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Medizin

14. Februar 2020 Supportivtherapie in der Onkologie

Jährlich erkranken rund 3 Millionen Menschen in der EU neu an Krebs. Dabei stellt Ungarn mit durchschnittlich 685 Fällen je 100.000 Einwohner einen traurigen Rekord auf und liegt 20% über dem EU-Durchschnitt mit 569 Fällen je 100.000 Einwohner. Doch auch die Krebsneuerkrankungen in Deutschland liegen knapp über der durchschnittlichen EU-Inzidenz. Aufgrund der demografischen Entwicklung rechnen Wissenschaftler mit einem Anstieg der Krebsneuerkrankungen um mindestens 20%. Es wird davon ausgegangen, dass jeder Zweite im Laufe seines Lebens an Krebs erkrankt.
Bei Frauen nimmt der Brustkrebs die Spitzenposition der malignen Erkrankungsarten ein. Männer sind eher von Lungenkrebs und Malignomen der Prostata betroffen. Eine verbesserte Vorsorge, Früherkennung und Versorgung der Betroffenen lassen erfreulicherweise die Mortalität sinken (1).
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Hoher Leidensdruck

Als eine der wichtigsten Behandlungsmöglichkeiten maligner Erkrankungen steht die Chemotherapie nach wie vor im Mittelpunkt vieler Therapieregime. Eine der gefürchtetsten Nebenwirkungen der Chemotherapie sind die durch diese Therapie häufig ausgelöste Übelkeit und das Erbrechen. Mit einer optimalen, leitliniengerechten Prophylaxe können diese Nebenwirkungen jedoch bei einem Großteil der Patienten verhindert werden (2). Akute Chemotherapie-induzierte Nausea und Emesis (CINV) Episoden treten innerhalb der ersten 24 Stunden nach Beginn der Chemotherapie auf und sind durch die richtige Prophylaxe meist gut vermeidbar. Bei der Behandlung wird jedoch häufig das verzögerte Auftreten von Erbrechen und Übelkeit unterschätzt. Diese Nebenwirkungen treten meist innerhalb von 2-5 Tagen nach Beginn der Chemotherapie auf und gehen mit einer erheblichen Einschränkung der Lebensqualität für die Patienten einher (2).

Fixkombination Netupitant + Palonosetron erhält Lebensqualität

Mit der oralen Fixkombination NEPA* (Akynzeo®) in Kombination mit Dexamethason kann laut aktueller S3-Leitlinie „Supportive Therapie bei onkologischen PatientInnen“ (Stand November 2019) eine wirksame Antiemese-Prophylaxe bei einer Cisplatin-haltigen Chemotherapie mit hoch (HEC) bzw. moderat emetogenem (MEC) Potential erreicht werden (2). Das Arzneimittel ist die erste und derzeit einzige Fixkombination aus einem NK1-und einem 5-HT3-Rezeptorantagonisten (3). Die Fixkombination ermöglicht mit nur einer Kapsel die Prävention der akuten und verzögerten CINV über den gesamten Chemotherapie-Zyklus hinweg und sichert so zugleich eine hohe Compliance (4).

App für den Praxisalltag

Alle wichtigen Informationen rund um das Thema Supportivtherapie stehen medizinischen Fachkreisen auch in der App für Supportivtherapie kostenfrei für den Praxis- und Klinikalltag zur Verfügung. Sie umfasst zahlreiche Bereiche des onkologischen Nebenwirkungsmanagements, basierend auf der derzeit gültigen S3-Leitlinie „Supportive Therapie bei onkologischen PatientInnen“ (Stand November 2019) (2). Eine Übersicht über verfügbare Supportiva inklusive der Fachinformationen und einer Reihe an Literaturhinweisen werden als Download angeboten. Im App-Store oder bei Google Play ist das digitale Tool unter dem Suchwort „Supportivtherapie onkowissen“ zu finden. Seit Oktober 2019 ist zudem ein Update der App abrufbar.

* Orale Fixkombination bestehend aus Netupitant (300 mg) und Palonosetron (0,5 mg)

Quelle: Riemser

Literatur:

(1) https://de.statista.com/statistik/daten/studie/182514/umfrage/krebs-haeufigkeitsrate-in-europa/ (letzter Zugriff am 22.01.2020)
(2) S3-Leitlinie Supportive Therapie bei onkologischen PatientInnen. AWMF-Registernummer: 032/054OL
(3) www.ema.europa.eu/en/medicines (letzter Abruf 27.01.2020)
(4) Fachinformation Akynzeo® 300 mg/0,5 mg Hartkapseln, September 2017.


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