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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel
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06. August 2014

Octreotid bei neuroendokrinen Neoplasien

25 Jahre Innovation und eine Million Patientenjahre Erfahrung

Das 1988 zugelassene Octreotid war das erste Somatostatin-Analogon und wurde mit dem international renommierten "Prix Gallien" für innovative Arzneimittel ausgezeichnet. 1990 wurde es für die Indikation gastroenteropankreatische neuroendokrine Tumoren (NET) und 1994 zur Therapie der Akromegalie zugelassen. Octreotid hat heute als wesentliche Standardtherapie bei diesen Erkrankungen immer noch den gleichen Meilenstein-Charakter wie damals als Innovation. "Wir überblicken mehr als 25 Jahre klinischer Erfahrung zu Sicherheit und Wirksamkeit, und dies entspricht einer Million Patientenjahre", sagte PD Dr. Christian Fottner, Mainz. "Wir haben es vermutlich mit der ersten molekular-zielgerichtetenen Therapie in der Geschichte der Medizin überhaupt zu tun."

Mittlerweile sind die molekularen Wirkmechanismen besser erforscht. Vor allem auf den Somatostatin-Subtyp-2-Rezeptor wirkt Octreotid sehr stark hemmend, etwas weniger ausgeprägt auf die Subtypen 3 und 5. "Während das Original, das körpereigene Somatostatin, 2 Minuten Halbwertszeit hat, beträgt diese bei Octreotid 100 Minuten, was eine erfolgreiche Krankheitskontrolle ermöglicht", sagte Fottner. Seit 1997 (Indikation Akromegalie) und 2001 (Indikation NET) gibt es neben diesem kurzwirksamen Octreotid, das gerade bei der Ersteinstellung weiterhin zur Anwendung kommt, auch ein langwirksames Octreotid LAR (Sandostatin® LAR®-Monatsdepot), das nur noch einmal monatlich verabreicht wird (1). Mit der PROMID (Placebo-controlled, double-blind, retrospective Randomized study of the effect of Octreotide LAR in   the control of tumor growth in patients with metastatic neuroendocrine MIDgut tumors)-Studie wurde zudem erstmals belegt, was vorher postuliert worden war, nämlich dass Octreotid bei NET antiproliferative Effekte hat, erläuterte Fottner.
 

Abb. 1: Signifikante Verlängerung der TTP unter Octreotid LAR 30 mg auf fast das Vierfache bei geringer (≤10%) hepatischer Tumorlast.
 

Von der Symptom- zur Tumorkontrolle

Erstautorin der PROMID-Studie (2), Dr. Anja Rinke, Marburg: "Die Substanz wirkt proapoptotisch, hemmt den Zellzyklus sowie Signalkaskaden des Tumors, was mit dieser Studie im Jahr 2009 erstmals gezeigt werden konnte." In der PROMID-Studie verlängerte Octreotid LAR 30 mg bei therapienaiven Patienten mit hochdifferenzierten, metastasierten Mitteldarm-NET G1/G2 signifikant die mediane Zeit bis zum Auftreten eines Progresses von 6,0 auf 14,3 Monate (TTP (Time to Progression); p=0,000072 vs. Placebo). Besonders profitierten dabei Patienten mit geringer (≤10%) hepatischer Tumorlast, bei denen sich unter Octreotid LAR 30 mg vs. Placebo eine signifikante Verlängerung der medianen TTP von 7,2 auf 27,1 Monate (p≤0,0001) zeigte (Abb. 1). Es gibt in den Langzeitdaten der Studie (3) einen Trend (keine Signifikanz wegen Crossover-Design) für eine Korrelation zwischen Tumorlast und Gesamtüberleben: "Patienten mit metastasiertem Mitteldarm-NET und niedriger hepatischer Tumorlast (≤10%) profitierten am meisten, mit einem um 44% reduzierten Sterberisiko. Daher sollte bei Mitteldarm-NET frühzeitig mit einer Behandlung mit Octreotid LAR begonnen werden", sagte Prof. Christine Spitzweg, München. Die ENETS-Guidelines von 2012 (4) räumen Octreotid daher einen hohen Stellenwert als antiproliferative Erstlinientherapie bei funktionell aktiven und unaktiven metastasierten, nicht resektablen, hochdifferenzierten NET des Mitteldarms G1/G2 ein. Ebenso empfiehlt die aktuelle ESMO-Guidline (5) Octreotid LAR als antiproliferative Erstlinientherapie bei progredienten, funktionell inaktiven oder aktiven NET G1/2 des Dünndarms.

ab

Novartis-Symposium, 20.3.14, und Novartis-Pressekonferenz "25 Jahre Innovation und 1 Million Patientenjahre Erfahrung: Sandostatin® - Vertrauen und Sicherheit bei Neuroendokrinen Neoplasien und Akromegalie", im Rahmen des Endokrinologie-Kongresses, Dresden, 21.3.14.

Literaturhinweise:
(1) Fachinfomation Sandostatin® LAR®-Monatsdepot 10 mg/-20 mg/-30 mg
(2) Rinke A et al. JCO 2009; 27(28):4656-4663.
(3) Arnold R et al. JCO 2013; 31(Suppl. Abstr. #4030).
(4) ENETS consensus guidelines, Neuroendocrinol 2012; 95:157-176.
(5) ESMO Guidelines Working Group, Ann Oncol 2012; 23(Suppl. 7).

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