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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel
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21. November 2011

Editorial

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0 Wie wichtig sind Leitlinien?

Wir alle kennen die Situation: Originaldaten wurden längst auf großen Kongressen gezeigt und diskutiert, sie finden sich publiziert in unseren Journalen. Belesene Ärzte etablieren bereits die neuen Standards in ihren Zentren, ...aber: In der Fläche werden die „Leitlinien“ abgewartet, bevor man dem medizinischen Fortschritt eine Chance gibt. Besonders dort, wo der Fortschritt nicht durch Hochglanzbroschüren, verteilt und beschönigt durch rhetorisch geschultes Personal der Industrie, verbreitet werden, lässt er sich oftmals Zeit, bis er den Patienten erreicht. Dieses gilt in besonderem Maße für die multimodale Tumortherapie, in der noch die notwendige Abstimmung zwischen den Disziplinen als manchmal fast unüberbrückbare Herausforderung hinzukommt.

So erlebt auf zahlreichen Vorträgen in Deutschland mit dem Thema der neoadjuvanten Therapie des Magenkarzinoms, sehnte ich mich am Ende nach dem Erscheinen der Magenkarzinom-Leitlinien. Nun können wir endlich sagen: All das, was wir in Vorträgen dargestellt und diskutiert haben, findet nun auch in der Deutschen S3-Leitlinie seinen Ausdruck, womit so mancher Zweifler, Bremser und Skeptiker eingefangen werden wird.

Wer aber glaubt, die Schaffung von Leitlinien sei ein Prozess kontemplativen Datenstudiums und freudiger Einigung, der irrt. Viele Daten, auch hochrangig publizierte, werden von Experten unterschiedlich wahrgenommen und gewichtet, so dass am Ende ein Diskurs notwendig ist, um zu flächenweit umsetzbaren Empfehlungen zu gelangen.

In den Update-2011-Artikeln zum Magenkarzinom und Adenokarzinom des ösophago-gastralen Übergangs (Lordick et al.) sowie zum muskelinvasiven Urothelkarzinom (Bründl et al.) werden die wesentlichen Empfehlungen und neuen Entwicklungen zu diesen wichtigen und interessanten Tumorentitäten praxisnah dargestellt. Daneben finden sich in diesem Heft Übersichtsartikel zu Prognoseparametern des frühinvasiven Harnblasenkarzinoms (Otto et al.), zur Metastasenresektion bei urologischen Tumoren (Heidenreich et al.), zur Biomarker-gesteuerten Krebstherapie (Trojan et al.) sowie ein pathophysiologisch hoch interessanter und dennoch pragmatisch gehaltener Artikel zum Stellenwert der Bisphosphonattherapie beim Multiplen Myelom (Goldschmidt).

Wir alle müssen mit unserer Zeit wirtschaften. Deshalb bin ich dankbar, in dieser Ausgabe des Journal Onkologie informative und praxisnahe Beiträge über wichtige Themen meines ärztlichen Alltags zu finden.

Prof. Dr. med. Florian Lordick, Braunschweig
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