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Medizin

25. Juli 2012

Erstlinientherapie des mRCC mit Sunitinib – ein Fallbericht

Sunitinib (Sutent®) ist ein Erstlinien-Standard in der Therapie des metastasierten Nierenzellkarzinoms (mRCC). Bei nicht vorbehandelten Patienten erreichte Sunitinib in einer Phase-III-Studie eine objektive Ansprechrate von 47% gemäß RECIST (Response Evaluation Criteria in Solid Tumors), eine Verdoppelung des progressionsfreien Überlebens im Vergleich zu Interferon alfa (IFN alfa) und ein medianes Gesamtüberleben (OS) von 26,4 Monaten (1). Ein...

Hormontherapie beim Prostatakarzinom: LHRH-Therapie als Basistherapie in den jeweiligen Stadien der Erkrankung

Wie wichtig ist eine konstante Hormonsuppression in der Behandlung des Prostatakarzinoms für den Patienten? Welche Vorteile bietet eine Therapie mit dem Histrelin-Jahresimplantat Vantas®? Und in welchen Stadien der Erkrankung ist der Einsatz dieser Therapie sinnvoll? Praxisnahe Antworten auf diese und weitere Fragen gaben die Urologen Dr. Götz Geiges, Dr. Matthias Schulze und Professor Kurt Miller bei einem Symposium von Orion Pharma im Rahmen des...

miR-492 mit Metastasierung beim frühkindlichen Hepatoblastom assoziiert

Sind beim Hepatoblastom, einem bösartigen embryonalen Tumor der Leber, Metastasen vorhanden, ist die Prognose schlecht. Daher ist es wichtig neue Biomarker und Angriffspunkte für zukünftige Therapien zu identifizieren. Es gibt Hinweise darauf, dass kleine regulatorische Moleküle, sog. microRNAs (miRNAs) an der Entstehung von Krebs beteiligt sein können. So konnte von Forschern des Dr. von Haunerschen Kinderspitals in München bereits eine bestimmte miRNA...

Weichteilsarkome: Signalmolekül FGFR als neuer Ansatz für die Therapie?

Weichteilsarkome machen ca. ein Prozent aller Krebserkrankungen aus. Die Therapie dieser Tumoren beschränkt sich neben der operativen Entfernung fast ausschließlich auf klassische Chemo- und Strahlentherapie. Zielgerichtete Therapien mit spezifischen Angriffspunkten in den Tumorzellen stehen kaum zur Verfügung. Das wollen Forscher vom Institut für Pathologie der Universität Köln ändern. Die Forscher sehen in den so genannten ...

Cetuximab fester Bestandteil der Therapie von Plattenepithelkarzinomen des Kopf-Hals-Bereichs

Auf einem Symposium in Wiesbaden im Juni dieses Jahres wurde gezeigt, dass sich der monoklonale EGFR-Antikörper Cetuximab (Erbitux®), der für fortgeschrittene sowie rezidivierte und metastasierte Stadien von Plattenepithelkarzinomen des Kopf-Hals-Bereiches (Squamous Cell Carcinoma of the Head and Neck, SCCHN) zugelassen ist, bereits als fester Bestandteil der Therapiekonzepte etabliert hat.Prof. Marc Münter, Stuttgart, ging auf die Daten der...

ASCO und EHA 2012: Überlegenheit der Rituximab-Erhaltungstherapie bestätigt

Auf den Jahrestagungen der American Society of Clinical Oncology (ASCO) in Chicago und der European Hematology Association (EHA) in Amsterdam bestätigten neue Studiendaten zu malignen Lymphomen einmal mehr die zentrale Rolle des monoklonalen Anti-CD20-Antikörpers Rituximab (MabThera®) in der Therapie des follikulären Non-Hodgkin-Lymphoms. In der Plenarsitzung des ASCO präsentiert, zeigten Daten einer deutschen Phase-III-Studie, dass die Kombination...

Melanom: Neue Wirkstoffe und Konzepte sind das Ergebnis jahrzehntelanger Forschung

Zwei neue Medikamente erweitern das Behandlungsspektrum beim malignen Melanom. Dabei handelt es sich um einen chemischen Wirkstoff und einen menschlichen Antikörper. Damit können einerseits Wachstumsprozesse von Tumoren gestoppt werden, andererseits menschliche Immunzellen angeregt werden, die Krebsgeschwulst zu bekämpfen. Allerdings ist deren Wirkung zeitlich begrenzt und nicht alle Tumorzellen sprechen auf die Wirkstoffe an. Dennoch gelten die Präparate als...

Winzige Tumorpartikel könnten Krebsausbreitung begünstigen

Winzige Abschürfungen von Tumoren könnten die Ursache dafür sein, dass sich Krebs im Körper ausbreitet. Münchner Wissenschaftler untersuchen nun diese sogenannten Mikropartikel. Die Forscher vermuten, dass sie die Fähigkeit besitzen, durch den Körper zu wandern und gesunde Zellen in Krebszellen zu verwandeln. Sie hoffen, durch Blockade der Mikropartikel die Krebsausbreitung zu verhindern. Die Deutsche Krebshilfe fördert das Forschungsvorhaben mit...

24. Juli 2012

Chronische myeloische Leukämie: Tyrosinkinaseinhibitoren der zweiten Generation sollten stärker in die Erstlinie rücken

Bei Patienten mit chronischer myeloischer Leukämie (CML) wird trotz guter Resultate der Erstlinientherapie mit Imatinib zunehmend der initiale Einsatz von Tyrosinkinaseinhibitoren (TKI) der zweiten Generation als vielversprechend bezeichnet. Diese Aussage gründet auf dem Nachweis, dass nach Gabe der moderneren TKI hohe zytogenetische und molekulare Remissionsraten bei guter Verträglichkeit erreicht werden (1).

CML: DASISION-Studie: Follow-Up-Daten zeigen ein schnelles und tiefes Ansprechen über drei Jahre von Dasatinib in der Erstlinie

Die dreijährigen Follow-Up-Daten der DASISION-Studie zeigen, dass die Erstlinienbehandlung mit Dasatinib (Sprycel®) 100 mg zu schnelleren und tieferen Ansprechraten im Vergleich zu Imatinib 400 mg führt, definiert als Zeit bis zum Erreichen eines vollständigen zytogenetischen Ansprechens (Complete Cytogenic Response, CCYR) oder eines guten molekularen Ansprechens (Major Molecular Response, MMR). Bristol-Myers Squibb und Otsuka Pharmaceutical Europe Ltd....

Positive CHMP-Empfehlung für bedingte Zulassung von ADCETRIS® (Brentuximab vedotin) in Europa

Takeda Pharmaceutical Company Limited und Millennium gaben bekannt, dass das CHMP eine positive Empfehlung für die bedingte* Zulassung von Brentuximab vedotin in zwei Indikationen  ausgesprochen hat: Das Antikörper-Drug-Konjugat, das die Apoptose CD30-positiver Tumorzellen induziert, soll bedingt zugelassen werden zur Behandlung Erwachsener mit rezidiviertem/refraktärem Hodgkin-Lymphom nach autologer Stammzelltransplantation oder zwei Vortherapien sowie für die...

Trabedersen erhält von FDA Orphan-Drug-Status in der Indikation malignes Melanom

Das biopharmazeutische Unternehmen Antisense Pharma gibt bekannt, dass es von der US Food and Drug Administration (FDA) den Orphan-Drug-Status für seinen onkologischen Antisense-Wirkstoff Trabedersen in der Indikation malignes Melanom erhalten hat. Trabedersen wurde bereits der Orphan-Drug-Status in Europa und in den USA im Jahr 2002 in der Indikation malignes Gliom und im Jahr 2009 in der Indikation fortgeschrittenes Pankreaskarzinom zuerkannt.

Praxisleitlinie Tumorschmerz DGS: Hydromorphon neue Präferenzsubstanz

Im Rahmen des diesjährigen Deutschen Schmerz- und Palliativtages stellte die Deutsche Gesellschaft für Schmerztherapie e.V. (DGS) erste Auszüge ihrer Praxisleitlinie zur Behandlung von Tumorschmerzen vor (1). Für die Praxisleitlinie haben Dr. Johannes Horlemann, Kevelaer, und sechs weitere Schmerzexperten intensiv die wissenschaftliche Literatur der letzten fünf Jahre analysiert. Die Langfassung soll noch dieses Jahr veröffentlicht werden. „Neu an...

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Selbsthilfe bei Lungenkrebs: Betroffene helfen Betroffenen

Krebspatienten fühlen sich oft überfordert – auch Patienten mit Lungenkrebs. Kaum ist die Diagnose gestellt, beginnen die ersten Therapien: Operationen oder viele Zyklen Chemotherapie fordern und verändern nicht nur den Körper, sondern auch das gesamte Leben mit einem Schlag. Die Psyche kommt so schnell kaum hinterher: Die meisten Betroffenen begreifen erst nach und nach, dass sich das Leben ab jetzt drastisch ändert und nie mehr so sein wird wie zuvor.

1. Patiententag für Kehlkopfoperierte am Universitätsklinikum Leipzig

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© Stefan Straube / UKL

Zum 1. Patiententag für Kehlkopfoperierte lädt am 22. März die Klinik und Poliklinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde am Universitätsklinikum Leipzig ein. "Ein großer Patientenstamm kommt regelmäßig zu uns, denn beispielsweise findet jeden Mittwochnachmittag bei uns die Tumornachsorge statt. Wir haben auch schon Patientenveranstaltungen organisiert, wollen diese jetzt aber institutionalisieren", so Klinikdirektor Prof. Dr. Andreas...

Individualisierte Schmerztherapie

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© Dan Race / Fotolia.com

Schmerz ist eine komplexe Empfindung. Der menschliche Körper besitzt ein weitverzweigtes Netzwerk aus Schmerzrezeptoren und Schmerzleitungen.  Schmerzen können bei Krebserkrankungen durch das Wachstum eines Tumors oder auch durch unerwünschte Begleiterscheinungen von Therapien verursacht werden.  Um das Schmerzerleben adäquat behandeln zu können, ist es notwendig, eine individuelle Schmerztherapie durchzuführen. Die Mitarbeit der Betroffenen ist dabei...

EHA 2019
  • Subgruppenanalyse der ELIANA- und ENSIGN: Tisagenlecleucel auch bei jungen Patienten mit r/rALL und zytogenetischen Hochrisiko-Anomalien sicher und effektiv
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  • Weltweite Umfrage bei Ärzten und Patienten zur ITP-Therapie unterstreicht Zufriedenheit mit Thrombopoetinrezeptor-Agonisten
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