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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel
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05. April 2012

Editorial

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0 Entscheidend für die Prognose und damit auch für unsere Therapieentscheidungen beim primären Mammakarzinom ist die Tumorbiologie. Tumorgröße und Nodalbefall sind hier zweitrangig und bestimmen v.a. das operative Vorgehen. Diesbezüglich erleben wir momentan einen Paradigmenwechsel. Bei positivem Sentinel-Lymphknoten und gleichzeitig klinisch negativer Axilla akzeptieren die aktuellen AGO Empfehlungen den Verzicht auf eine Axilladissektion, sofern die strengen Einschlusskriterien der ACOSOG Z001 gegeben sind. Diese Studie konnte keinen Vorteil der Axilladissektion bei positivem Sentinellymphknoten zeigen und hat für viele Pro- und Contra-Diskussionen gesorgt hat. Dr. Stefan Paepke und Kollegen von der TU München veranschaulichen die Problematik in einer Fallvorstellung.

Auf dem letzten San Antonio Breast Cancer Symposium (SABCS) wurden mehrere Therapiestudien vorgestellt, die in Zukunft das therapeutische Handeln beeinflussen werden. Der Beitrag von meiner Kollegin aus dem Brustzentrum der Universität München, Frau Dr. R. Würstlein, und mir erläutert die aktuellen Studiendaten aus CLEOPATRA und BOLERO-2 beim HER2-positiven und endokrin-sensitiven metastasierten Mammkarzinom und zeigt ihren Stellenwert für die klinische Praxis. Neben diesen wichtigen Studien waren in San Antonio 2011 insbesondere die deutschen Studiengruppen AGO-B, GBG, SUCCESS und WSG mit mehreren Vorträgen und Posterdiskussionen prominent vertreten. Die German Breast Group (GBG) hatte hierbei fünf Hauptvorträge. Ihr Leiter, Prof. Gunter von Minckwitz, gibt in einem Interview Auskunft über die aus seiner Sicht wichtigsten aktuellen Studien und zukünftige interessante Studien der GBG. Neben den neuen zielgerichteten Substanzen stehen für Patientinnen mit metastasiertem Mammakarzinom auch neue Chemotherapeutika zur Verfügung. Prof. Stefan Glück, Miami/USA berichtet über seine eigenen klinischen Erfahrungen mit nab-Paclitaxel in der wöchentlichen Dosierung und Dr. Matthias Geberth kommentiert dieses Interview aus deutscher Sicht.

Aufgrund unserer immer effektiver werdenden Therapien, auch bei fortgeschrittener Mammakarzinomerkrankung, sehen wir derzeit eine Veränderung des Metastasierungsmusters. Rezidive manifestieren sich immer häufiger im Zentralnervensystem, wie dies z.B. bei Patientinnen mit HER2-positivem Mammakarzinom unter Trastuzumab zu beobachten ist. Dies scheint auf wirksame zielgerichtete Substanzen zurückzuführen zu sein, welche die systemischen Metastasen gut kontrollieren, jedoch die Blut-Hirn-Schranke nicht passieren können. Der Beitrag von Prof. H. Strik aus Marburg gibt im Rahmen der Notfallserie in JOURNAL ONKOLOGIE einen Überblick zu Diagnose und Therapie der Meningeosis neoplastica. Durch kombinierte Behandlungsansätze können auch bei dieser schwerwiegenden Komplikation durchaus Therapieerfolge erzielt werden mit einer längerfristigen klinischen Stabilisierung.

Derzeit erleben wir einige Veränderungen bei der lokalen wie auch der systemischen Therapie des Mammakarzinoms. Hierbei ist überaus erfreulich, dass die Arbeit der deutschen Studiengruppen maßgebliche Grundlagen für international akzeptierte neue Therapiekonzepte schafft. Wichtig scheint mir jedoch, dass wir die Indikationsstellungen für neue Therapieansätze sorgfältig prüfen, um die bisher für unsere Patientinnen erreichten Fortschritte nicht zu gefährden. Die Artikel in diesem Heft tragen konstruktiv zu dieser kritischen Diskussion bei.

Univ.-Prof. Dr. med. Nadia Harbeck

Leitung des Brustzentrums der Universität München
Standorte: Frauenkliniken Großhadern und Maistrasse-Innenstadt
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