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23.07.2010
Docetaxel-Vorbehandeltes mHRPC: Mikrotubuli-Inhibitor Cabazitaxel jetzt in den USA erhältlich

Cabazitaxel (Jevtana®) ist jetzt in den Vereinigten Staaten erhältlich zur Behandlung von Patienten mit metastasiertem, hormonrefraktärem Prostatakarzinom (mHRPC), die zuvor mit einem Docetaxel-haltigen Therapieregime behandelt wurden. Die Markteinführung von Cabazitaxel erfolgte bereits einen Monat nach einem beschleunigten Prüf- und Zulassungsverfahren durch die US-amerikanische Food and Drug Administration (FDA). Cabazitaxel in Kombination mit Prednison ist die erste und einzige zugelassene Therapie für Patienten mit metastasiertem, hormonrefraktärem Prostatakarzinom, die zuvor mit einem Docetaxel-haltigen Therapieregime behandelt wurden


„Die im Bereich der Prostatakarzinomtherapie tätigen Mediziner freuen sich sehr darüber, dass diesen sehr schwer zu behandelnden Patienten jetzt eine neue Therapieoption offensteht“, sagte Dr. Oliver Sartor, Piltz Professor für Krebsforschung an der Tulane Medical School (New Orleans) und nordamerikanischer Studienleiter der zulassungsrelevanten TROPIC-Studie. „Cabazitaxel wird dazu beitragen, eine wichtige Behandlungslücke zu schließen, denn es handelt sich dabei um die erste zugelassene Therapie für Patienten in diesem fortgeschrittenen Prostatakrebs-Stadium, dem metastasierten, hormonrefraktären Prostatakarzinom.”

Cabazitaxel in Kombination mit Prednison erhielt seine Zulassung aufgrund der Ergebnisse der klinischen Phase-3-Studie TROPIC. Diese Studie umfasste 755 mHRPC-Patienten, die zuvor mit einem Docetaxel-haltigen Therapieregime behandelt worden waren. Die Ergebnisse dieser Studie zeigten für Cabazitaxel in Kombination mit Prednison eine statistisch signifikante relative Reduktion des Mortalitätsrisikos um 30% [HR=0,70 (95% KI: 0,59-0,83); p<0,0001] im Vergleich zu einem Chemotherapieregime mit einer Standarddosis Mitoxantron und Prednison. Das mittlere Gesamtüberleben betrug bei den Patienten, die Cabazitaxel plus Prednison erhielten, 15,1 (14,1–16,3) Monate versus 12,7 (11,6–13,7) Monate bei Patienten, die mit Mitoxantron plus Prednison behandelt wurden.

Für Patienten mit metastasiertem Prostatakarzinom stellt eine Hormontherapie oft die erste Therapieoption dar. Patienten, die darauf nicht mehr ansprechen, erhalten häufig eine Chemotherapie. Manche Patienten entwickeln allerdings eine Chemotherapie-Resistenz, und ihre Erkrankung schreitet weiter fort. Vor Cabazitaxel gab es für mHRPC-Patienten keinerlei Option für die Zweitlinientherapie mit nachgewiesenem Überlebensvorteil. Eine Kombinationstherapie mit Cabazitaxel und Prednison ist die erste und einzige Behandlung, die bei Patienten mit mHRPC, welche zuvor mit einem Docetaxel-haltigen Therapieregime behandelt worden waren, einen signifikanten Überlebensvorteil gezeigt hat.

In der TROPIC-Studie waren die häufigsten (≥ 10%) unerwünschten Ereignisse Grad 1-4 Anämie, Leukopenie, Neutropenie, Thrombozytopenie, Durchfall, Fatigue, Übelkeit, Erbrechen, Verstopfung, Asthenie, Bauchschmerzen, Hämaturie, Rückenschmerzen, Appetitlosigkeit, periphere Neuropathie, Fieber, Atemnot, Geschmacksstörungen, Husten, Gelenkschmerzen und Haarausfall. Die häufigsten (≥ 5%) unerwünschten Ereignisse Grad 3-4 bei Patienten, die Cabazitaxel erhielten, waren Neutropenie, Leukopenie, Anämie, febrile Neutropenie, Durchfall, Fatigue und Asthenie. Zu Therapieabbrüchen aufgrund unerwünschter Reaktionen kam es bei 18% der Patienten, die Cabazitaxel erhielten, und 8% der Patienten, die Mitoxantron erhielten. Die häufigsten unerwünschten Reaktionen, die in der Cabazitaxel -Gruppe zu Therapieabbrüchen führten, waren Neutropenie und Niereninsuffizienz. Todesfälle innerhalb von 30 Tagen nach Verabreichung der letzten Dosis des Studienmedikaments, die auf andere Ursachen als ein Fortschreiten der Tumorerkrankung zurückzuführen waren, wurden bei 18 (5%) der Patienten unter Cabazitaxel und drei (weniger als 1%) der mit Mitoxantron behandelten Patienten berichtet. Die häufigsten unerwünschten Reaktionen mit letalem Verlauf bei den mit Cabazitaxel behandelten Patienten waren Infektionen (n=5) und Niereninsuffizienz (n=4). Ein Todesfall war auf Dehydratation und Elektrolytungleichgewicht aufgrund von Durchfällen zurückzuführen.

Der Mikrotubuli-Inhibitor Cabazitaxel ist in Kombination mit Prednison zur Behandlung von Patienten mit metastasiertem, hormonrefraktärem Prostatakarzinom (mHRPC), die zuvor mit einem Docetaxel-basierten Therapieregime behandelt wurden, in den USA zugelassen. Cabazitaxel wird intravenös verabreicht. Die FDA erteilte Cabazitaxel im November 2009 den Fast-Track-Status. Die schrittweise Einreichung des Zulassungsantrags (Rolling NDA) war im März 2010 abgeschlossen, und dem Medikament wurde im April 2010 ein beschleunigtes Zulassungsverfahren (Priority Review) gewährt; knapp drei Monate später erhielt Cabazitaxel die Zulassung von der FDA. Ein Zulassungsdossier über Cabazitaxel wird derzeit auch von anderen Behörden, einschließlich der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA), geprüft.

Quelle: sanofi-aventis

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Zuletzt geändert am: 23.07.2010

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