Donnerstag, 2. Juli 2020
Navigation öffnen
Anzeige:

Medizin

15. November 2019 Frühes HER2-positives Mammakarzinom: CHMP empfiehlt Trastuzumab Emtansin für die post-neoadjuvante Therapie

Der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) empfiehlt die Zulassung von Trastuzumab Emtansin (Kadcyla®) für die Behandlung von Patienten mit frühem HER2-positivem Mammakarzinom, die nach einer neoadjuvanten systemischen und HER2-gerichteten Therapie keine pathologische Komplettremission (pCR) erreichen. Grundlage für das positive Votum sind die Resultate der KATHERINE-Studie: Diese zeigen, dass Patienten ohne pCR nach neoadjuvanter Therapie (non-pCR) ein um 50 % reduziertes Rezidiv- bzw. Sterberisiko haben, wenn sie nach der Operation mit Kadcyla anstelle von Trastuzumab (Herceptin®) behandelt werden (1). Die Entscheidung der Europäischen Kommission über die EU-Zulassung von Kadcyla für die post-neoadjuvante Therapie wird noch Ende diesen Jahres erwartet.
Risiko für Rezidiv oder Tod unter Kadcyla halbiert

Das zentrale Resultat von KATHERINE: Die post-neoadjuvante Behandlung mit Kadcyla bei non-pCR-Patienten bewirkte eine signifikante Verbesserung des invasiv krankheitsfreien Überlebens (iDFS). Gegenüber der Therapie mit Herceptin konnte die iDFS-Rate nach 3 Jahren (medianes Follow-up: 41 Monate) von 77,0% auf 88,3% erhöht werden (1). Das entspricht einer signifikanten und klinisch bedeutsamen Reduktion des Rezidiv- bzw. Sterberisikos um 50 % (HR=0,50; 95 %-KI: 0,39 – 0,64; p<0,0001). Die Arbeitsgemeinschaft für Gynäkologische Onkologie (AGO Kommission Mamma) hat bereits vor Zulassung die Behandlung mit Kadcyla im post-neoadjuvanten Setting von Patienten mit HER2-positivem Mammakarzinom ohne pCR mit einem Plus bewertet (2).

Individualisierung der Therapie verbessert Heilungschancen der Patienten

Das oberste Ziel der Therapie des frühen HER2-positiven Mammakarzinoms ist die Heilung der Patienten. Durch das positive Votum für den post-neoadjuvanten Einsatz von Kadcyla stellt der CHMP eine Erweiterung der Therapiesequenz beim frühen HER2-positiven Mammakarzinom in Aussicht, mit der die Behandlung nach der Operation noch besser individualisiert und für den einzelnen Patienten optimiert werden kann. Für non-pCR-Patienten könnte Kadcyla damit ein vielversprechender neuer Behandlungsstandard werden, der die Heilungschancen dieser Patienten deutlich verbessert.

Quelle: Roche

Literatur:

(1) von Minckwitz G et al. NEJM 2019, 380: 617-628
(2) AGO Kommission Mamma; Diagnostik und Therapie von Patientinnen mit primärem und metastasiertem Brustkrebs; Empfehlungen 2019. www.ago-online.de, Letzter Aufruf: November 2019

 


Anzeige:
Fachinformation

Das könnte Sie auch interessieren

Darmkrebspatienten benötigen spezialisierte Anlaufstelle und Interessenvertretung

Darmkrebspatienten benötigen spezialisierte Anlaufstelle und Interessenvertretung
© Fotolia / cryonoid_media

Mit einem Pressegespräch am 19. April in Berlin nimmt EuropaColon Deutschland e. V. seine Tätigkeit als spezialisierte Anlaufstelle und Interessenvertretung von Darmkrebspatienten auf. Der neu gegründete Verein ist die deutsche Tochter der seit zwölf Jahren europaweit aktiven Patientenorganisation EuropaColon, die in 24 Ländern Europas Menschen mit Darmkrebs unterstützt und gegenüber der Gesundheitspolitik für deren Interessen eintritt. Der Verein soll Anlaufstelle...

Starke Hilfe: 7,65 Millionen Euro für den Kampf gegen Leukämie

Starke Hilfe: 7,65 Millionen Euro für den Kampf gegen Leukämie
© RTimages / Fotolia.com

Die Mitgliederversammlung des José Carreras Leukämie-Stiftung e.V. beschließt eine Mittelauskehr für zahlreiche Forschungs- und Projekt-Förderungen. Der Geschäftsführende Vorstand Dr. Gabriele Kröner sagt dazu: „Leukämie muss heilbar werden. Immer und bei jedem. Dieses große Ziel unseres Initiator José Carreras streben wir mit der Förderung der medizinischen Forschung und Finanzierung von Infrastrukturprojekten an.“

Die P4-Medizin – Krebstherapie der Zukunft?

Die P4-Medizin – Krebstherapie der Zukunft?
© Fotolia / psdesign1

Die Versorgung von krebskranken Menschen befindet sich in einem grundlegenden Wandel. Die Entwicklung neuer diagnostischer Methoden und individueller Therapien verändert die onkologische Medizin, wie wir sie bisher kennen. Das jüngst gewonnene Wissen über den Krebs und seine molekularbiologische Vielfalt verlangt nach neuen Antworten. In dem vom amerikanischen Biomediziner Leroy Hood geprägten Konzept der P4-Medizin wird die mögliche Krebstherapie der Zukunft...

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"Frühes HER2-positives Mammakarzinom: CHMP empfiehlt Trastuzumab Emtansin für die post-neoadjuvante Therapie"

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der rsmedia GmbH widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.


Cookies

Diese Webseite benutzt Cookies, um den Nutzern das beste Webseiten-Erlebnis zu ermöglichen. Ausserdem werden teilweise auch Cookies von Diensten Dritter gesetzt. Weitere Informationen erhalten Sie in den Allgemeine Geschäftsbedingungen und in den Datenschutzrichtlinien.

Verstanden