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Medizin

25. April 2019 B-Zell-Lymphom: Reduktion der Chemotherapiezyklen-Anzahl bei jüngeren Patienten mit geringer Tumorlast

Am 4.12.2018 präsentierte Dr. Viola Poeschel von der Homburger Zentrale der Deutschen Studiengruppe für Hochmaligne Non-Hodgkin-Lymphome beim Jahreskongress der American Society of Hematology in San Diego die Ergebnisse der FLYER-Studie, die international große Beachtung fanden. Die ursprüngliche Studienkonzeption erfolgte durch den im Vorjahr verstorbenen Direktor der Klinik für Innere Medizin I des saarländischen Universitätsklinikums in Homburg Prof. Dr. Michael Pfreundschuh. Die Studienergebnisse zeigen, dass bei jüngeren Patienten mit geringer Tumorlast eines aggressiven B-Zell-Lymphoms die Anzahl der Chemotherapiezyklen unter Beibehaltung der Therapiewirksamkeit reduziert werden konnte.
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Fachinformation
Schonendere Therapie

Das B-Zell-Lymphom (DLBCL) ist eine bösartige Erkrankung des Lymphsystems, die von den weißen Blutkörperchen (B-Lymphozyten) ausgeht. Studienautorin Dr. Viola Pöschel vom UKS in Homburg geht davon aus, dass die Ergebnisse in die Leitlinien zur Behandlung von jüngeren Patienten mit günstiger Prognose eines aggressiven B-Zell-Lymphoms einfließen. Diese Patienten könnten zukünftig von einer schonenderen Therapie mit weniger Nebenwirkungen profitieren.

Bisher stellten 6 Zyklen CHOP-Chemotherapie zusammen mit 6 Gaben des Antikörpers Rituximab (6 x R-CHOP) im Abstand von jeweils 3 Wochen die Standard-Therapie für junge Niedrig-Risiko-Patienten mit DLBCL dar. Zwischen 12/2005 und 10/2016 wurden 592 Patienten (18-60 Jahre) in die internationale, multizentrische, prospektive und randomisierte FLYER-Studie eingeschlossen.

Therapiewirksamkeit

Die Ergebnisse haben exzellente Therapiewirksamkeit nach 4 Zyklen CHOP und 6 Gaben Rituximab gezeigt und diese sind nicht schlechter als die der bisherigen Standardtherapie. Durch die Reduktion der Behandlung um 2 Zyklen CHOP konnten zudem viele Chemotherapie-assoziierte Nebenwirkungen verringert werden.

Neben den Homburger Wissenschaftlern waren an der Studie insgesamt 138 Kliniken aus Deutschland, Norwegen, Dänemark, Italien und Israel beteiligt. Sie wurde von der Deutschen Krebshilfe unterstützt.

Quelle: Universität des Saarlandes


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