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Medizin

16. September 2019 CINV: Orale Fixkombination vermindert Übelkeit und Erbrechen

Chemotherapie-induzierte Nausea und Emesis (CINV) zählen zu den Nebenwirkungen, die Patienten unter einer Chemotherapie besonders belasten. Akute CINV-Episoden sind heute zumeist gut vermeidbar. Dennoch wird gerade das verzögerte Auftreten von Erbrechen und Übelkeit in der Praxis häufig unterschätzt und von den Betroffenen als sehr belastend wahrgenommen (1). Die orale Fixkombination Nepa* (Akynzeo®) in Kombination mit Dexamethason stellt gemäß aktueller S3-Leitlinie eine wirksame Option zur Emesisprophylaxe bei Cisplatin-haltiger hoch (HEC) und moderat emetogener Chemotherapie (MEC) dar (2).
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Die erste und einzige Fixkombination (3) aus einem NK1- und einem 5-HT3-Rezeptorantagonisten ermöglicht mit nur einer Kapsel vor Beginn der Chemotherapie die Prävention der akuten (Tag 1 nach der Chemotherapie) und verzögerten (Tag 2-5 nach der Chemotherapie) CINV (4). Interimsergebnisse der nicht-interventionellen Studie AkyPRO bestätigen die positiven Eigenschaften der Fixkombination im klinischen Alltag (5-7): Bei über 83% aller Patienten unter Nepa trat während dreier Chemotherapiezyklen keine Beeinflussung des Alltags durch Erbrechen auf (4).

CINV unangenehmste Nebenwirkung

Die Chemotherapie ist nach wie vor eine der wichtigsten Behandlungsformen bei malignen Erkrankungen. Die Nebenwirkungen der dabei zum Einsatz kommenden Zytostatika sind abhängig von der Therapieart und der individuellen Verträglichkeit. Chemotherapie-induzierte Nausea und Emesis zählen zu den unerwünschten Nebenwirkungen, die Betroffene am meisten belasten: Trotz leitliniengerechter Prophylaxe leiden ca. 20-30% der Patienten während einer Chemotherapie unter Erbrechen; die Inzidenz von Übelkeit ist mit ca. 40-50% noch deutlich höher (8). Akute CINV-Episoden sind seit Einführung der ersten Generation der 5-HT3-Antagonisten für die meisten Patienten vermeidbar. Hingegen ist die verzögerte CINV immer noch eine Herausforderung und wird von den Patienten als die unangenehmste Nebenwirkung einer Chemotherapie wahrgenommen (1).

Unter Nepa-Prophylaxe Mehrheit der Patienten nicht durch CINV beeinträchtigt

Im Rahmen der nicht-interventionellen Studie AkyPRO werden die klinischen Erfahrungen mit Nepa bei 2.427 Patienten dokumentiert. Der wichtigste Parameter ist die Erfassung der Lebensqualität Betroffener unter der antiemetischen Prävention. Die Ergebnisse der aktuell ausgewerteten Interimsanalysen bestätigen die positiven Eigenschaften der Fixkombination. Bis Ende 2017 wurden 1.902 Patientendaten mit vollständig erfassten „electronic case reports“ ausgewertet. Eingeschlossen waren Patienten mit unterschiedlichen Krebserkrankungen. Die Ergebnisse zeigen, dass bei über 83% aller Patienten während dreier Chemotherapiezyklen keine Beeinflussung des Alltags durch Erbrechen auftrat – unabhängig davon, ob es sich um ein HEC- oder ein MEC-Regime handelte (5).

Vergleichbar gute Ergebnisse bei Brustkrebs und gastrointestinalen Tumoren

Subgruppenanalysen bei Patienten mit den beiden häufigsten Krebserkrankungen Brustkrebs und gastrointestinalen Tumoren (inklusive Darm- und Magenkrebs) bestätigen diese Ergebnisse (6, 7): Bei 986 eingeschlossene Brustkrebspatientinnen erwies sich die Prävention von CINV durch Nepa als effektiv (6). Über 81% der Betroffenen litten im Beobachtungszeitraum von 5 Tagen nach der Chemotherapie nicht an Erbrechen und mussten keine Notfallmedikation in Anspruch nehmen. Auch die behandelnden Ärzte bewerteten die Effektivität der Fixkombination bei 89% der Patienten als gut oder sehr gut (6). Ähnlich verhielt es sich bei der Subgruppe der 180 Patienten mit gastrointestinalen Tumoren: Über 82% der Patienten klagten weder über Erbrechen noch benötigten sie eine entsprechende Notfallmedikation.
Fazit der Ärzte und Patienten: 83% bescheinigen Nepa eine gute oder sehr gute Effektivität (7). Insgesamt wurde Nepa gut toleriert, die häufigsten Nebenwirkungen waren Verstopfung und Schlaflosigkeit (bei 2,3% bzw. 1,4% der insgesamt eingeschlossenen 2.427 Patienten) (5-7).

* Nepa ist eine fixe orale Dosiskombination bestehend aus dem NK1-Rezeptorantagonisten (RA) Netupitant (300mg) in Kombination mit dem 5-HT3-RA Palonosetron (0,5 mg).

Quelle: Riemser

Literatur:

(1) Sun CC et al. Support Care Cancer 2005; 13: 219-227.
(2) S3-Leitlinie Supportive Therapie bei onkologischen PatientInnen. AWMF-Registernummer: 032/054OL.
(3) https://www.ema.europa.eu/en/medicines, (letzter Abruf 16.08.2019).
(4) Fachinformation Akynzeo® 300 mg/0,5 mg Hartkapseln, September 2017.
(5) Karthaus M et al. Poster präsentiert auf dem 60th Annual Meeting ASH 2018: 01.-04.12.2018; Abstract #4844.
(6) Schilling J et al. Poster präsentiert auf dem San Antonio Breast Cancer Symposium 2018: 04.-08.12.2018; Abstract #446.
(7) Karthaus M et al. Poster präsentiert auf der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie 2018: 28.09.-02.10.2018; Abstract: A-0986-0054-00113.
(8) Aapro M et al. Ann Oncol 2012; 23: 1986-1992.


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