Montag, 21. Oktober 2019
Navigation öffnen
Anzeige:

Medizin

03. Juni 2019 nmCRPC: Darolutamid verzögert die Zeit bis zum Auftreten von Metastasen oder der Verschlimmerung von Schmerzen

Darolutamid verlängert das metastasenfreie Überleben (MFS) von Patienten mit nicht-metastasiertem kastrationsresistenten Prostatakarzinom (nmCRPC) bei gleichzeitig guter Verträglichkeit und unter Erhalt der Lebensqualität im Vergleich zu Placebo. Darüber hinaus verzögert der Androgenrezeptor-Antagonist die Verschlimmerung von Schmerzen und Krankheits-bedingten Symptomen, so die Ergebnisse der auf dem ASCO präsentierten ARAMIS-Studie.
 
Anzeige:
Fachinformation
In der Studie wurden 1.509 Patienten 2:1 zu entweder Darolutamid 600 mg (2 Tabletten à 300 mg) 2x täglich (n=955) oder Placebo (n=554) randomisiert, während die Androgendeprivationstherapie (ADT) fortgeführt wurde. Der primäre Endpunkt war das MFS. Dies wurde unter Darolutamid-Therapie signifikant verlängert verglichen mit Placebo (40,4 vs. 18,4 Monate; HR=0,41; 95%-KI: 0,34-0,50; p<0,001) und auch das Gesamtüberleben (OS) – ein sekundärer Endpunkt – war unter der Behandlung mit Darolutamid günstiger (HR=0,71; 95%-KI: 0,50-0,99; p=0,045).

Darolutamid verzögerte die Schmerzprogression im Vergleich zu Placebo signifikant (40,3 vs. 25,4 Monate; HR=0,65; 95%-KI: 0,53-0,79; p<0,001). In der Zeit bis zur Verschlechterung der Punkte im EORTC-QLQ-PR25-Fragebogen zur Lebensqualität zeigten sich statistisch und klinisch signifikante Verzögerungen unter Darolutamid vs. Placebo für Harnblasen-bezogene Symptome (25,8 vs. 14,8 Monate; HR=0,64; 95%-KI: 0,54-0,76; p<0,01). Die Zeit bis zur Verschlechterung von Hormontherapie-bedingten Symptomen war indes vergleichbar unter Verum und Placebo (18,9 bs. 18,4 Monate; HR=1,06; 95%-KI: 0,88-1,27; p=0,52). Darolutamid wurde gut vertragen. Das Nebenwirkungsprofil (Fatigue, Asthenie, Bluthochdruck, Flush, Frakturen, Stürze, kognitive Störungen, Krampfanfälle) unter Darolutamid entsprach dem von Placebo.

(übers. v. sk)

Quelle: ASCO 2019

Literatur:

Fizazi K et al., ASCO 2019, #5000


Das könnte Sie auch interessieren

Frauenärzte der GenoGyn fordern Maßnahmen gegen riskanten Alkoholkonsum

Frauenärzte der GenoGyn fordern Maßnahmen gegen riskanten Alkoholkonsum
© karepa / Fotolia.com

Beim Alkoholkonsum belegt Deutschland im weltweiten Vergleich stets Spitzenplätze: Rund zehn Liter reinen Alkohols werden hierzulande nach aktuellen Informationen des Bundesgesundheitsministeriums jedes Jahr pro Kopf getrunken und verursachen alljährlich volkswirtschaftliche Schäden in Höhe von 26,7 Milliarden Euro. „Obwohl Erkenntnisse über das Suchtpotenzial von Alkohol in der Gesellschaft inzwischen hinlänglich verbreitet sind, finden Bier, Wein und...

Starke Hilfe: 7,65 Millionen Euro für den Kampf gegen Leukämie

Starke Hilfe: 7,65 Millionen Euro für den Kampf gegen Leukämie
© RTimages / Fotolia.com

Die Mitgliederversammlung des José Carreras Leukämie-Stiftung e.V. beschließt eine Mittelauskehr für zahlreiche Forschungs- und Projekt-Förderungen. Der Geschäftsführende Vorstand Dr. Gabriele Kröner sagt dazu: „Leukämie muss heilbar werden. Immer und bei jedem. Dieses große Ziel unseres Initiator José Carreras streben wir mit der Förderung der medizinischen Forschung und Finanzierung von Infrastrukturprojekten an.“

Darmkrebsvorsorge: Künstliche Intelligenz vermag Krebsvorstufen von harmlosen Wucherungen zu unterscheiden

Darmkrebsvorsorge: Künstliche Intelligenz vermag Krebsvorstufen von harmlosen Wucherungen zu unterscheiden
© kras99 / fotolia.com

Die Entwicklung von Systemen mit Künstlicher Intelligenz geht rasend schnell voran – auch in der Medizin. 2017 hat in China mit dem kleinen Roboter-Arzt „Xiaoyi“ erstmals ein System mit Künstlicher Intelligenz das ärztliche Examen bestand. Auch die Früherkennung von Darmkrebs könnte in Zukunft durch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz verbessert werden. In aktuellen Untersuchungen konnten die lernfähigen Systeme mit hoher Genauigkeit...

11. Krebsaktionstag: Austausch zu Alltagsfragen

11. Krebsaktionstag: Austausch zu Alltagsfragen
Universitätsklinikum Ulm

Senkt Sport das Rückfallrisiko bei Krebs? Welcher Badeanzug steht mir nach der Brustamputation? Wie ernähre ich mich so, dass ich fit bleibe? Um diese und weitere Fragen dreht sich der 11. Krebsaktionstag der Medizinisch-Onkologischen Tagesklinik (MOT) der Klinik für Innere Medizin III des Universitätsklinikums Ulm. Krebspatient*innen, Angehörige und Interessierte sind am Freitag, den 14.09.2018 herzlich eingeladen, sich von 10.00 bis 16.30 Uhr bei kostenfreien Vorträgen...

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"nmCRPC: Darolutamid verzögert die Zeit bis zum Auftreten von Metastasen oder der Verschlimmerung von Schmerzen"

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der rsmedia GmbH widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.


ESMO 2019
  • PD-L1-positives NSCLC: Pembrolizumab-Monotherapie bei Patienten mit und ohne Hirnmetastasen vergleichbar wirksam
  • Tumormutationslast etabliert sich als prädiktiver Marker für das Ansprechen auf Pembrolizumab bei soliden Tumoren
  • Hohes und langanhaltendes Ansprechen auf Pembrolizumab-Monotherapie bei unterschiedlichen MSI-H-Tumoren
  • Checkpoint-Inhibition in der adjuvanten und metastasierten Situation hat für Patienten mit Melanom das Überleben neu definiert
  • Magenkarzinom/Adenokarzinom des ösophagogastralen Übergangs: Patienten mit MSI-high-Tumoren profitieren besonders von Checkpoint-Inhibition
  • Pembrolizumab + Chemotherapie beim Plattenepithelkarzinom-NSCLC: Überlegenes OS, PFS, ORR und PFS2 gegenüber alleiniger Chemotherapie
  • Frühes TNBC: signifikant verbesserte pCR-Rate durch neoadjuvante Therapie mit Pembrolizumab + Chemotherapie
  • HNSCC: Pembrolizumab-Monotherapie und kombiniert mit Platin-basierter Chemotherapie erfolgreich in der Erstlinie
  • PD-L1-positives Magenkarzinom und AEG: Vergleichbare Lebensqualität unter Pembrolizumab-Monotherapie und Chemotherapie
  • Pembrolizumab-Monotherapie beim vorbehandelten mTNBC: Klarer Trend zu verbessertem Überleben mit zunehmender PD-L1-Expression