Mittwoch, 21. August 2019
Navigation öffnen

Infos für Patienten

22. September 2016 Online-Beratungsangebot erweitert: Lebensnahe Hilfe für junge Krebskranke

Das JUNGE KREBSPORTAL der Deutschen Stiftung für junge Erwachsene mit Krebs leistet Hilfestellung bei sozialrechtlichen Problemen rund um die Themen Arbeit, Ausbildung, finanzielle Hilfen oder Reha-Maßnahme. Ab dem 22. September 2016 wird das Webportal um den neuen Themenbereich "Veränderungen des Hormonhaushaltes" erweitert.
"Ich habe den Krebs längst überstanden und fühle mich immer noch viel zu kraftlos für den Alltag", klagt Kathrin Kaufmann*, eine junge lebenslustige und beruflich sehr engagierte Frau, die dank einer Chemo- und Strahlentherapie geheilt wurde. "Nach erfolgreichen Therapien erleben viele Patienten eine behandlungsbedingte Veränderung ihres Hormongleichgewichts. Die damit verbundene Einschränkung der Lebensqualität kann erheblich sein", erklärt Prof. Dr. med. Mathias Freund, Kuratoriumsvorsitzender der Deutschen Stiftung für junge Erwachsene mit Krebs.

Die Stiftung hat das bundesweit einzigartige JUNGE KREBSPORTAL vor zehn Monaten aufgebaut. Unter www.junges-krebsportal.de erhalten Frauen und Männer im Alter von 18 bis 39 Jahren, die an Krebs erkrankt sind oder waren und mit den Folgen der Erkrankung kämpfen, Beratung von ehrenamtlich tätigen Onkologen und Sozialmedizinern.

Neuer Themenbereich "Veränderungen des Hormonhaushaltes" ab 22. September 2016 freigeschaltet
Ab sofort stehen Fachärzte für Endokrinologie und Innere Medizin den jungen Patienten auch bei Fragen zu therapie- und krankheitsbedingten Beeinträchtigungen des Hormonhaushaltes zur Seite. Die Betroffenen können sich online oder per Telefon mit ihren Problemen an die Experten wenden, werden kostenlos und kompetent beraten und erhalten bei Bedarf einen entsprechenden Termin in einer Spezialsprechstunde.

"In Folge von Strahlen- und Medikamententherapien können Störungen der Schilddrüsenfunktion auftreten. Junge Frauen sind häufig durch Einflüsse auf ihren Zyklus oder von einer vorzeitigen Menopause beeinträchtigt. Auch die Produktion des Nebennierenrindenhormons kann als Folge der Medikamente vermindert sein", erklärt Prof. Dr. med. Georg Brabant vom Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, der gemeinsam mit Dr. med. Christian Denzer vom Universitätsklinikum Ulm den neuen Themenbereich des JUNGEN KREBSPORTALs leitet.

"Wir sehen im JUNGEN KREBSPORTAL eine wertvolle und moderne Hilfestellung für junge Erwachsene mit Krebs und unterstützen das Leuchtturmprojekt der Stiftung. Bundesweit werden wir uns zunächst mit neun Fachärzten für Innere Medizin und Endokrinologie ehrenamtlich engagieren", ergänzt Brabant.

Patient auf Facebook: "Super Portal mit kompetenter Beratung"
Für die besondere Altersgruppe unter den an Krebs erkrankten Menschen schließt das Beratungsangebot des JUNGEN KREBSPORTALs eine Lücke. Die jungen Patienten sind noch in ihrer Berufsausbildung oder im Studium, haben gerade ihre erste eigene Wohnung bezogen oder sind Eltern kleiner Kinder. Die sozioökonomischen Probleme durch die Krebserkrankung sind oft sehr folgenreich.

"Über 5.000 User haben die Website seit November 2015 aufgerufen. Mehr als 200 junge Betroffene haben das für Patienten niedrigschwellige und durch die Expertise der mehrfach qualifizierten Mediziner hochqualitative Angebot für ihre konkreten Fragen genutzt. Problemstellungen zum Wiedereinstieg ins Berufsleben und zur Karriereplanung stehen für die jungen Menschen, die endlich durchstarten wollen, ganz vorn", erklärt Freund. Zahlreiche Patienten-Feedbacks, wie beispielsweise "Super Portal mit kompetenter Beratung" oder "Dank Ihrer Hilfe habe ich nun den richtigen Reha-Platz gefunden", freuen ihn und die Berater.

Die Arbeit der Stiftung ist als gemeinnützig anerkannt und wird ausschließlich durch Spenden finanziert. "Mit Ihrer Spende können Sie uns beim Ausbau des JUNGEN KREBSPORTALs konkret helfen", betont Freund.

Kontoverbindung der Deutschen Stiftung für junge Erwachsene mit Krebs:
Postbank, IBAN: DE57 1001 0010 0834 2261 04, BIC: PBNKDEFF


(* Name geändert. Die angegebene Genderform vertritt im Text beide Geschlechter.)

Deutsche Stiftung für junge Erwachsene mit Krebs


Das könnte Sie auch interessieren

Bis zu 40 Prozent mehr Leberkarzinome entdecken – dank Ultraschallverfahren mit kombinierten Bluttests

Bis zu 40 Prozent mehr Leberkarzinome entdecken – dank Ultraschallverfahren mit kombinierten Bluttests
© Sebastian Kaulitzki / fotolia.com

In Deutschland erkranken jährlich circa 9000 Menschen an Leberkrebs – und die Häufigkeit der Erkrankung nimmt deutlich zu. In den vergangenen 35 Jahren hat sich die Zahl der Neuerkrankungen verdoppelt. Ein gängiges Verfahren zur Diagnose dieser Erkrankung ist die Ultraschalluntersuchung: Mithilfe der modernen Sonografie lässt sich gutartiges Gewebe sehr exakt von bösartigem unterscheiden. Wenn die Ultraschalldiagnostik mit speziellen Bluttests kombiniert wird,...

Darmkrebsvorsorge: Künstliche Intelligenz vermag Krebsvorstufen von harmlosen Wucherungen zu unterscheiden

Darmkrebsvorsorge: Künstliche Intelligenz vermag Krebsvorstufen von harmlosen Wucherungen zu unterscheiden
© kras99 / fotolia.com

Die Entwicklung von Systemen mit Künstlicher Intelligenz geht rasend schnell voran – auch in der Medizin. 2017 hat in China mit dem kleinen Roboter-Arzt „Xiaoyi“ erstmals ein System mit Künstlicher Intelligenz das ärztliche Examen bestand. Auch die Früherkennung von Darmkrebs könnte in Zukunft durch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz verbessert werden. In aktuellen Untersuchungen konnten die lernfähigen Systeme mit hoher Genauigkeit...

Vom Telemedizin-Netzwerk bis zur Ersthelfer-App: Medizintrends mit Zukunft

Die Deutschen werden immer älter. Chronische Leiden wie Demenz oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen stellen künftig das Gesundheitssystem auf die Probe. Medizinforscher und Gesundheitsexperten aller Branchen arbeiten längst unter Hochdruck an neuen Lösungen für die Gesundheitsversorgung von morgen. In die Karten spielen ihnen dabei die Digitalisierung und der Trend zur Vernetzung im Gesundheitswesen. Das zeigt auch der Wettbewerb „Ausgezeichnete Orte im Land der...

Bis zu 40 Prozent mehr Leberkarzinome entdecken – dank Ultraschallverfahren mit kombinierten Bluttests

Bis zu 40 Prozent mehr Leberkarzinome entdecken – dank Ultraschallverfahren mit kombinierten Bluttests
© Sebastian Kaulitzki / fotolia.com

In Deutschland erkranken jährlich circa 9000 Menschen an Leberkrebs – und die Häufigkeit der Erkrankung nimmt deutlich zu. In den vergangenen 35 Jahren hat sich die Zahl der Neuerkrankungen verdoppelt. Ein gängiges Verfahren zur Diagnose dieser Erkrankung ist die Ultraschalluntersuchung: Mithilfe der modernen Sonografie lässt sich gutartiges Gewebe sehr exakt von bösartigem unterscheiden. Wenn die Ultraschalldiagnostik mit speziellen Bluttests kombiniert wird,...

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"Online-Beratungsangebot erweitert: Lebensnahe Hilfe für junge Krebskranke"

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der rsmedia GmbH widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.


ASCO 2019
  • Metastasiertes klarzelliges RCC: Frontline-Therapie mit Pembrolizumab + Axitinib verbessert Überleben gegenüber Sunitinib auch bei intermediärem/ungünstigem Risikoprofil und Tumoren mit sarkomatoiden Anteilen
  • Erhaltungstherapie mit Pembrolizumab nach einer Erstlinienchemotherapie verzögert Progress beim metastasierten Urothelkarzinom
  • Fortgeschrittenes Magenkarzinom und AEG: Pembrolizumab ist Standard-Chemotherapie nicht unterlegen bei besserer Verträglichkeit
  • Ermutigende Ergebnisse mit Pembrolizumab in der Zweitlinientherapie des fortgeschrittenen HCC
  • 5-Jahres-Daten der KEYNOTE-001 Studie bestätigen langanhaltenden Überlebensvorteil durch Pembrolizumab beim fortgeschrittenen NSCLC
  • Pembrolizumab + Chemotherapie firstline bei metastasiertem nicht-plattenepithelialen NSCLC: Medianes OS, PFS und PFS2 nahezu verdoppelt
  • Fortgeschrittenes Endometriumkarzinom: Kombination Pembrolizumab + Lenvatinib wird in Phase-III-Studie getestet
  • Metastasiertes Melanom: Immunbedingte Nebenwirkungen unter Pembrolizumab assoziiert mit längerem rezidivfreien Überleben
  • Pembrolizumab + Platin-basierte Chemotherapie oder Pembrolizumab als Monotherapie erfolgreich in der Erstlinie bei rezidivierenden/metastasierenden Kopf-Hals-Tumoren