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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel
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13. März 2012

Editorial

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0 Ist das Gesamtüberleben als primärer Studienendpunkt heute noch bei allen Tumorentitäten der Goldstandard? Oder muss man nur mehr differenzieren, nach kurativem oder palliativem Ansatz, nach der Therapielinie usw.? Mein Kollege Prof. Claus-Henning Köhne und ich haben dazu in einer Pro- und Contra-Diskussion unsere Standpunkte am Beispiel des kolorektalen Karzinoms dargelegt, die Sie in dieser Ausgabe von JOURNAL ONKOLOGIE finden. Wir vertraten zwar unterschiedliche Standpunkte in der wissenschaftlichen Abwägung, doch in einer Sache waren wir uns einig: Die Diskussionen der Endpunkte bezüglich Patientenrelevanz und Statistik sind „onkologisch gesehen“ wichtig – zu wichtig, um sie nur administrativen Personen oder Behörden zu überlassen.

Weitaus kürzer ausgefallen wäre die Diskussion zum Gesamtüberleben am Beispiel der CML. Durch die zielgerichteten Therapien ergeben sich bei dieser Erkrankung fast normale Überlebensraten im Vergleich zur Gesamtbevölkerung, so dass der Therapieerfolg oder das Therapieversagen an anderen Parametern festgemacht werden muss. Prof. Andreas Hochhaus aus Jena erläutert hierzu die aktuellen Empfehlungen des European LeukemiaNet zum Management der CML in einem Interview.

Auch die Lebenserwartung von Patienten mit indolenten Lymphomen hat sich in den letzten Jahren verbessert. Bei dieser Erkrankung zeichnet sich bereits eine Tendenz zur Therapieeskalierung ab, sowie die Erhaltungstherapie als Teil des Behandlungskonzepts, wie Prof. Christian Buske aus Ulm in seinem Artikel berichtet. Auch bei der CLL fokussieren neue Ansätze auf eine gezieltere Therapie mit Antikörpern und den small molecules, die die Möglichkeiten der konventionellen Chemotherapie erheblich erweitern. Einen Überblick über die aktuellen therapeutischen Optionen in der Erstlinien-Therapie für die Behandlung rezidivierter und resistenter Erkrankung und über vielversprechende neuartige Behandlungsansätze geben Prof. Stephan Stilgenbauer und Dr. med. Andrea Schnaiter in ihrem Beitrag.

Neben Charakteristika der Erkrankung sind aber auch altersabhängige Veränderungen beim Patienten entscheidende Kriterien für die Wahl der Therapie, wie Dr. Ulrich Wedding vom Universitätsklinikum Jena am Beispiel der AML beschreibt.

Eine Tumorerkrankung, die ebenfalls zu einer längeren Diskussion über den Stellenwert des Gesamtüberlebens als Endpunkt klinischer Studien geführt hätte, ist das metastasierte Nierenzellkarzinom. Gerade auch durch die sequentielle Therapieabfolge mit den neuen Substanzen kann das Überleben dieser Patienten maßgeblich verlängert werden. Einen festen Stellenwert in der Therapie des metastasierten Nierenzellkarzinoms nehmen die mTOR-Inhibitoren ein, auf deren Wirkmechanismus und Stellenwert Prof. Günter Schlimok aus Augsburg in einem Review-Artikel eingeht.

Zusammenfassend zeigt sich, dass Innovationen bei vielen Indikationen eine deutliche Erweiterung der Therapieoptionen und dadurch eine Verbesserung der Prognose für unsere Patienten mit sich gebracht haben. Dennoch: Der Optimismus und die daraus resultierende „Aufbruchstimmung“ können eine auch kritische Nutzenbewertung nicht ersetzen, sondern müssen in die Debatte über den rationalen Einsatz vor dem Hintergrund der beschränkten Ressourcen münden – und mehr denn je sind wir als klinische Onkologen hier in der Diskussion gefragt, gerade auch im Sinne unserer Patienten. Hierzu lädt diese Ausgabe von JOURNAL ONKOLOGIE einmal mehr ein.

Prof. Dr. Dirk Arnold, Hamburg
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