Mittwoch, 21. August 2019
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Medizin

24. Juli 2019

Fortgeschrittenes Magenkarzinom: Möglichkeiten und Chancen der Sequenztherapie nutzen

Das Adenokarzinom des Magens und des gastroösophagealen Übergangs (GEJ) ist nach wie vor eine Tumorentität mit schlechter Prognose. Zahlreiche Phase-III-Studien resultierten in den letzten Jahren in negativen Ergebnissen. Mit einzelnen Substanzen konnten in der Zweit- und Drittlinientherapie allerdings auch Fortschritte erzielt werden. Im Rahmen der 55. Jahrestagung der American Society of Clinical Oncology (ASCO) sprach Prof. Dr. Ralf Hofheinz, Mannheim, über die...

Adoptive T-Zell-Rezeptor-Therapie MDG1011 tritt in klinische Phase ein

Adoptive T-Zell-Rezeptor-Therapie MDG1011 tritt in klinische Phase ein
© David A Litman - stock.adobe.com

Mit der T-Zell-Rezeptor-basierten adoptiven T-Zell-Therapie (TCR-T) kommt nach der CAR-T-Zell-Therapie die nächste Generation an innovativen T-Zell-Therapien in die klinische Phase. Die Phase I/II klinische Prüfung INITIAL-TCR mit PRAME-T-Zell-Rezeptor-Gen-modifizierten, autologen T-Zellen ist die erste klinische Prüfung mit einer TCR-T-Therapie in Deutschland. Das Prüfpräparat wird als MDG1011 bezeichnet – es handelt sich hierbei um genetisch...

Resistenzentwicklung gegen Taxane entschlüsselt: Abbau von Protein FBXW7 lässt Tumorzellen entkommen

Taxane blockieren die Zellteilung und treiben die Tumorzellen dadurch in den Zelltod, allerdings kommt es im Behandlungsverlauf häufig zur Resistenzentwicklung. Wissenschaftler fanden nun heraus, dass in den Krebszellen das für den Zelltod verantwortliche Protein FBXW7 abgebaut und entsorgt wird. Steht diese Tumorbremse nicht mehr in ausreichender Menge zur Verfügung, können die Tumorzellen überleben – und sind resistent gegen die Wirkung der Taxane.

18. Juli 2019

Fall-Kontroll-Studie: Zusammenhang zwischen Ovarialkarzinomrisiko und zervikovaginalem Mikrobiom

Das Risiko für eine Frau, ein Ovarialkarzinom zu entwickeln, wird von verschiedenen Faktoren wie dem Alter, familiärer Vorbelastung, Entzündungen etc. beeinflusst. Inwieweit es auch einen Zusammenhang zwischen dem Mikrobiom in Zervix/Vagina und dem Entstehungsrisiko gibt, wurde nun in einer Fall-Kontroll-Studie untersucht. Die Ergebnisse zeigen, dass es bei Ovarialkarzinom-Patientinnen tatsächlich Auffälligkeiten in der Bakterienzusammensetzung ihres Mikrobioms...

Obinutuzumab Standard beim FL – Vorteil auch bei Patienten mit erhöhtem Risikoscore in der Praxis voll bestätigt

Die GALLIUM-Studie zeigt für die Chemoimmuntherapie mit Obinutuzumab (Gazyvaro®) in Induktion und Erhaltung des FL im Vergleich zu MabThera® (Original-Biologikum Rituximab) Überlegenheit hinsichtlich PFS, TTNT und Vermeidung eines frühen Progress (1, 2, 3). Patienten mit einem FLIPI-Risikoscore ≥ 2 profitieren in besonderem Maße von dem Typ-II-Anti-CD20-Antikörper (4). Fallbeschreibungen von der EHA-Jahrestagung 2019 zeigen, dass die...

NK-Zellen: Angriffsweg der Immunzellen ist zeitlich gesteuert

Natürliche Killerzellen können vor Krebs schützen, indem sie Tumorzellen umbringen. Wann die Immunzellen welchen Mechanismus nutzen, ist bislang jedoch kaum untersucht. Forschende des Leibniz-Instituts für Arbeitsforschung konnten mit einem internationalen Team zeigen, dass eine Immunzelle nicht zufällig entscheidet, wie sie die Tumorzellen der Reihe nach tötet. Die Wahl des Angriffsweges ist zeitlich gesteuert, da die beiden Optionen unterschiedlich effektiv...

Chemotherapiefreie Kombination aus Niraparib und Bevacizumab beim Platin-sensiblen Ovarialkarzinomrezidiv wirksam

Frauen mit einem Platin-sensiblen Ovarialkarzinomrezidiv können auch von einer chemotherapiefreien Kombinationstherapie profitieren. Darauf deuten beim ASCO 2019 präsentierte Daten einer Phase-II-Studie hin, die den PARP-Inhibitor Niraparib und den Angiogenese-Inhibitor Bevacizumab bei diesem Kollektiv untersucht hatte. Die Kombination war der Niraparib-Monotherapie mit einem signifikant verlängerten progressionsfreien Überleben (PFS) überlegen.  

Richtlinie zum Zervixkarzinom-Screening: Sequenzielle Testung ist keine Ko-Testung

Mit der Veröffentlichung im Bundesanzeiger ist die Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) mit dem „Programm zur Früherkennung von Zervixkarzinomen“ am 1. Juli 2019 in Kraft getreten. Bis zum endgültigen Start am 1. Januar 2020 gelten die bisherigen Regelungen. Die Initiative „Gebärmutterhalskrebs Verhindern!“ begrüßt generell ein Programm mit hohem wissenschaftlichen Evaluationsanspruch, sieht aber Verbesserungsbedarf.

Kastrationsresistentes Prostatakarzinom mit hohem Risiko für Fernmetastasen: Neues zur Therapie mit Apalutamid

Seit Beginn des Jahres ist Apalutamid (Erleada®) für die Therapie des kastrationsresistenten, noch nicht metastasierten Prostatakarzinoms mit hohem Risiko für Fernmetastasen, basierend auf einer hohen PSA-Verdopplungszeit, zugelassen. In der Zulassungsstudie SPARTAN konnte damit die Entwicklung von Metastasen um 2 Jahre im Vergleich zu Placebo hinausgeschoben werden (1). Aktuelle Subgruppenanalysen zeigen nun, dass M0CRPC-Patienten verschiedener Altersgruppen und mit...

Prostatakarzinom: CCN3 ein Biomarker für aggressiven Verlauf?

Das sezernierte Matrixprotein CCN3/nephroblastoma overexpressed spielt eine wichtige Rolle bei der Knochenmetastasierung bei Brustkrebs, indem es die Differenzierung von Osteoblasten und -klasten moduliert. Auch das Prostatakarzinom (PC) metastasiert häufig in den Knochen. In der Literatur wurde CCN3 widersprüchlich beschrieben; einige Studien sehen CCN3 als Förderer der Metastasierung beim PC, während andere in dem Protein einen Tumorsupressor sehen. Tatsächlich...

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Möchte ich eine Familie gründen oder noch weitere Kinder haben? Mit dieser Frage müssen sich junge Krebspatientinnen und -patienten vor einer Krebstherapie – also unmittelbar nach der Diagnose – auseinandersetzen. Denn die Behandlung, die ihnen hilft, den Krebs zu besiegen, beeinträchtigt häufig gleichzeitig die Fruchtbarkeit. Auch wenn die Zeit drängt, ist es wichtig, sich vor Behandlungsbeginn mit diesem wichtigen Thema zu befassen.

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Ganz unverhofft trifft die damals 30jährige Cristina aus Hannover die Diagnose Krebs. Erst dachte sie an einen schlechten Scherz, als sie den Anruf von ihrem Arzt erhielt und dann zog ihr die Nachricht den Boden unter den Füßen weg. Mit der Chemotherapie kamen der Verlust der Haare, Augenbrauen und Wimpern und damit auch teilweise unangenehme Situationen: „Selbst als ich noch Stoppeln auf dem Kopf hatte, haben mich sofort alle angestarrt. Teilweise getuschelt oder den...

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