Sonntag, 26. Mai 2019
Navigation öffnen

Infos für Patienten

03. Juli 2018 Starke Hilfe: 7,65 Millionen Euro für den Kampf gegen Leukämie

Die Mitgliederversammlung des José Carreras Leukämie-Stiftung e.V. beschließt eine Mittelauskehr für zahlreiche Forschungs- und Projekt-Förderungen. Der Geschäftsführende Vorstand Dr. Gabriele Kröner sagt dazu: „Leukämie muss heilbar werden. Immer und bei jedem. Dieses große Ziel unseres Initiator José Carreras streben wir mit der Förderung der medizinischen Forschung und Finanzierung von Infrastrukturprojekten an.“
Für den Kampf gegen Leukämie und andere bösartige Blut-, Lymph- oder Knochenmarkserkrankungen hat die Mitgliederversammlung des José Carreras Leukämie-Stiftung e. V. unter Vorsitz ihres Initiators José Carreras in diesem Jahr weitere 7,65 Millionen Euro Fördergelder bewilligt. So werden allein 20 Forschungsprojekte mit einem Gesamtvolumen von rund 4,4 Millionen Euro gefördert.

„Leukämie muss heilbar werden. Immer und bei jedem. Dieses große Ziel unseres Initiator José Carreras streben wir mit der Förderung der medizinischen Forschung und der Finanzierung von Infrastrukturprojekten an. Außerdem unterstützen wir mit Stipendien den wissenschaftlichen Nachwuchs und fördern Sozialprojekte sowie die Arbeit von Selbsthilfegruppen und Elterninitiativen“, erklärt Dr. Gabriele Kröner, Geschäftsführender Vorstand des José Carreras Leukämie-Stiftung e. V.

Erst vor wenigen Tagen wurde am Universitätsklinikum Regensburg das unter anderem mit Geldern der José Carreras Leukämie-Stiftung finanzierte Patientenhaus der Leukämiehilfe Ostbayern e. V. eingeweiht. „Familienangehörige von Leukämiepatienten, die oft von weit anreisen müssen, können jetzt direkt neben dem Universitätsklinikum im Patientenhaus übernachten. In einer schwierigen Lebensphase bietet das bislang in Deutschland einmalige Patientenhaus den Leukämie-Patienten und deren Angehörigen Ruhe und Geborgenheit. Wir sind deshalb sehr glücklich, dass wir das José Carreras Begegnungszentrum im Patientenhaus mit 400.000 Euro realisieren konnten“, sagt Dr. Gabriele Kröner.

Ein aktueller Schwerpunkt des Forschungsengagements bleibt die Bekämpfung der Graft-versus-Host-Erkrankung (Transplantat-gegen-Wirt-Reaktion) nach einer Blutstammzelltransplantation, die für viele Leukämie-Patienten oft die einzige Chance auf Heilung ist. Diese von dem José Carreras Leukämie-Stiftung e. V. unterstützte Multicenter-Studie, an der sich alle namhaften Universitäten in Deutschland beteiligen, wird mit einer Förderung von 500.000 Euro durchgeführt.

Dr. Gabriele Kröner: „Nach einer eigentlich lebensrettenden Stammzelltransplantation kann es zu einer unerwünschten Immunreaktion kommen, bei der sich das Transplantat des Spenders gegen den Wirt des Empfängers richtet und verschiedene Gewebe des Empfängers angreift, wie die Haut, die Leber, den Darm oder die Lunge, was zu schweren Komplikationen bis zum Tod führen kann. Wenn es den Wissenschaftlern gelingt, die Graft-versus-Host-Erkrankung in den Griff zu bekommen, ist das ein großer Schritt, um die Überlebenschancen von Leukämie-Patienten deutlich zu erhöhen.“
 
Mitgliederversammlung des Deutschen José Carreras Leukämie-Stiftung e.V. (v.l.).: Toni Garcia. Prof. Dieter Hoelzer, Prof. Karl Welte, Prof. Hans-Jochem Kolb, José Carreras (Vorsitzender des Vorstandes), Prof. Andreas Neubauer, Prof. Günter Henze, Dr. Gabriele Kröner (Geschäftsführender Vorstand), Hermann Holzapfel und Prof. Rüdiger Hehlmann . Foto: José Carreras Leukämie- Stiftung e.V./Pavel Novotny
Mitgliederversammlung des Deutschen José Carreras Leukämie-Stiftung e.V. (v.l.).: Toni Garcia. Prof. Dieter Hoelzer, Prof. Karl Welte, Prof. Hans-Jochem Kolb, José Carreras (Vorsitzender des Vorstandes), Prof. Andreas Neubauer, Prof. Günter Henze, Dr. Gabriele Kröner (Geschäftsführender Vorstand), Hermann Holzapfel und Prof. Rüdiger Hehlmann . Foto: José Carreras Leukämie- Stiftung e.V./Pavel Novotny


Neu im Förderprogramm ist der José Carreras Hilfsfonds. Dr. Gabriele Kröner: „In begründeten Einzelfällen möchten wir betroffene Patienten und deren Familien auch direkt unterstützen können. Entscheidend ist dafür das Votum unseres unabhängigen Beirates.“

Der Beirat des José Carreras Hilfsfonds besteht mit Prof. Ulrike Kostka, Direktorin der Caritas im Erzbistum Berlin, Dr. Nikolaus Schneider, ehemaliger Ratsvorsitzender der Evangelische Kirche in Deutschland und gemeinsam mit seiner Frau Anne auch Botschafter der José Carreras Leukämie-Stiftung, sowie Dr. Johannes Friedrich, ehemaliger Landesbischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern, aus drei Persönlichkeiten des öffentlichen und kirchlichen Lebens.

Allein in Deutschland haben José Carreras und die José Carreras Leukämie-Stiftung sowie der José Carreras Leukämie-Stiftung e. V. in den vergangenen zwei Jahrzehnten über 200 Millionen Euro für den Kampf gegen Leukämie und andere bösartige Blut-, Lymph- oder Knochenmarkserkrankungen gesammelt. Mit den Spenden konnten mehr als 1.200 Projekte finanziert werden.

Um die Arbeit fortzusetzen, wird José Carreras auch in diesem Jahr wieder zur großen José Carreras Gala einladen und gemeinsam mit seinen internationalen und nationalen Künstlerfreuden um Spenden bitten. Deutschlands emotionalste Benefiz-Gala findet wieder in München statt. Die 24. José Carreras Gala wird am 12. Dezember 2018 ab 20.15 Uhr live bei SAT.1 Gold im frei empfangbaren Fernsehen übertragen. Der Kartenvorverkauf beginnt im Herbst. Aktuelle Informationen unter www.josecarrerasgala.de.

José Carreras Leukämie-Stiftung e.V.


Das könnte Sie auch interessieren

Berufliche Reha ist mehr als Wiedereingliederung nach dem Hamburger Modell

Berufliche Reha ist mehr als Wiedereingliederung nach dem Hamburger Modell
© Krebsinformationsdienst, Deutsches Krebsforschungszentrum


Etwa zwei Drittel aller Berufstätigen, die an Krebs erkrankt sind, kehren zurück in das Arbeitsleben. Für viele ist die Motivation hoch, denn wer arbeitet, erobert sich ein Stück Normalität zurück. Doch der Wiedereinstieg sollte behutsam erfolgen und an die individuelle Belastbarkeit der Patientinnen und Patienten angepasst werden. Nach längerer Arbeitsunfähigkeit bieten die Leistungen der beruflichen Rehabilitation ein breites Spektrum, um die...

Biopharmazeutika sind den meisten Deutschen unbekannt

Biopharmazeutika sind den meisten Deutschen unbekannt
© Darren Baker / Fotolia.com

Naturheilmittel oder neuer Trend der Bio-Welle? 94 Prozent der Deutschen können mit dem Begriff Biopharmazeutika nichts anfangen (1). Oftmals werden hinter dem Begriff Naturheilmittel vermutet. Dabei handelt es sich um Arzneimittel, die biotechnisch hergestellt oder aus gentechnisch veränderten Organismen gewonnen werden und mit dem Ziel der Bekämpfung einer Krankheit in die Vorgänge des Körpers eingreifen. Insulin ist ein bekanntes Beispiel. Wem das erklärt...

8. Krebsaktionstag – Gemeinsam gegen Krebs

8. Krebsaktionstag – Gemeinsam gegen Krebs
© Olivier Le Moal / Fotolia.com

Der Krebsaktionstag findet alle zwei Jahre am letzten Kongresstag des Deutschen Krebskongresses in Berlin statt und wird von der Stiftung Deutsche Krebshilfe, der Deutschen Krebsgesellschaft e. V. und der Berliner Krebsgesellschaft e. V. organisiert. Krebsexperten treffen, Wissen erweitern, Selbsthilfegruppen kennenlernen: Der 8. Krebsaktionstag bietet Ihnen aktuellste Informationen rund um das Thema Krebs. Betroffene, Angehörige und Interessierte sind herzlich eingeladen, an der...

Brustkrebs: Informationen helfen gegen Ängste

Brustkrebs: Informationen helfen gegen Ängste
© Sebastian Kaulitzki / Fotolia.com

Aktuelle Studien belegen: Patientinnen mit der Diagnose Brustkrebs profitieren von  guter Gesundheitsinformation und Aufklärung. Ängste und Sorgen nehmen ab, die Lebensqualität steigt. Der Krebsinformationsdienst (KID) des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) informiert Betroffene und Angehörige seit 30 Jahren rund um das Thema Krebs. Bei 50 Prozent aller Anfragen zu Tumorlokalisationen steht das Thema Brustkrebs im Vordergrund.

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"Starke Hilfe: 7,65 Millionen Euro für den Kampf gegen Leukämie"

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der rsmedia GmbH widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.