Montag, 26. August 2019
Navigation öffnen

Infos für Patienten

15. Oktober 2018 Studie zu Online-Programm zur Stressreduktion ausgezeichnet

Der Reinhold-Schwarz-Förderpreis für Psychoonkologie 2018 wurde an die Psychologin Astrid Grossert-Leugger, Basel, verliehen. Die Preisträgerin erhielt die mit 2.500 € dotierte Auszeichnung für ihre Arbeit zum Thema „Web-Based Stress Management for Newly Diagnosed Patients with Cancer (STREAM): A Randomized, Wait‐List Controlled Intervention Study“. Die Preisverleihung erfolgte auf der 17. Jahrestagung der Arbeitsgemeinschaft für Psychoonkologie (PSO) der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG) am 10. Oktober 2018 in München.
Gegenstand der Dissertation war das STREAM-Programm (Stress aktiv mindern), einer niederschwelligen Intervention per Internet zur Reduktion der akuten Belastung für Krebspatienten unmittelbar nach der Diagnosestellung. In der randomisierten Interventionsstudie des Universitätsspitals Basel wurden vor allem der Nutzen und die Durchführbarkeit des Online-Angebots untersucht. Astrid Grossert-Leugger konnte zeigen, dass die web-basierte Intervention in Kombination mit regelmäßigen E-Mail-Kontakten zum Psychologen von Patienten gut angenommen wurde und zur Stressreduktion in der frühen Erkrankungsphase erfolgreich eingesetzt werden konnte. Die Lebensqualität der Patienten konnte signifikant verbessert werden.

Unabhängige, internationale Gutachter haben diese Arbeit unter vielen Einsendungen ausgewählt und unterstrichen das hohe wissenschaftliche Niveau sowie die exzellente methodische Qualität und Originalität. Die Originalarbeit wurde 2018 in der international renommierten Zeitschrift Journal of Clinical Oncology veröffentlicht.

„Die Preisträgerin leistet mit ihrer innovativen Studie einen wichtigen Beitrag zur Erweiterung psychoonkologischer Unterstützungsangebote für neu diagnostizierte Krebspatienten“, sagte Prof. Dr. Joachim Weis, Vorsitzender des Vereins für Fort- und Weiterbildung Psychosoziale Onkologie (WPO), in seiner Laudatio.
 
Kurzbiografie Astrid Grossert-Leugger
Eidgenössisch anerkannte psychologische Psychotherapeutin und Physiotherapeutin. Tätig als Psychoonkologin, Körperpsychotherapeutin und Wissenschaftlerin am Universitätsspital Basel (Schweiz), Klinik für Onkologie und Abteilung für Psychosomatik.

Weiterbildung Psychosoziale Onkologie (WPO)

Literatur:

Corinne Urech, Astrid Grossert, Judith Alder et al. Web-based stress management for newly diagnosed cancer patients (STREAM): A randomized, wait-list controlled intervention study, Journal of Clinical Oncology (2018), doi: 10.1200/JCO.2017.74.8491


Das könnte Sie auch interessieren

Urologen starten Themenwoche Hodenkrebs vom 27. bis 31. März 2017

Urologen starten Themenwoche Hodenkrebs vom 27. bis 31. März 2017
© Paolese / Fotolia.com

Deutschlands Urologen gehen neue Wege in der Öffentlichkeitsarbeit: Mit der Einführung der „Urologischen Themenwochen“ baut die Deutsche Gesellschaft für Urologie e.V. (DGU) ihr Engagement in der medizinischen Aufklärung der Bevölkerung erneut aus: Den Anfang macht die Urologische Themenwoche Hodenkrebs vom 27. bis 31. März 2017. Mit zielgruppengerecht aufbereiteten Informationen wollen Urologinnen und Urologen männliche Heranwachsende und junge...

Gebärmutterhalskrebs verhindern

Gebärmutterhalskrebs verhindern
© farland9 / Fotolia.com

Gebärmutterhalskrebs kann durch eine Infektion mit humanen Papillomviren (HPV) ausgelöst werden. Papillomviren sind die häufigsten sexuell übertragenen Viren, mit denen sich rund 80 Prozent der Frauen in Deutschland im Laufe ihres Lebens infizieren. In der Regel erkennt das Immunsystem die Infektion, so dass diese meistens innerhalb von zirka 24 Monaten unbemerkt ausheilt. Ein Interview mit Prof. Dr. med. Gerd-Henrik Griesser, Facharzt für Pathologie in Köln,...

José Carreras Leukämie-Stiftung lobt Best Paper Award 2018

José Carreras Leukämie-Stiftung lobt Best Paper Award 2018
© Sebastian Kaulitzki / fotolia.com

„Nur über medizinische Forschung wird es uns gelingen, Leukämie und andere bösartige Blut- oder Knochenmarkserkrankungen bei jedem und immer heilbar zu machen. Nach 2016 und 2017 zeichnet die José Carreras Leukämie-Stiftung deshalb auch in diesem Jahr wieder herausragende wissenschaftliche Arbeiten aus. Dotiert ist der 3. Best Paper Award mit 10.000 Euro, über die der Preisträger für seine weitere wissenschaftliche Arbeit frei verfügen kann“,...

Neue Perspektiven für Frauen mit Eierstockkrebs

In der medikamentösen Behandlung von Frauen mit fortgeschrittenem Eierstockkrebs wurde erstmals nach fast 15 Jahren ein Fortschritt erzielt: Das neue Medikament, ein sogenannter Angiogenesehemmer, greift den Tumor gezielt an und verzögert damit das Fortschreiten der Krebserkrankung. Für die betroffenen Frauen ist dies ein großer Vorteil: Die Therapie ermöglicht ihnen mehr Zeit, die sie – trotz der schweren Erkrankung – weitestgehend beschwerdefrei...

Geballtes Wissen zu Krebs für alle

Geballtes Wissen zu Krebs für alle
© Krebsinformationsdienst, DKFZ; Bild: Pixabay 849820

Der offizielle Startschuss fiel am 30. März 1999. Die Internetseite des Krebsinformationsdienstes (KID), einer Abteilung des Deutschen Krebsforschungszentrums, ging online. Heute nutzen monatlich rund 600.000 Besucher die Seite. Gefragte Themen sind Hintergründe zur Erkennung und Behandlung von Krebs, neue Therapieverfahren, aber auch Tipps zum Umgang mit der Erkrankung im Alltag. Alle, die sich vor Krebs schützen möchten, finden ausführliche Informationen über...

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"Studie zu Online-Programm zur Stressreduktion ausgezeichnet"

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der rsmedia GmbH widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.


ASCO 2019
  • Metastasiertes klarzelliges RCC: Frontline-Therapie mit Pembrolizumab + Axitinib verbessert Überleben gegenüber Sunitinib auch bei intermediärem/ungünstigem Risikoprofil und Tumoren mit sarkomatoiden Anteilen
  • Erhaltungstherapie mit Pembrolizumab nach einer Erstlinienchemotherapie verzögert Progress beim metastasierten Urothelkarzinom
  • Fortgeschrittenes Magenkarzinom und AEG: Pembrolizumab ist Standard-Chemotherapie nicht unterlegen bei besserer Verträglichkeit
  • Ermutigende Ergebnisse mit Pembrolizumab in der Zweitlinientherapie des fortgeschrittenen HCC
  • 5-Jahres-Daten der KEYNOTE-001 Studie bestätigen langanhaltenden Überlebensvorteil durch Pembrolizumab beim fortgeschrittenen NSCLC
  • Pembrolizumab + Chemotherapie firstline bei metastasiertem nicht-plattenepithelialen NSCLC: Medianes OS, PFS und PFS2 nahezu verdoppelt
  • Fortgeschrittenes Endometriumkarzinom: Kombination Pembrolizumab + Lenvatinib wird in Phase-III-Studie getestet
  • Metastasiertes Melanom: Immunbedingte Nebenwirkungen unter Pembrolizumab assoziiert mit längerem rezidivfreien Überleben
  • Pembrolizumab + Platin-basierte Chemotherapie oder Pembrolizumab als Monotherapie erfolgreich in der Erstlinie bei rezidivierenden/metastasierenden Kopf-Hals-Tumoren