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Medizin

08. August 2019 Multiples Myelom: Verbessertes PFS unter Ixazomib-Kombinationstherapie bei vorbehandelten Patienten

In klinischen Studien hat sich der orale Proteasom-Inhibitor Ixazomib (NINLARO®) in Kombination mit Lenalidomid und Dexamethason (IRd) bei vorbehandelten Patienten mit Multiplem Myelom (MM) gut bewährt – das mediane PFS verbesserte sich um rund 6 Monate gegenüber Placebo/Rd. Aktuelle Daten aus der klinischen Praxis bestätigen nun den Benefit der Triplett-Therapie.
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Fachinformation
Zur Erhebung der Real-World-Daten wurden 2 große Registerstudien herangezogen: Die INSIGHT-MM, eine prospektive Observationsstudie, die mittlerweile rund 3.200 Patienten mit neu diagnostiziertem oder refraktärem rezidiviertem (RR) MM umfasst, sowie das tschechische Register für monoklonale Gammopathien (RMG) mit über 6.000 MM-Patienten.

Nun liegt eine gepoolte Analyse von insgesamt 163 RR MM-Patienten vor (1). Das mediane Alter lag bei 67 Jahren (39-84 Jahre), 14% waren über 75 Jahre, 53% männliche Patienten. Laut der niedergelassenen Fachärztin für Hämatologie und Onkologie Prof. Christina Rieger, Germering, entspricht diese Zusammensetzung einem Patientenkollektiv in der klinischen Routine.
„Die Ergebnisse zur Wirksamkeit von IRd spiegeln die Daten der klinischen Studie TOURMALINE-MM1 wider“, so Rieger. Hier betrug das mediane PFS 20,6 Monate (2). In der gepoolten Analyse erreichten die Patienten mit IRd in der 3. Therapielinie ein medianes PFS von 23,2 Monaten (95%-KI 12,8-33,6). Das PFS von Patienten mit IRd in der 2. Therapielinie ist noch nicht erreicht (1).  Auch das Nebenwirkungsprofil unterschied sich nicht wesentlich, die Rate an Therapieabbrüchen war mit 4% gering.

Patienten-individuelle Therapie

Sobald eine Remission erreicht ist, möchten viele MM-Patienten möglichst schnell in ihr gewohntes Leben zurückkehren. Die Therapie soll nicht mehr im Vordergrund stehen, wichtig ist eine gute Lebensqualität. „Unter den derzeit verfügbaren Therapien ist die orale Therapie daher eine wichtige Option“, erklärte Rieger. Sie schilderte den Fall einer 54-jährigen Patientin mit MM Typ IgA λ und zytogenetischem Hochrisikoprofil. Nach dem zweiten Rezidiv entschied sie sich für eine Umstellung von DARA/VEL/DEX auf IRd. Auf die Therapie mit IRd sprach die Patientin gut an, die Nebenwirkung (persistierende Diarrhoen) war nach einer supportiven Therapie und Dosisreduktion von Ixazomib vollständig rückläufig. „Derzeit geht es ihr gut“, berichtete Rieger. Nach einer kurzen Therapiepause möchte sie die Therapie weiterführen.

Quelle: Praxisworkshop „Mit der oralen Triplett-Therapie: Patientenindividuelle Therapie des Multiplen Myeloms in Klinik und Praxis“, 31.7.2019, München; Veranstalter: Takeda Pharma

Literatur:

(1) Hájek R et al. ASH 2018 Poster 1971; korrespondierendes Abstract: Blood 2018; 132 (1): 1971.
(2) Moreau P et al. N Engl J Med 2016; 374: 1621-1634.


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