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Medizin

28. August 2019 Malignes Melanom: Enorm hohe Steigerungsraten

Immer mehr Menschen erkranken an Hautkrebs. Das belegen Daten der KKH Kaufmännische Krankenkasse. Demnach erhielten 2017 bundesweit 87% mehr Frauen und Männer die Diagnose malignes Melanom als noch 2007. An Basalzell- und spinozellulärem Karzinom, das besser zu therapieren ist, erkrankten 2017 sogar rund 145% mehr Versicherte als 10 Jahre zuvor. Der Klimawandel ist einer der möglichen Gründe für die enorm hohen Steigerungsraten. Denn mehr warme Sonnentage bedeuten mehr Tage mit hoher UV-Strahlung. Und die ist gesundheitsgefährdend und wurde von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) in die höchste Krebsrisikostufe eingeordnet.
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Umgang mit UV-Strahlung entscheidend

Das Risiko für Hautkrebs steigt zudem mit zunehmendem Alter. Da die Menschen immer älter werden, nimmt auch die Zahl der Betroffenen zu. Zu den weiteren Ursachequellen zählen eine familiäre Vorbelastung, der Besuch von Solarien sowie der Hauttyp. Ganz entscheidend ist auch der eigene Umgang mit der UV-Strahlung. Jeder sollte daher an Sommertagen schützende Kleidung samt Sonnenhut tragen, unbedeckte Hautregionen reichlich mit Sonnenschutzmittel mindestens mit Lichtschutzfaktor 30 und hohem UVA- und UVB-Schutz eincremen, die pralle Mittagssonne meiden und schützende Schattenplätze suchen. Ansonsten kann Bräune einen hohen Preis haben.

Plus an Hautkrebsfällen im Ländervergleich

Beim malignen Melanom hat das Saarland laut KKH-Daten mit 138% die höchste Zunahme an Patienten, dicht gefolgt von Sachsen mit 133%. Am niedrigsten ist die Steigerungsrate in Mecklenburg-Vorpommern mit 61%. Beim Basalzell- und spinozellulärem Karzinom sind die ostdeutschen Bundesländer traurige Rekordhalter: An Position 1 Sachsen mit einem Anstieg der Hautkrebsfälle um 312%, dann Thüringen mit einem Plus von 222% und Brandenburg von 205%. Am niedrigsten stieg die Zahl der Patienten bei dieser Krebsart in Rheinland-Pfalz (111%) sowie in Schleswig-Holstein (117%).

Quelle: KKH


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ESMO 2019
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