadien-Einteilung wurden neue Gruppen definiert. Die vorliegende Arbeit stellt die Änderungen der neuen Tumor-Klassifikation für Bronchialkarzinome dar und diskutiert einige Überlegungen und mögliche Konsequenzen für die invasive Diagnostik und chirurgische Therapie des Bronchialkarzinoms.
Die Union for International Cancer Control (UICC) TNM Klassifikation beschreibt das Ausmaß einer Tumorerkrankung und dient der Kommunikation und Entscheidungsfindung in Diagnostik und Therapie sowie der Prognose-Beurteilung. Die 7. Auflage der TNM Klassifikation für das Bronchialkarzinom wurde 2009 veröffentlicht und trat im Januar 2010 in Kraft (Tab. 1). Sie basierte auf der bislang größten, retrospektiven Datenbank, welche von der International Association for the Study of Lung Cancer (IASLC) gesammelt und von der Cancer Research and Biostatistics (CRAB) ausgewertet wurde (1, 2). Insgesamt wurden damals mehr als 100.000 Fälle erfasst und analysiert. Die Änderungen der 7. Auflage wurden vom UICC und dem American Joint Committee on Cancer (AJCC) vollständig anerkannt (3). Seit Januar 2017 gilt die 8. Auflage der TNM-Klassifikation (Tab. 2). Sie basiert auf der Auswertung von 94.708 Patienten aus 35 Zentren in 16 Ländern, die im Zeitraum von 1999 bis 2010 aufgrund eines Bronchialkarzinoms behandelt wurden (4). Einen Überblick über die Datensätze zeigt Tab. 3. Auch die neue Klassifikation berücksichtigt nur anatomische Parameter bei der Bewertung (1). Zusätzlich wurden in die Datenbank 23 nicht-anatomische Items einbezogen, welche zukünftig eventuell eine optimierte und individuellere Prognose-Bewertung der Erkrankung ermöglichen. Die empfohlenen Änderungen in der TNM-Klassifikation basieren im Wesentlichen auf signifikanten Unterschieden hinsichtlich retrospektiv ermittelter Überlebensprognosen.
 
Tab. 1: Zum Vergleich: T-Deskriptor in der 7. Auflage der TNM-Klassifikation.
  M0 M1a M1b
N0 N1 N2 N3 N0-N3
T1a (≤ 2 cm) IA IIA IIIA IIIB IV IV
T1b (> 2 cm oder ≤ 3 cm)
T2a (> 3 cm oder ≤ 5 cm) IB
T2b (> 5 cm oder ≤ 7 cm) IIA IIB
T3 (> 7 cm) IIB IIA
T4 IIIA IIIB

Die vorliegende Arbeit gibt einen umfassenden Überblick über die neuen Änderungen der 8. Auflage der TNM-Klassifikation für Bronchialkarzinome und diskutiert, inwieweit diese Änderungen zukünftig einen Einfluss auf die chirurgische Behandlung von Bronchialkarzinomen haben könnten.
 
Tab. 2: T-Deskriptor in der 8. Auflage der TNM-Klassifikation.
  M0 M1a M1b M1c
N0 N1 N2 N3 N0-N3
  N1a N1b N2a1 N2a2 N2b
T1(mi) IA1 IIB IIIA IIIB IVA IVB
T1a (≤ 1 cm)
T1b (≤ 2 cm) IA2
T1c (≤ 3 cm) IA3
T2a (≤ 4 cm) IIB
T2b (≤ 5 cm) IIA
T3 (> 5 cm oder ≤ 7 cm) IIB IIIA IIIB IIIC
T4 (> 7 cm) IIIA  
 
Tab. 3: Vergleich der Datengrundlage für die 7. und 8. Auflage der TNM-Klassifikation für Lungenkarzinome (19).
Element Daten für die 7. Auflage Daten für die 8. Auflage
Periode der Diagnosestellung 1990 bis 2000 1999 bis 2010
Gesamtzahl der Patienten 100.896 94.708
Herkunft
‐ Europa 58.701 (58%) 46.705 (44%)
‐ Nordamerika 21.130 (21%) 4.660 (5%)
‐ Asien 11.622 (11,5%) 41.705 (44%)
‐ Australien 9.416 (9,3%) 1.593 (1,7%)
‐ Südamerika 0 190 (0,3%)
ausgeschlossene Patienten 19.374 (19%) 17.552 (18%)
für Datenanalyse eingeschlossen 81.495 77.154
NSCLC 68.463 (84%) 70.967 (92%)
SCLC 13.032 (16%) 6.189 (8%)
Behandlungsmodalität
Chirurgie allein 41% 57,7%
Radiatio + Chirurgie 5% 1,5%
Chemotherapie + Chirurgie 4% 21,1%
Chemotherapie allein 23% 9,3%
Radiatio allein 11% 1,5%
Chemotherapie + Radiatio 12% 4,7%
Trimodal 3% 4,4%

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