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Medizin

29. Januar 2020 Multiples Myelom: Dreifachkombination verlängert PFS

Zur Behandlung des Multiplen Myeloms (MM) ab der Erstlinie steht ein neues Triplet zur Verfügung: Seit Mai 2019 ist in der Europäischen Union die Dreifachkombination Lenalidomid + Bortezomib + Dexamethason (RVd) für MM-Patienten zugelassen. Die Grundlage für die Frontline-Zulassung lieferte die Studie S0777 der Southwestern Oncology Group (SWOG), die Dr. Hans Salwender, Hamburg, auf dem DGHO vorstellte.
In die Studie waren 525 MM-Patienten randomisiert worden und erhielten initial entweder RVd oder Lenalidomid + Dexamethason (Rd). Die Therapie mit RVd bestand aus 8 je 3-wöchigen Zyklen; dabei wurde Bortezomib an den Tagen 1, 4, 8 und 11 mit 1,3mg/m2 i.v. infundiert; Rd wurde in 6 je 4-wöchigen Zyklen verabreicht. Bis zur Krankheitsprogression erhielten die Patienten in beiden Armen anschließend ein Standard-Rd-Regime.

Signifikante Verlängerung des PFS

Das mediane progressionsfreie Überleben (PFS) war unter RVd gegenüber Rd alleine signifikant verlängert (42 vs. 30 Monate; HR=0,76; 95%-KI: 0,56-094; p=0,013) (1). Auch in Bezug auf die Gesamtansprechrate (82% vs. 72%), die Komplettremissionsrate (16% vs. 8%) und die Dauer des Ansprechens (median 52 vs. 38 Monate) zeigte sich RVd gegenüber Rd signifikant überlegen. Die Sicherheit des Kombinationsregimes entsprach den jeweiligen Sicherheitsprofilen der einzelnen Wirkstoffe (2, 3).

SM

Quelle: Symposium „Aktuelle Therapien in der Hämatologie: Wie komplex darf/muss es sein? im Rahmen des DGHO-Kongresses, 12.Oktober 2019, Berlin; Veranstalter: Celgene

Literatur:

(1) Durie B et al. Lancet 2017; 389: 519-27.
(2) Berenson JR et al. Cancer 2005; 104: 2141-8.
(3) European Medicines Agency. REVLIMID summary of product characteristics, 2009. Aktualisiert 23.08.2018.


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