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Medizin

02. August 2019 Schneller Anstieg der Anzahl der Hautkrebspatienten

Nach einer Erhebung der KKH Kaufmännischen Krankenkasse ist die Zahl der Hautkrebserkrankungen in den vergangenen 10 Jahren rapide gestiegen. Im Jahr 2017 erhielten nach KKH-Daten 87% mehr Männer und Frauen die Diagnose malignes Melanom als 2007. Beim weißen Hautkrebs gab es einen Anstieg um 145%. Die Kasse nennt den Klimawandel als einen möglichen Grund für den Trend, da mehr warme Sonnentage mehr Tage mit hoher UV-Strahlung bedeuteten. Das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) sieht allerdings keinen direkten Zusammenhang zwischen Temperaturanstieg und Krebshäufigkeit.
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„Die Intensität des UV-Lichts hängt nicht von der Temperatur ab, sondern zum Beispiel von der Höhe, in der man ihm ausgesetzt ist und von der Wolkenbildung“, sagt Jochen Sven Utikal, Leiter der Hautkrebseinheit beim DKFZ und bei der Universitätsmedizin Mannheim. Wanderer und Skifahrer hätten deshalb ein besonders hohes Risiko, einen Sonnenbrand und im Verlauf des Lebens Hautkrebs zu bekommen.

Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) sind 2014 in Deutschland fast 11.000 Männer und 10.300 Frauen an malignen Melanom erkrankt. 1.800 Männer und knapp 1.300 Frauen starben daran. Nach seinen Daten gab es seit 1999 einen starken Anstieg dieser Zahlen, der jedoch nach 2011 abflachte und leicht sank. Das RKI verbindet den Anstieg mit verändertem Freizeitverhalten, etwa mehr Outdoor-Aktivitäten und Sonnenbaden.

Anm. d. Red.:
Lesen Sie hier den Schwerpunkt Hautkrebs im e-journal von JOURNAL ONKOLOGIE Ausgabe 7/8 2019:

Kombinationstherapien beim metastasierten Melanom

Kutanes Plattenepithelkarzinom
 

Quelle: dpa/KKH Kaufmännische Krankenkasse


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