Sonntag, 16. Februar 2020
Navigation öffnen

Infos für Patienten

02. Mai 2017 Haut aus dem Labor hilft der Forschung

Wie entsteht eigentlich Hautkrebs? Das ist die Frage, um die sich in der Forschung von Prof. Dr. Petra Boukamp alles dreht. Dieses Jahr wurde sie für ihre Forschung mit dem Deutschen Krebspreis ausgezeichnet.
Prof. Boukamp und ihr Team untersuchen, wie Veränderungen im Erbgut zur Entstehung von Hautkrebs beitragen. Basierend auf der Entwicklung eines 2D-Modells, das Aufschluss über die schrittweise Entstehung eines Plattenepithelkarzinoms gibt, entwickelte das Forscherteam ein dreidimensionales Hautmodell. Dieses Modell ähnelt der menschlichen Haut: Es besteht wie die Haut aus verschiedenen Schichten – vergleichbar Epidermis und Dermis – und simuliert Ähnlichkeiten bei den Wechselwirkungen der Zellen im Gewebeverband.
In der Kulturschale kann ein solches „organotypisches Hautmodel“ bis zu sechs Monate überleben. Dies ermöglicht es den Wissenschaftlern, die Wechselwirkungen zwischen Krebszellen und ihrer Umgebung genauer zu erforschen. So können sie beispielsweise Zellen in verschiedenen Stadien der Bösartigkeit in das Modell einschleusen, um anschließend die Mechanismen zu untersuchen, mit denen es bösartigen Zellen gelingt, in tieferliegende Hautschichten einzudringen. Auch ist es mittlerweile möglich, anhand des Hautmodells Wirkungen und Nebenwirkungen moderner Krebsmedikamente zu analysieren.
Weitere Untersuchungen beschäftigen sich mit der Frage, wieso sich die menschliche Haut ein Leben lang regenerieren kann und mit der Rolle der UV-Strahlung bei der Entstehung von Krebs. Einen Einblick in den aktuellen Stand der Forschung liefert das ONKO-Internetportal in seinem Monatsthema im Mai unter www.krebsgesellschaft.de/thema_mai2017.

ONKO Internetportal in Kooperation mit der Deutschen Krebsgesellschaft e.V.


Das könnte Sie auch interessieren

Frauenärzte der GenoGyn fordern Maßnahmen gegen riskanten Alkoholkonsum

Frauenärzte der GenoGyn fordern Maßnahmen gegen riskanten Alkoholkonsum
© karepa / Fotolia.com

Beim Alkoholkonsum belegt Deutschland im weltweiten Vergleich stets Spitzenplätze: Rund zehn Liter reinen Alkohols werden hierzulande nach aktuellen Informationen des Bundesgesundheitsministeriums jedes Jahr pro Kopf getrunken und verursachen alljährlich volkswirtschaftliche Schäden in Höhe von 26,7 Milliarden Euro. „Obwohl Erkenntnisse über das Suchtpotenzial von Alkohol in der Gesellschaft inzwischen hinlänglich verbreitet sind, finden Bier, Wein und...

Diagnose Krebs: Wer hilft bei hoher psychischer Belastung?

Diagnose Krebs: Wer hilft bei hoher psychischer Belastung?
© Krebsinformationsdienst, Deutsches Krebsforschungszentrum

„Sie haben Krebs“ – kaum ein Betroffener wird diesen Satz je vergessen. Von jetzt auf gleich gerät das Leben aus den Fugen. Fragen, Ängste, Traurigkeit, Wut – alles wirbelt durcheinander. Auch die Zeit der Behandlung bis hin zur Nachsorge bringt Belastungen mit sich, die Betroffene an ihre Grenzen bringen können. Nimmt die psychische Belastung überhand oder dauert sie lange an, kann psychotherapeutische Hilfe sinnvoll sein. Der...

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"Haut aus dem Labor hilft der Forschung"

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der rsmedia GmbH widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.


ASH 2019
  • Erhöhte Knochendichte ist ein ungünstiger prognostischer Faktor bei aggressiver systemischer Mastozytose
  • Neue ITP-Leitlinien der ASH unterstreichen die Bedeutung von Thrombopoetinrezeptor-Agonisten für die Zweitlinientherapie der ITP
  • Registerdaten aus dem klinischen Alltag zur CAR-T-Zell-Therapie bei DLBCL-Patienten
  • CML: Real-world-Daten zeigen besseres zytogenetisches und molekulares Ansprechen durch Zweitgenerations-TKI
  • Polycythaemia Vera: Post-hoc-Analyse des Langzeitansprechens auf Ruxolitinib
  • Transfusionspflichtige Myelodysplastische Syndrome: Ansprechen auf Eisenchelation geht im klinischen Alltag mit Überlebensverbesserung einher
  • Fortgeschrittene systemische Mastozytose: Verhältnis von RNA- und DNA-basierten quantitativen KIT D816V-Mutationsanalysen prognostisch relevant
  • Ruxolitinib moduliert Mikroenvironment des Knochenmarks bei der Myelofibrose
  • CML: TIGER-Studie bestätigt tiefes und anhaltendes molekulares Ansprechen unter Nilotinib-basierter Therapie
  • Sichelzellanämie: Reduktion schmerzhafter vaso-okklusiver Krisen verringert Organschädigungen und verbessert Lebensqualität