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Medizin

16. Mai 2019 DNA-Impfungen in Kombination mit Anti-PD-L1-Antikörper bei Patienten mit progressivem Glioblastom

Glioblastome machen bei Erwachsenen unter den aus Hirngewebe entstehenden Tumoren etwa die Hälfte der Fälle aus und sind nach wie vor nicht heilbar. Die mittlere Überlebenszeit liegt mit gängigen Therapiemethoden wie Bestrahlung, Chemotherapie und operativer Reduktion der Tumoren bei etwa 15 Monaten. In einer aktuell laufenden Phase-I/II-Studie wird darum die Wirksamkeit eines DNA-Impfstoffs in Kombination mit dem Anti-PD-L1-Antikörper Avelumab getestet.
DNA-Impfstoff kodiert für VEGFR-2

Eine Phase-I/II-Studie an 14 Patienten testete den Wirkstoff VXM01, bei dem es sich um einen DNA-Impfstoff handelt, der für VEGFR-2 kodiert. VEGFR-2 war für die Wissenschaftler ein vielversprechender Angriffspunkt, da dieses bei Glioblastomen vermehrt auftritt und somit ein ideales Ziel für VEGFR-2 spezifische T-Zellen darstellt. Eine Immunreaktion durch die spezifischen T-Zellen konnte bei den Patienten sowohl im Blut als auch in den Tumoren festgestellt werden.

Impfstoff + Avelumab

Aufbauend auf den Ergebnissen der ersten Studie läuft nun eine weitere Phase-I/II-Studie an 30 Patienten mit progressivem Glioblastom, welche die Wirksamkeit und Sicherheit des Impfstoffs in Verbindung mit dem Anti-PD-L1-Antikörper Avelumab testen soll. Die Teilnehmer werden in 2 Gruppen aufgeteilt und erhalten je nach Gruppe eine von 2 Dosen des Impfstoffs (106 oder 107 CFU) und im Anschluss alle 2 Wochen eine Dosis von 800 mg Avelumab. Die Behandlung der ersten Patienten in Gruppe 1 startete bereits im November 2018, es werden jedoch immer noch Patienten gesucht.


übers. JL

Quelle: Wolfgang Wick et al.: Oral DNA vaccination targeting VEGFR-2 combined with anti-PD-L1 avelumab in patients with progressive glioblastoma, a phase I/II study: NCT03750071, 15.05.2019. http://abstracts.asco.org/239/AbstView_239_269161.html


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