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Medizin

21. August 2019 Ovarialkarzinom: Intensive Forschung zu Resistenzen

Dr. Daniel Klotz, Dresden, erforscht Therapieoptionen beim Ovarialkarzinom. Im Mittelpunkt seiner Forschung steht die in einigen Fällen begrenzte Wirkung der PARP-Inhibitoren. Leider kommt es bei manchen Patientinnen dazu, dass die Chemotherapie schneller ihre Wirkung verliert als bei anderen Frauen, weshalb es zu Resistenzen kommt. Um dies erforschen zu können, wird Klotz mit 2 Stipendien unterstützt.
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Etwa 8.000 Frauen in Deutschland erhalten jedes Jahr die Diagnose eines Ovarialkarzinoms. Eine Vorsorgeuntersuchung bringt nur selten Klarheit, meist ist eine Operation erforderlich. Trotz optimaler Therapie ist das Ovarialkarzinom nach wie vor leider die häufigste Todesursache bei gynäkologischen Krebserkrankungen.

Untersuchung der Resistenzmechanismen von PARP-Inhibitoren

„Ich möchte ein besseres experimentelles Modell zur Erforschung des Ovarialkarzinoms hier in Dresden etablieren. Darüber hinaus plane ich, die Resistenzmechanismen der Erhaltungstherapie mit PARP-Inhibitoren zu untersuchen“, sagte Klotz. PARP-Inhibitoren sind sowohl beim Rezidiv als auch als Erhaltungstherapie anerkannt. PARP-Inhibitoren sind zum gegenwärtigen Zeitpunkt ein sehr wichtiger häufig gut verträglicher Baustein in der Therapie des Ovarialkarzinoms, allerdings noch mit gewissen Einschränkungen, wie Klotz festhält: „Im klinischen Alltag erlebt man auch häufig, dass Patientinnen sehr unterschiedlich auf die Erhaltungstherapie ansprechen.“ Genau an diesem Punkt will Klotz ansetzen und herausfinden, warum die Therapie bei manchen Patientinnen schneller ihre Wirkung aufbraucht als bei anderen und weshalb es zu Resistenzen kommt.

Forschungspreis und finanzielle Förderung

Das Forschungsvorhaben wird durch 2 Stipendien gefördert. Zum einen wurde Klotz in das Else Kröner-Forschungskolleg für Clinician Scientists aufgenommen, was es ihm ermöglicht, in den kommenden 3 Jahren die Hälfte seiner Arbeitszeit ausschließlich der Forschung zu widmen. Zum anderen wurde er von der Mitteldeutschen Gesellschaft für Frauenheilkunde und Geburtshilfe (MGFG) mit dem diesjährigen Forschungspreis ausgezeichnet, welcher mit 6.000 Euro dotiert ist.

Quelle: TU Dresden


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