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Medizin

24. April 2019 Entscheidungshilfe Prostatakrebs: Optimale Diagnostik und Behandlung bei der Patientenberatung

Über 7.000 Patienten haben die Entscheidungshilfe Prostatakrebs seit 2016 dafür genutzt, sich online auf ihr Beratungsgespräch beim Urologen vorzubereiten. Und jede Woche kommen 60 neue Betroffene hinzu. „Die positive Resonanz auf dieses kostenlose Angebot der PatientenAkademie der Deutschen Urologen zeigt, dass multimediale Angebote reif für den Alltag sind“, sagt der Pressesprecher der Deutschen Gesellschaft für Urologie e.V. (DGU), Prof. Dr. Christian Wülfing.
Hohe Nutzerzahlen
 
Durch die Entscheidungshilfe Prostatakrebs lässt sich das Beratungsgespräch beim nicht metastasierten Prostatakarzinom für den Patienten und seinen Urologen standardisiert vorbereiten und erleichtern. Neben den hohen Nutzerzahlen und der gleichmäßigen Verbreitung im gesamten Bundesgebiet belegen auch die Evaluationsergebnisse den Mehrwert für eine moderne Patientenaufklärung. Ein Drittel der Nutzer war über 70 Jahre alt. Die Mehrheit von 58% nutzte die Entscheidungshilfe zusammen mit ihrer Partnerin, und die Gesamtzufriedenheit der Patienten lag bei 91%. Auch die Urologen sind mit dem Angebot sehr zufrieden. Sie berichten von Vorteilen bei der Patienteninformation, bei der Zufriedenheit, der Beteiligung von Angehörigen und der Dokumentation.

Deutschlandweite Evaluationsstudie

Prof. Dr. Dr. Johannes Huber ist Vorsitzender der PatientenAkademie der DGU und leitet das Projekt von Anfang an. Er betont besonders den leitlinienbasierten hohen Standard der vermittelten Information: „Die Entscheidungshilfe Prostatakrebs erleichtert es im Alltag, unsere hohen Ansprüche an die optimale Diagnostik und Behandlung auch bei der Patientenberatung umzusetzen. Besonders das Konzept der aktiven Überwachung stellt beim nicht metastasierten Prostatakarzinom hohe Anforderungen an die Betreuung der Betroffenen. Um den Mehrwert hierfür zu belegen, konnten wir die öffentliche Förderung einer deutschlandweiten Evaluationsstudie erreichen.“

Teilnahme weiterhin möglich 

In dieser multizentrischen randomisierten Evaluationsstudie (EvEnt-PCA) werden die Patienten zufällig zur Nutzung der Entscheidungshilfe Prostatakrebs zugewiesen oder sie erhalten die gedruckte Broschüre aus dem Leitlinienprogramm Onkologie. Gefördert wird das Projekt mit ca. 800.000 Euro durch den Innovationsfonds des Gemeinsamen Bundesausschusses. Weitere Unterstützer sind die urologischen Fachgesellschaften sowie die AOK Baden-Württemberg und die Techniker Krankenkasse.

Seit dem erfolgreichen Studienbeginn im Juli 2018 haben sich über 100 urologische Praxen und Kliniken aus dem gesamten Bundesgebiet beteiligt, und es konnten bereits über 10% der vorgesehenen 1.500 Patienten eingeschlossen werden. Eine Teilnahme weiterer urologischer Praxen und Kliniken ist jederzeit möglich.

Quelle: Deutsche Gesellschaft für Urologie e.V.


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